Arbeiten haben begonnen
Hochwasserschutz in Meckenheim nimmt Gestalt an
Meckenheim. Immerhin einen großen Teil der Hochwasserereignisse wird der neue Damm in der Meckenheimer Swistbachaue zukünftig abfangen können. Der etwa 350 Meter lange und rund 60 Zentimeter hohe Erdwall zwischen der Adendorfer Straße und der Adolf-Kolping-Straße wird nicht einfach auf den vorhandenen Boden gesetzt. Um eine sinnvolle Standfestigkeit des Damms für den vorgesehenen Hochwasserschutz zu gewährleisten, müsse man schichtweise vorgehen, erklärten die Fachleute kürzlich bei einem Ortstermin zum Baubeginn. Erst wird der Boden auf der Linie des Dammverlaufs ein Stück ausgehoben. Anschließend bringt schweres Gerät schichtweise das Dammmaterial auf. Dabei will man im Sinne der Nachhaltigkeit und um Synergieeffekte zu nutzen den Erdaushub vom Bau des Regenrückhaltebeckens am Merler Keil III verwenden. Den Schluss bildet schließlich die obere Erdschicht, die zuvor abgegraben wurde, hieß es. „Wir haben uns von ausgewiesenen Fachleuten beraten lassen und die Bürgerschaft aktiv mit einbezogen“, sagte Bürgermeister Holger Jung.
Wenn dieser Wall auch nur eines von vielen Projekten zum Schutz vor Hochwasser ist, können alle Vorsorgemaßnahmen der Stadt dennoch die Eigenvorsorge nicht ersetzen. „Es gibt keinen 100-prozentigen Schutz“, betonte der Bürgermeister. Deshalb appellierte er an die Bürger, unabhängig von den Maßnahmen der Stadt, zusätzlich Maßnahmen zur Eigenvorsorge zu ergreifen. Die Bauzeit für den Damm soll ungefähr zwei Monate betragen.
Bürgermeister Holger Jung im Bagger. Foto: Petra Reuter
Erste Abgrabungen für den Hochwasserwall in der Meckenheimer Swistbachaue beim Baubeginn. Foto: Petra Reuter
