Zwei Tage lang wurde am Wochenende in Sankt Katharinenaltar Kirmes gefeiert
Höhepunkt war der Königsball am Sonntag
Sankt Katharinen. Eigentlich war der dritte Sonntag im Oktober, der sich an diesem Wochenende den Beinamen „Goldener“ angesichts strahlenden Sonnenscheins und wolkenlos blauem Himmel mehr als redlich verdient hatte, wie geschaffen für eine ausgedehnte Herbstwanderung oder ein gemütliches Familien-Grillfest im Garten. Darauf verzichteten aber viele Kathringer auf der Linzer Höhe. Vielmehr waren sie ab dem frühen Nachmittag in das Bürgerhaus gepilgert, stand dort doch der große Königsball als Höhepunkt der diesjährigen Dorfkirmes an. Begonnen hatte diese bereits am Vortrag mit der traditionellen Party, bei der DJ Marvin Bender nach der von Sussidiar Arno-Lutz Henkel in der Pfarrkirche Sankt Katharina zelebrierten Festmesse, die von den „Kuhlen Musikanten“ mitgestaltet worden war, den Gästen mächtig eingeheizt hatte. Bis 22 hatten die U16, bis Mitternacht die U18 jährigen an dem lustigen Treiben teilgehabt, während alle anderen bis in den frühen Morgen gefeiert und wie im Vorjahr um den Stimmungs- oder den Meterbier Preis gekämpft hatten.
Anders als für die Gäste im Bürgersaal stand dann für die Mitglieder der drei „Kirmes“-Vereine, des Junggesellenvereins „Einigkeit“ Lorscheid 1910 um den Vorsitzenden Christopher Ehrenberg, der Sankt Georg Schützenbruderschaft 1922 Strödt um Brudermeister Christian Retz und der Dorfgemeinschaft um den Vorsitzenden Markus Mollberg dann doch eine lange „Wanderung“ an, galt es doch neben den drei Königspaaren auch noch Bürgermeister Willi Knopp abzuholen. Als erste Majestät hatte Andreas Frings als König der Schützenbruderschaft Strödt im Frühjahr festgestanden, dem dann nur wenig später Lutz Kindling als König der Dorfgemeinschaft gefolgt war, bevor zu guter Letzt Max Scheel Anfang September den Rumpf des Königsvogels der Junggesellen abgeschossen hatte.
Bei der Planung der Zugstrecke stand die Kirmesgesellschaft, die sich aus drei Junggesellen und vier Schützen zusammensetzte, vor einer großen Herausforderung. Anders als in Vorjahren sollte das Königspaar der Dorfgemeinschaft nicht an der alten Sporthalle unterhalb des Bürgerhauses aufgelesen, sondern standesgemäß auch zu Hause abgeholt und zum Königsball geleitet werden, eine zusätzliche Schwierigkeit, wohnen Lutz und Nadine Kindling doch im Ortsteil Notscheid. Vor allem Dank der Bereitschaft der Johannes-Strunk-Blaskapelle und des tatkräftigen Engagements der Freiwilligen Feuerwehr von Sankt Katharinen war es möglich, dies alles unter einen Hut zu bekommen. So startete der Kirmeszug am Sonntag schon um 12 Uhr am Vereinshaus in Notscheid, um zunächst die Majestäten der Dorfgemeinschaft zu visitieren. Nach fürstlicher Bewirtung zog man dann mit diesen und den Ehrendamen, Michaela Mollberg und Alex Rummer, weiter zu Willi Knopp. Nächster Stopp war beim Junggesellenkönigspaar Max Scheel und Lisa Kurtenbach, das von den Ehrendamen Marie Kurtenbach und Laura Piestert begleitet wurde, bevor sich schließlich auch das Schützen-Königspaar, Andreas und Silke Frings, samt ihren Töchtern Linda und Thea in den Königszug einreihten.
Angeführt vom stellvertretenden Diözesan-Brudermeister Toni Hoß, Markus Mollberg und den Offizieren der Junggesellen erreichte dieser dann kurz nach 15 Uhr, also drei Stunden nach seinem Start, den Bürgersaal, der längst bis auf den letzten Platz besetzt war. „Ein herzliches Willkommen zur Kirmes 2017 in Sankt Katharinen“, begrüßte Toni Hoß die Königsball-Gäste, nachdem sich die Majestäten vor der Bühne aufgestellt hatten. Noch bevor er die Königspaare vorstellte, widmete er sich dem Bürgermeister, der früher nicht nur Vorsitzender des Junggesellenvereins war, sondern auch seit etlichen Jahren Mitglied in der Dorfgemeinschaft sowie bei der Sankt Georg Schützenbruderschaft 1922 Strödt ist, die ihn längst mit dem Silbernen Verdienstkreuz ausgezeichnet hat. „Wie sich Willi Knopp immer wieder für alle Vereine von Sankt Katharinen einbringt, das ist einfach lobenswert“, dankte der Festredner dem Orts-Chef für sein Engagement. Sein Dank galt darüber hinaus den Vertretern der Banken für die finanzielle Unterstützung, den Musikern der Johannes-Strunk-Blaskapelle nicht zuletzt auch für die Bereitschaft, den extrem langen Festzug auf sich zu nehmen, sowie der Feuerwehr für die zuverlässige Sicherung desselben. Dabei vergaß Toni Hoß auch die Sankt Georg Böllergruppe Strödt nicht, die den Königspaaren wie auch dem Bürgermeister mit Salutschüssen ihre Reverenz erwiesen hatte. Nach der Vorstellung der Majestäten dankte er diesen wie auch Willi Knopp für ihre tolle Gastfreundschaft bei dem jeweiligen Umtrunk, um dann den Präsentiermarsch anzukündigen und die drei Königspaare hoch leben zu lassen. Schließlich forderte er mit einem „Glück auf und auf geht’s!“ Alleinunterhalter Werner Eul auf, den Königswalzer anzustimmen, bei dem die Majestäten schließlich auch von ihren Vereinsvorsitzenden und den Ehrendamen unterstützt wurden, bevor sie sich auf eine lange Stuhlreihe zurückzogen. Aber nur nicht lange, intoniert Werner Eul doch nach einer kurzen Rast und einem Sektumtrunk auch schon den zweiten Königswalzer, an dem sich dann auch das „gemeine Volk“, beteiligen konnte, so weit es bereit war, sich von Kaffee und Kuchen sowie anderen Getränken zumindest kurzzeitig zu trennen. DL
Stolz tanzte Max Scheel mit Lisa Kartenbuch den Königswalzer, während die Offiziere der Junggesellen die Ehrendamen Marie Kartenbuch und Laura Priester aufs Parkett führten
Im Dreivierteltakt drehten sich Lutz und Nadine Kindling vor Andreas und Silke Frings.
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