Presse- und Informationsgespräch während der Vorbereitungen
Höhr-Grenzhausen ist für den 41. Keramikmarkt gerüstet
Höhr-Grenzhausen. Höhr-Grenzhausen ist das keramische Zentrum in Deutschland mit zahlreichen Keramikwerkstätten. Es gibt keine andere Stadt, in der sich Tradition und Moderne, sowie Technik und Bildung, so konzentrieren, wie in Höhr-Grenzhausen. Bereits zum 41. Mal, jedoch eine Woche früher als gewohnt, findet am 25. und 26. Mai der europäische Keramikmarkt der Stadt Höhr-Grenzhausen statt. Zur Vorbereitung und Werbung für diesen Termin hatten die Verantwortlichen zu einem informativen Pressegespräch in das Café „Creativ“ im Keramik-Museum eingeladen. Stadtbürgermeister Michael Theisen, sowie Thilo Becker, der Bürgermeister der VG Höhr-Grenzhausen waren anwesend. Ebenso der Organisator des europäischen Keramikmarktes, Markus Ströher, der bereits zum 28. Mal diese Veranstaltung organisiert. Neben einigen Pressevertretern waren auch Vertreter der Firmen und Banken erschienen, die seit Jahren den Keramikmarkt finanziell unterstützen.
Volles Programm an zwei Tagen
Michael Theisen erläuterte zunächst die Bedeutung, die der Keramikmarkt für die Stadt Höhr-Grenzhausen, aber auch für die Verbandsgemeinde, und den gesamten Westerwald hat. An den zwei Tagen ist Höhr-Grenzhausen sozusagen der Nabel der Keramikwelt Deutschlands, wenn nicht sogar ganz Europas. Er unterstrich auch die Wichtigkeit des Marktes als wirtschaftlichen Faktor für die Region. Markus Stöher schloss sich den Worten des Bürgermeisters an und ging sodann ausführlich ins Detail. Auf einer rund 500 m langen Marktzone wird alles präsentiert, was die Vielfalt der Keramik ausmacht. Insgesamt sind 150 Aussteller zugelassen, die in einem Auswahlverfahren durch eine Jury festgelegt wurden. Es lagen weit über 200 Anmeldungen aus dem In- und Ausland vor. Nach dem Motto „Weniger ist meistens mehr“ hatte man sich schon vor Jahren entschlossen, die Teilnehmerzahl auf 150 zu begrenzen, weil ansonsten eine zu große Enge entstehen könnte, wie etwa 1994, als 203 Aussteller zugelassen wurden. Seit 1995 wird seitdem die Zahl der Aussteller rigoros auf 150 beschränkt, damit ist man auch gut gefahren. Soweit wie möglich, werden die Keramikschaffenden aus dem Westerwald bevorzugt berücksichtigt. Der europäische Touch ergibt sich aus dem Umstand, dass Aussteller aus Polen, Großbritannien, Spanien, Frankreich, Österreich, Ungarn und aus dem gesamten Benelux – Gebiet in Höhr-Grenzhausen ihre keramischen Produkte vorstellen wollen. Auf dem Markt ist alles zu finden, was das Herz eines Keramikliebhabers höherschlagen lässt: Keramikschmuck, Gebrauch- und Zierkeramik, echt salzglasiertes Steinzeug und viele weitere Produkte aus Keramik.
Es werden rund 30.000 Besucher erwartet
An beiden Tagen werden etwa 30.000 Besucher erwartet, die auch aus dem benachbarten Ausland nach Höhr-Grenzhausen kommen werden. Sicherlich werden die Besucher auch Geld ausgeben, was natürlich für die Stadt und die Aussteller kein Nachteil sein sollte. Eine Änderung gegenüber den Vorjahren gab Markus Stöher bekannt: In den Jahren zuvor wurde jeweils ein Gastland auserkoren, seine Produkte vorzustellen. Davon weicht man 2019 ab, denn stattdessen findet auf dem Laigueglia-Platz eine Präsentation von Großgefäßen und Plastiken statt. In der Marktzone werden „Bärenspiel“ am Samstag ab 20 Uhr beim „Naspa –Open –Air“ ein Konzert geben. Die Band kann wie folgt beschrieben werden: Poetisch – transparent – direkt und natürlich. Und doch so ungeniert daneben. Menschlichkeit und die Freude am Leben ziehen sich wie ein roter Faden durch die Lieder. Das Jugend- und Kulturzentrum „Zweite Heimat“ veranstaltet ein buntes Programm für Kinder und Jugendliche, unter anderem das mobile Internetprojekt „web to go.“
Im und am Keramik-Museum werden viele Attraktionen angeboten, so kann sich jeder Besucher zum Beispiel kreativ eine eigene Tasse herstellen oder an der „Zauberdrehscheibe“ mit vier Händen töpfern - und für die Kinder gibt es eine Museums-Rallye. In der Marktzone wird am Samstag Live-Musik von dem Frauenensemble „fräulein schwing“ geboten, die ihre Auftritte unter dem passenden Motto „Der Ton macht die Keramik – Der Ton macht die Musik“ gestellt haben. Die Damen werden ihre Songs a-capella vortragen, man darf gespannt sein.
Die 1. Offenen Deutschen Töpfermeisterschaften
Die „1. Offenen Deutschen Töpfermeisterschaften“ werden zweifelsfrei der Höhepunkt des Keramikmarktes sein. Bis zu 18 Teilnehmer werden in verschiedenen Disziplinen um Preisgelder von 1.500 Euro für die drei Erstplatzierten „getöpfert“. Die Veranstalter sehen noch einigen Anmeldungen entgegen, da noch einige Töpfer zur Vervollständigung des Teilnehmerfeldes fehlen. Als Moderator der Meisterschaften konnte Roland Giefer, der ehemalige Innungsmeister für das Töpferhandwerk, gewonnen werden.
Bürgermeister Michael Theisen gab noch bekannt, dass über 2.000 kostenfreie Parkplätze in Höhr-Grenzhausen zur Verfügung stehen. Die FFW Hilgert wird die Einweisung an den Parkplätzen vornehmen, zudem eine Nachtwache auf dem Marktgelände durchführen.
Der Europäische Keramikmarkt findet am Samstag, 25. Mai, von 10 Uhr bis 18 Uhr, und am Sonntag, 26. Mai, von 11 bis 18 Uhr statt.
