Allgemeine Berichte | 11.07.2024

„Hoffnung“: Garten des Hauses der Stille ist für alle offen

100 Menschen feiern mit innovativem Kunstwerk 30. Geburtstag des Fördervereins

Pfarrerin Irene Hildenhagen, Leiterin des Hauses der Stille, leitet eine meditative Körperübung an, um mit dem offenen Kreuz vertraut zu werden. Foto: Dorothea Müth-Abu Dhis

Rengsdorf. Es hat fünf Schenkel und zeigt dennoch ein Kreuz: Mit der Aufstellung dieses Kunstwerks hat der Freundes- und Förderkreis des Hauses der Stille e.V. seinen 30. Geburtstag gefeiert und damit das von der Evangelischen Kirche im Rheinland unterhaltene Meditationszentrum in Rengsdorf bereichert: Das aus karbonisiertem Holz gestaltete, schwarze Kreuz trägt den Titel „Hoffnung“. Im großen Garten des Hauses der Stille, frei zugänglich, ist mit dem Kreuz ein weiterer spiritueller Verweil-Platz entstanden.

Der Freundes- und Förderkreis (FFK) unterstützt das Haus der Stille als Ort des Rückzugs aus einem hektischen und lauten Alltag, der allen Interessierten offen steht: mit Ausstattung wie Möbeln und Kunst, die die Qualität des Zentrums steigern, mit Investitionen in die Kommunikation und, indem er mit 40 Prozent die Kursbeiträge für Menschen bezuschusst, die sich eine Teilnahme sonst nicht leisten könnten.

Zu dem Geburtstagsfest waren fast 100 Menschen gekommen. Über diesen vielzähligen Ausdruck der Verbundenheit ist Vorsitzende Dagmar Auberg besonders beglückt. Nach einer Andacht im Garten überbrachte Kirchenrat Eckart Schwab die Gratulation von Präses Dr. Thorsten Latzel: „Es ist wichtig, dass es Orte gibt, die uns an die heilsame Kraft der Stille erinnern und an denen wir das Hören auf Gott einüben können. Vielen Dank, dass Sie diesen Ort für andere bewahren und die Menschen hier so herzlich empfangen und begleiten.“ Sich über spirituelle Lebenswege auszutauschen und Gemeinschaft zu teilen liegt den FFK-Mitgliedern am Herzen: So war der Nachmittag erfüllt von gemeinsamem Singen, am Piano begleitet von Maria Petker, Gesprächen bei sommerlichen Köstlichkeiten und - als Höhepunkt - von Bühnen-Interviews mit vier Personen, die dem FFK vor Kurzem, vor Langem und als Paar beigetreten sind. Ob neue Berufswahl oder anderer Lebensstil: Sie erzählten auf berührende Art, wie die Stille im Haus der Stille ihr Leben so verändert hat, dass sie diese auch anderen Menschen ermöglichen möchten. Insgesamt zählt der von 21 Personen gegründete Verein inzwischen 380 auf ganz Deutschland verteilte Mitglieder. Sie unterstützen das Haus der Stille jedes Jahr mit mehreren Zehntausend Euro.

Das Holzkreuz mit der innovativen Grundform hat der Chiemgauer Bildhauer Franz Xaver Angerer geschaffen. Es ist nach oben, zum Himmel hin, offen – so hatte es der Künstler in dem Baum gesehen, dessen Stamm sich nach oben hin in teilte. Mit dieser Öffnung ist das christliche Kern-Symbol neu interpretiert. Denn meist zeigt das Kreuz den daran genagelten, sterbenden Mann Jesus von Nazareth. Pfarrerin Irene Hildenhagen, Leiterin des Hauses der Stille, enthüllte es zusammen mit Dagmar Auberg und leitete dann für alle Gäste eine meditative Körperübung an, um mit dem offenen Kreuz vertraut zu werden. Angerer ist seit mehr als 40 Jahren für seine raumgreifenden Skulpturen bekannt, die markante Punkte in der Landschaft setzen; so hat er in Bayern auch öffentliche Aufträge realisiert. Mehr Info und Kursprogramm: www.haus-der-stille.ekir.de

Pressemitteilung

Haus der Stille

Pfarrerin Irene Hildenhagen, Leiterin des Hauses der Stille, leitet eine meditative Körperübung an, um mit dem offenen Kreuz vertraut zu werden. Foto: Dorothea Müth-Abu Dhis

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