Bürgermeister Stefan Raetz übergab die Ehrengabe an fünf Bürger
Hohe Auszeichnungen an verdiente Ehrenamtler verliehen
Rheinbach. Hohe Auszeichnungen der Stadt Rheinbach für ihr langjähriges Engagement um Sport und Kultur, Naturerziehung und Hospizarbeit nahmen fünf verdiente Bürger der Glasmetropole aus den Händen von Bürgermeister Stefan Raetz entgegen. Mit der Ehrengabe der Stadt Rheinbach, einer Glasstele mit dem Wappen der Stadt, wurden Peter Baus, Elsbeth Bois, Elke Gburek, Klaus W. Hofmann und Kurt Surges anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes geehrt.
Ihr Einsatz sei keineswegs selbstverständlich oder normal, sagte Raetz in der Feierstunde im Himmeroder Hof. Die Hingabe werde als das gewürdigt, was sie ist: in vielen Fällen schlicht und einfach unersetzlich.
Peter Baus, Stabshauptmann a.D. bei der Bundeswehr, hat sich der Aufarbeitung der Militärgeschichte verschrieben und aufwendig vorbereitete Informationsfahrten zu den Schlachtfeldern der Weltkriege organisiert. „Es ist Ihnen gelungen, die damit verbundene Mahnung auch an die Jugend weiterzugeben“, lobte der Bürgermeister. Baus gehörte auch zu den Organisatoren des Projekts „Les Adieux“, der Aufstellung einer Skulptur auf dem deutschen Soldatenfriedhof im Fort Douaumont, und eines Festakts in Verdun, der auch in Frankreich große Aufmerksamkeit erfahren hat. Dieses Projekt habe dazu beigetragen, dass Rheinbach fortan im Rahmen der Bemühungen um die deutsch-französische Freundschaft einen besonderen und nachhaltigen Platz einnehmen werde.
Mit Elsbeth Bois würdige die Stadt die Initiatorin der Familienarbeit im Rheinbacher Eifel- und Heimatverein. Seit vielen Jahren wird dort den Kindern die Natur näher gebracht und deren Interesse für die Natur geweckt. Angefangen hatte alles mit 30 Kindern bei der „Waldwoche“, inzwischen hat sich diese so sehr etabliert, dass ständig rund 70 bis 80 Kinder teilnehmen. Raetz: „Sie haben ihre ehrenamtliche Tätigkeit hervorragend, mit einem hohen Maß an Kreativität, stets still und ohne großes Aufsehen, aber mit enormem zeitlichem Einsatz ausgeführt“. Zu dem jährlichen Kinder- und Familienprogramm gehörten in diesem Jahr beispielsweise eine „Nacht voller Geschichten“, ein „Erlebniswochenende“ in der Jugendherberge in Altenahr, eine „Nistkästen-Säuberungsaktion“, eine „Herbstwanderung“ sowie „Advents- und Weihnachtsbasteleien“ im Eifelhaus.
Das Vereinsleben in Wormersdorf aktiv mitgestaltet hat Elke Gburek- zunächst als Übungsleiterin im Turn- und Sportverein, dann als Vorstandsmitglied und dabei für acht Jahre auch als Vorsitzende.
1998 übernahm sie den Vorsitz des Ortsausschusses und leitete ihn 14 Jahre lang. Im August 2007 organisierte Gburek gemeinsam mit den „Tomburg-Rittern“ und einem Festkomitee eine unvergessliche 1.175-Jahr-Feier in Wormersdorf. „Ich erinnere mich noch gut an den triumphalen Festzug“, sagte Stefan Raetz. Sie habe keine Scheu gezeigt, sich auch als „Zugezogene“ sofort im Dorf- und Vereinsleben einzubringen und auch Verantwortung zu übernehmen. „Sie sind damit Vorbild für viele“, lobte der Bürgermeister. Klaus W. Hoffmann, der inzwischen bei Stuttgart lebt, hat in Rheinbach etlichen Bürgern die Stadtgeschichte näher gebracht. Seit 2008 führte er bei den Nachtwächter-Touren als „Niklas Aulick“ durch den Stadtkern und gab amüsante, kuriose und auch traurige Geschichten aus der Zeit vor 200 Jahren zum Besten. Hofmann war zudem Gründungsmitglied des Berufsförderungsprojekts „Neue Pfade für Jugendliche“ und aktiv im TV Rheinbach.
Große Verdienste um die Hospizgruppe Meckenheim-Rheinbach-Swisttal hat sich der fünfte Geehrte, Kurt Surges, erworben. Es stecke so viel in dem Wort Hospizarbeit, sagte der Bürgermeister: „Sprechen, Zuhören, die Unterstützung von Angehörigen“.
Hinzu kommen Veranstaltungen zum Thema „Leben, Tod und Sterben“ und die Ausbildung Ehrenamtlicher in der Sterbebegleitung. „Ich habe höchste Achtung vor Ihrer Leistung und der Leistung des gesamten Hospiz-Teams für diese Begleitung von Menschen in schweren Zeiten“.
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