Ortsfestausschuss Berkum führt die Tradition fort
Holpriger Auftakt mündete in gut besuchter Kirmes
Das Kölsch floss beim Fassanstich erst nach mehr als zehn Schlägen – Nach dem Pokalspiel kamen die Besucher
Berkum. So richtig wollte das Kölsch einfach nicht fließen, als Bürgermeisterin Renate Offergeld die Berkumer Kirmes mit dem Fassanstich eröffnen wollte, und etwas zäh begann auch die Veranstaltung selbst. Die fünf zaghaften Schläge der Gemeindechefin brachten den Zapfhahn nicht tief genug hinein, sodass Elmar Kallfelz vom Ortsfestausschuss noch einige Male „nachschlagen“ musste, bis der Gerstensaft endlich in die Gläser schäumte. Edmund Weik, Vorsitzender des Ortsfestausschusses, kommentierte süffisant: „Mit mehr als zehn Schlägen ist die Kirmes offiziell eröffnet!“
Die war diesmal nach Jahren wieder einmal auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus aufgebaut, weil am „Bollwerk“ derzeit die Bagger das Sagen haben. Angesichts der Tatsache, dass zeitgleich zwei Großereignisse in Berkum die Besuchermassen anzogen, hatten die Organisatoren schon befürchtet, die Kirmes würde ganz ins Wasser fallen.
Doch das Gegenteil war der Fall: Gerade nach dem Pokalspiel des SV Wachtberg gegen Fortuna Köln füllte sich das Festzelt vor allem mit jungen Gästen, die die besten Spielzüge noch einmal bei einem Kölsch und einer Bratwurst Revue passieren ließen. Mittlerweile hatte der Kegelclub Grün-Rot Berkum auch den strammen Zachaies mittels eines Zauberspruchs von Edmund Weik erweckt, bevor Fähnrich Jan Matthias Engels die Tradition des Fähndelschwenken fortführte, von den Berkumer Dorfmusikanten unter der Leitung von Peter Lex musikalisch begleitet.
Reichhaltiges Kuchenbuffet, damit der Heilige Martin Wecken verteilen kann
Der Kirmessonntag begann der Tradition entsprechend mit einer Heiligen Messe in der katholischen Kirche St. Maria Rosenkranzkönigin mit anschließender Kranzniederlegung auf dem Berkumer Friedhof. Danach ging das fröhliche Treiben auf dem Kirmesplatz weiter, wo die BerkumerMöhnen am Nachmittag ein reichhaltiges Kuchenbüffet aufgebaut hatten. Mit dem Erlös unterstützen die jecken Weiber wieder die Finanzierung der kostenlosen Wecken für die Kinder an Sankt Martin, so Obermöhn Karin Herrmann. Dafür soll auch der Erlös der Kirmes insgesamt eingesetzt werden, bestätigte Weick.
Überschaubar war die Teilnehmerzahl beim erstmals ausgetragenen Schürreskarrenrennen für Kinder und Jugendliche mit dem kleinen Holzgefährt, das Alois Hochgürtel und Elmar Kallfelz bereitgestellt hatten. Die Nase vorn hatten am Ende Tobias Schmickler und Kai Zimmermann in einer Zeit von 1:26 Minuten. Bei den Erwachsenen holte sich das Team des Kegelklubs Grün-Rot mit Daniel Kremer und Ralf Lehmacher den Wanderpokal. Währenddessen spielten die Berkumer Dorfmusikanten ein kleines Platzkonzert, bevor der Zachaies nach einer launig vorgetragenen Anklage zum Tod durch das Feuer verurteilt wurde.
JOST
Foto: Volker Jost
Foto: Volker Jost
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