Allgemeine Berichte | 24.07.2017

Projekt „Sag JA zur Biene!“

Honigwabe: Schatzkammer im Bienenvolk

Kinder der Kita St. Medard sind weiterhin aktiv für den Schutz der Honigbiene

Klebrig ist die leckere süße Masse, die die Bienen produziert haben. Privat

Bendorf. „Sag JA zur Biene!“, das Motto der natur-engagierten Kitakinder St. Medard in Bendorf wird zunehmend wahrgenommen und immer gerne mit Rat und Tat unterstützt. Eine Bendorfer Imkerfamilie hat den jungen Bienenrettern vor ein paar Tagen eine gefüllte Bienenwabe geschenkt. Die Kinder waren sich schnell einig in ihren Fragen: „Dürfen wir das Holzteil mit dem richtigen Honig ganz aus der Nähe anschauen? Darf ich auch mal probieren? Kann man die ganz kleinen Bieneneierhütten auch essen? War auf diesem Holzteil auch die Bienenkönigin? Sind noch Eier zu sehen? Was machen wir mit dem weichen süßen Honig? Darf ich mal anfassen?“. Die Honigwabe mit dem Wabenhonig stößt auf Interesse bei Groß und Klein.

Fotos vom Imkerbesuch des Vorjahres werden hervorgeholt und genauer betrachtet. „Hier sieht man, wo die Bienenwabe vorher steckte“, gibt der sechsjährige Marc bekannt, als er seine Fotogalerie durchschaut. „Seht mal, hier auf dem Foto ist ein Bienenkasten mit ganz vielen Waben zu sehen.“ Die Kinder untersuchen mit ihren Fingern, wie weich sich die Wabe anfühlt, wie der süße, klebrige Dicksaft schmeckt und ernten danach mit Löffel und Schabern „ihren“ Hand-made-Honig in ein Original-Imkerglas.

Nadja, deren Großvater sich früher auch mit Bienen beschäftigte, erzählt, als sie in der fließenden Honigmasse feste Wabenwachsteile findet: „Mein Opa nimmt die Wachsteile gerne in den Mund und kaut wie auf einem Bonbon darauf herum. Das findet er ganz lecker. Ich mag lieber den weichen Honig auf meinem Brötchen.“ Max schaut in das bis zum Rand gefüllte Honigglas: „Wir haben jetzt richtigen Nektar-Honig-Wachs-Brei gemacht. Wie ein Imker.“ Später erfahren die wissbegierigen Honigmacher von ihrer Erzieherin, dass Wabenhonig die natürlichste Form des Honigs ist. Er ist unverändert, nämlich so, wie ihn die Bienen in die Wabe hereingetragen haben. Damit ist es gleichzeitig die ursprünglichste Art, Honig zu genießen.

Der fünfjährige Jan weiß zu berichten, dass seine Nachbarn Honig verkaufen. Manchmal geht er einfach rüber, wenn er weiß, dass Honig in die Gläser gefüllt wird: „Da steht in der Küche eine große Honigschleuder-Maschine mit einem Drehgriff. Herr Winter stellt die Waben da rein und dann geht es los mit dem Drehen, bis unten der Honig durch ein Sieb läuft. Ich darf dann immer schlecken.“

Von Imkern wird die heutige Wabenform, die aus einem Rähmchen und der eigentlichen Bienenwabe aus Bienenwachs besteht, sehr geschätzt. Mit der Erfindung dieser modernen Bienenwabe war es erstmals möglich, die Bienenwaben zu versetzen. Mit ihnen trat die Bienenforschung in eine neue Ära. Erstmals konnte man die Bienen bei ihrer Arbeit beobachten. Es führte zur Entdeckung des Bienentanzes und brachte Einblicke in das Zusammenspiel zwischen Bienenkönigin, Arbeitsbienen und Drohnen.

Wer Lust, Zeit und Ideen hat, das Projekt zu unterstützen, ist herzlich eingeladen in der Kath. Kita St. Medard in der Bahnhofstraße 28 in Bendorf vorbeizuschauen oder kann sich auch per E-Mail unter bienenprojekt-bendorf@web.de oder unter Tel. (0 26 22) 39 11 melden.

Der Wabenhonig wird in Gäser gelöffelt.

Der Wabenhonig wird in Gäser gelöffelt.

Eine Bienenwabe in Nahaufnahme.

Eine Bienenwabe in Nahaufnahme.

Klebrig ist die leckere süße Masse, die die Bienen produziert haben. Fotos: Privat

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