Allgemeine Berichte | 03.06.2014

Schützenbruderschaft Oberdrees feierte ihr Schützenfest

Horst Wassong wurde mit dem 164. Schuss neuer Schützenkönig

Erstmals seit 1858 schoss auch eine Frau beim Königsschießen mit

Die neuen Majestäten (v.l.): Brudermeister Manfred von Goscinski, Beate Kaczun, Schießmeister Peter Kaczun, Königspaar Marita und Horst Wassong, Liesel Irene Tuschen, Dorfkönig Christian Adelt, Schülerprinz Markus Kramp, Jungschützenprinz Martin Kaspers, Hilde Hartung (Dorfkönigin des Vorjahres) und Magdalena von Goscinski (Liesel des Vorjahres). JOST

Oberdrees. Horst Wassong ist der neue Schützenkönig der St. Hubertus Schützenbruderschaft Oberdrees. Er setzte sich am Schützenfest-Montag zu später Stunde mit dem 164. Schuss gegen seine Mitbewerber durch. Wassong löst damit den bislang amtierenden Schützenkönig Peter Kaczun ab, der am Schützenfest-Samstag noch seinen Königsball im Festzelt am Schützenhaus gefeiert hatte. Mit dem neuen Schützenkönig freut sich auch seine Frau Marita. Erstmals seit der Gründung der Bruderschaft im Jahre 1858 hatte diesmal auch eine Frau am Königsschießen teilgenommen, doch Magdalena von Goscinski, Ehefrau des Brudermeisters Manfred von Goszinski und amtierende Schützenliesel, konnte den entscheidenden Treffer diesmal noch nicht setzen.

Auch die anderen Majestäten wurden unter Leitung von Schießmeisters Peter Kaczun und seinem Stellvertreter Ralf Zavelberg ermittelt. Irene Tuschen wurde mit dem 221. Schuss neue Schützenliesel, Jungschützenprinz wurde Martin Kaspers mit dem 93. Schuss, Schülerprinz wurde Markus Kramp mit dem 91. Schuss und neue Prinzessin an der Dartscheibe wurde Paula Taufenbach, die Enkelin des neuen Schützenkönigs. Den Titel „König der Könige“ sicherte sich Hubert Marquardt, während sich Christian Adelt nun „Dreeser Dorfkönig“ nennen darf. Alle Holzvögel waren von Herbert Rinkowski gebaut worden.

Schon am Samstag begann das Schützenfest der rund 200 Mitglieder starken Bruderschaft mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Ägidius, die von Präses Pater Damian Hungs zelebriert wurde. Anschließend gedachte man der Gefallenen am Kriegerdenkmal. Vorstandsmitglied Peter Eschweiler eröffnete seine Ansprache mit der Feststellung „Ich bin ein Friedenskind“ und wies darauf hin, dass seit mittlerweile 70 Jahren Frieden in Deutschland herrsche. Der Königsball am Abend war sehr gut besucht, das Trio „NonStopDancing““ sorgte für die richtigen Tanzrhythmen. An diesem Abend wurde Brudermeister Manfred von Goszinski mit dem Hohen Bruderschaftsorden durch Bezirksbundesmeister Hans-Peter Metternich ausgezeichnet. Aus dem Vorstand verabschiedet wurden der langjährige Kassierer Heinz Georg Zavelberg und der stellvertretende Fahnenoffizier Winfried Heimes.

Der Sonntag begann traditionsgemäß mit einem Frühschoppen im Gasthaus „Onkel Tom“, nachmittags schloss sich ein stattlicher Festzug unter Beteiligung von zehn befreundeten Schützenbruderschaften durch die Gemeinde an, bei dem nicht weniger als vier Züge für die musikalische Begleitung sorgten. Die Majestäten wurden derweil in der von zwei Pferden gezogenen Kutsche von Willi Hohn durch den Ort kutschiert. Fantastisch wurde die Stimmung am Nachmittag, als die Fußballer der TuRa Oberdrees mit einem Karnevals-Piratenschiff das Schützenhaus enterten, um mit Musik und unbändigen Jubel die Meisterschaft in der Kreisliga A samt Aufstieg in die Bezirksliga mit den Schützenbrüdern gebührend zu feiern. Für den Nachmittag hatten die Schützendamen etwa 40 leckere Torten selbst gebackenen, und am Abend wurden die Gewinner der umfangreichen Tombola mit wertvollen Preisen bekannt gegeben.

Die Heilige Messe an Montagmorgen wurde erstmals im Festzelt abgehalten, wie schon in den vergangenen Jahren vom gebürtigen Oberdreeser Ulrich Olzem, der zwar seit vielen Jahren Pfarrer im Westerwald ist, nach wie vor aber Mitglied der Oberdreeser Schützenbruderschaften bleibt und es sich nicht nehmen lässt, jedes Jahr in seinem Heimatort das Schützenfest mitzugestalten. Gleich nach dem Gottesdienst unterstützte er seine Schützenkameraden als freiwilliger Helfer im Getränkepavillon. Nachdem am Abend die neuen Majestäten ermittelt waren, schloss sich ein Krönungsball im Festzelt mit Alleinunterhalter Alexander Pott an. Zuvor wurde der scheidende Schützenkönig Peter Kaczun mit der Schubkarre aus dem Zelt gefahren, zum Lied von Trude Herr „Niemals geht man so ganz“, kurz darauf rollte der Schubkarren mit einem neuen Passagier zurück in das Festzelt: Mit dem neuen Schützenkönig Horst Wassong.

Die neuen Majestäten (v.l.): Brudermeister Manfred von Goscinski, Beate Kaczun, Schießmeister Peter Kaczun, Königspaar Marita und Horst Wassong, Liesel Irene Tuschen, Dorfkönig Christian Adelt, Schülerprinz Markus Kramp, Jungschützenprinz Martin Kaspers, Hilde Hartung (Dorfkönigin des Vorjahres) und Magdalena von Goscinski (Liesel des Vorjahres). Foto: JOST

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