Allgemeine Berichte | 14.04.2016

Ehrenamtliche Arbeit des Fördervereins Hospizbewegung Andernach-Pellenz

"Hospiz macht Schule - Das Leben hat alle Farben"

Projekt an der Martinschule Grundschule Andernach durchgeführt

Die Klasse 4a hatte sich eine Woche lang intensiv mit dem Thema befasst.  privat

Andernach. „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.“ Mit diesen Worten beschloss der 2. Vorsitzende des Fördervereins Hospizbewegung Andernach-Pellenz, Pfarrer Cordes, seine Rede zur Projektpräsentation „Hospiz macht Schule“ an der Martinschule Grundschule Andernach. Dieser Satz fand volle Zustimmung bei den zahlreich erschienenen Eltern, die gespannt darauf warteten, dass ihre Kinder die gemeinsame Arbeit mit den ehrenamtlich tätigen Hospizhelferinnen Hannelore Bermel, Christa Berger, Heidrun Lappe, Dorothee Schünemann-Diederichs, Gabriele Theisen und Babette Thomsen vorstellen.

Eine Woche lang hatte sich die Klasse 4a intensiv mit dem Thema Abschiednehmen - Verlust, Tod und Trauer - auseinandergesetzt. Jeder Tag stand unter einem besonderen Schwerpunkt. Handlungsorientiert und in vielen Gesprächen innerhalb ihrer Kleingruppe konnten die Schülerinnen und Schüler ihre individuellen Erfahrungen, ihre Fragen, aber auch ihre Ängste in diesem geschützten Raum einbringen. Sensibel griffen die Hospizdamen, die eine spezielle und intensive Schulung für diese Aufgabe erhalten hatten, alle Äußerungen klärend auf. Auf diese Weise erfuhren die Kinder eine Wertschätzung ihrer Gefühle und ihrer Persönlichkeit sowie ein Ernstnehmen ihres Weltbildes. Die Kinderärztin Frau Dr. Pudelko-Groh ließ es sich nicht nehmen, das Projekt mit ihrem Fachwissen zu unterstützen. Die Klasse hatte viele Fragen zum Thema Krankheit gesammelt, die nun fachgerecht und kindorientiert beantwortete wurden.

Wer nun als Leser vorschnell glaubt, dass in dieser Woche aufgrund des Themas Lachen und Freude verbannt waren, irrt sich. Leben und Sterben sind untrennbar miteinander verbunden. Der Tod gehört zum Leben dazu, wird aber leider zu oft ausgegrenzt und tabuisiert.

Aufgaben wurden mit großer Ernsthaftigkeit umgesetzt

„Gib deinen Gefühlen Zeit und Raum“ lautete die Aufforderung für eine Aufgabe. Mit Fingerfarben gestalteten die Kinder „Gefühlbilder“. Jede Farbe hatte für die Schülerinnen und Schüler ihren individuellen Stellenwert auf der „Gefühlspalette“ für Mut, Glück, Lebenslust, aber auch für Trauer, Alleinsein und Wut. Leben in seiner Bandbreite erfahrbar machen und erfahren war eine Zieldimension, die erfolgreich umgesetzt wurde. Mit großer Ernsthaftigkeit schrieben die Kinder am letzten Tag Trost- und Dankesbriefe an einen geliebten Menschen.

Von Seiten der anwesenden Eltern kamen nur positive Rückmeldungen. Besonders hervorgehoben wurde, dass es innerhalb der Familie zu intensiven, tiefgehenden Gesprächen kam. Die Rektorin Frau Calovini und die Klassenlehrerin Frau Bengel hatten sich, in pädagogischer Verantwortung ihren Schülerinnen und Schülern gegenüber, dieser wichtigen und bedeutsamen gesellschaftlichen Aufgaben geöffnet und diese uneingeschränkt unterstützt.

Der Förderverein Hospizbewegung Andernach-Pellenz übernahm einmal mehr die Kosten für die gesamten Materialien wie auch im Vorfeld für die Ausbildung der Hospizhelferinnen. Einen besonderen Dank an die Kinder für ihre Offenheit, ihr behutsames Miteinander und ihre Ernsthaftigkeit.

Jeder Tag stand unter einem besonderen Schwerpunkt.

Jeder Tag stand unter einem besonderen Schwerpunkt.

Mit Fingerfarben gestalteten die Kinder „Gefühlbilder“.

Mit Fingerfarben gestalteten die Kinder „Gefühlbilder“.

Die Klasse 4a hatte sich eine Woche lang intensiv mit dem Thema befasst. Fotos: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Rund um´s Haus
Holz Loth-Entsorgung
AZ_Gelenk 2026
Zukunft trifft Tradition KW 18
Titelanzeige
Innovatives rund um Andernach
Jubiläum
Titel
Anzeige neuer Mitarbeiter Jürgen Paaß
Empfohlene Artikel
Meckenheim geht beim Fußverkehrs-Check mit, von links: Christoph Overs, Leiter der Geschäftsstelle und der Koordinierungsstelle Zukunftsnetz Mobilität NRW Rheinland, die städtische Mobilitätsmanagerin Liena Humke, Umweltplanerin und Mobilitätsmanagerin Nele Allerchen, Bürgermeister Sven Schnieber und der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW Oliver Krischer. Foto: go.Rheinland GmbH / Smilla Dankert
67

Meckenheim. Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt. Deshalb soll das Gehen in Meckenheim nun mehr Aufmerksamkeit bekommen: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fußverkehrs-Check“ wurde Meckenheim vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als teilnehmende Stadt ausgewählt.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Kaikoro – Adobe Stock
496

Boppard/Emmelshausen. Auf der A61 zwischen Emmelshausen und Boppard befinden sich zwei Hunde auf der Fahrbahn. Dies meldet der ADAC. Verkehrsteilnehmende in beiden Fahrtrichtungen sollten also vorsichtig fahren. BA

Weiterlesen

Rund ums Haus
Essen auf Rädern
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Tag der offenen Tür FFW Königsfeld
10 Jahre NoWi Bau
Azubispots Bad Neuenahr 2026
10 Jahre NOWI
Zukunft trifft Tradition KW 18
Biergarteneröffnung
Betriebsferien Mai 2026
10 Jahre Nowi
125 jähriges Jubiläum Moses - Aktionsanzeige
Image
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Nachruf Karl-Heinz Knops
Stellenanzeige Bauingenieur Trinkwasserversorgung/Abwasserbeseitigung
Imageanzeige Löhr Meckenheim