Allgemeine Berichte | 30.01.2026

„Hospiz ist Vielfalt – Hospiz bedeutet auch Heimat für alle“

Hospizarbeit im Kreis Neuwied feiert das Ehrenamt

Beim Neujahrsempfang ist es gute Tradition, verdiente Ehrenamtliche zu würdigen. Manuela Götz, Bruno Hillen, Marlies Hillen, Bernhard Pfeiffer, Anita Ludwig und Hans-Peter Knossalla (von links) bei der Ehrung.  Foto:Beate Christ

Neuwied. Unter dem Motto „Hospiz ist Vielfalt – Hospiz bedeutet auch Heimat für alle“ luden der Neuwieder Hospizverein, das Ambulante Hospiz und das Rhein-Wied-Hospiz zum Neujahrsempfang ein. „Dieses Motto berührt emotional, ist offen für Vielfalt und zeigt eine klare Haltung gegen Ausgrenzung. Es macht die Hospizidee zu einer Haltung, die Zugehörigkeit, Würde und Mitmenschlichkeit unabhängig von Herkunft oder Glauben lebt“, betonte Hans-Peter Knossalla, Vorsitzender des Neuwieder Hospizvereins, in seiner Begrüßung.

Im Kreis Neuwied wird diese Haltung durch bürgerschaftliches Engagement täglich gelebt. Beim Neujahrsempfang stand daher vor allem eines im Mittelpunkt: Dank an die Ehrenamtlichen, deren Arbeit oft im Verborgenen geschieht, aber enorm bewegt – sei es bei der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen, in der Trauerarbeit oder beim Sammeln von Spenden.

Besonders deutlich wurde die Vielfalt des Engagements bei der Ehrung dreier Ehrenamtlicher:

Bernhard Pfeiffer wurde für seinen zehnjährigen Einsatz als Hospizbegleiter gewürdigt. Marlies und Bruno Hillen engagieren sich seit 2023 kreativ: Mit bemalten Kieselsteinen sammelten sie bereits rund 10.000 Euro für die Hospiz- und Trauerarbeit.

Anita Ludwig, Leiterin des Ambulanten Hospizes, berichtete, dass rund 100 Ehrenamtliche im Jahr 2025 mehr als 5.000 Stunden Zeit geschenkt haben. Im Rhein-Wied-Hospiz waren es 1.200 Stunden, die 18 Ehrenamtliche leisteten. „Ohne dieses Engagement wäre vieles nicht möglich“, betonte Manuela Götz, Leiterin des Rhein-Wied-Hospizes. Auch in der Trauerbegleitung des Neuwieder Hospizvereins trugen die Ehrenamtlichen entscheidend dazu bei, das Angebot für Trauernde deutlich auszuweiten, so Beate Christ, Koordinatorin für Trauerbegleitung. Als Beispiel nannte sie die neu gegründeten Gruppen für Eltern von Sternenkindern und trauernden jungen Erwachsenen.

Der Rückblick auf das vergangene Jahr zeigte deutlich: Hospizarbeit im Kreis Neuwied ist vielseitig, wertvoll und unverzichtbar. Ralf Seemann, Beigeordneter der Stadt Neuwied, lobte das starke Netzwerk aus Menschen, die Verantwortung übernehmen, zuhören, begleiten – hauptamtlich und ehrenamtlich: „Hospizarbeit ist nicht laut, aber sie wirkt tief. Sie gibt Halt, wenn vieles ins Wanken gerät, schenkt Zeit und Nähe.“

Auch Andrea Tokarski, Gebietsleiterin der Marienhaus Hospiz, betonte die Bedeutung des Netzwerks: „Lassen Sie uns das neue Jahr nutzen, unsere Verbundenheit zu stärken, miteinander ins Gespräch zu kommen, einander Kraft zu geben und weiterhin in hospizlicher Bewegung zu bleiben.“

Übrigens: Mit Blick auf das neue Jahr kündigte der Hospizverein zwei Schwerpunkte an. Eine umfangreiche Fort- und Weiterbildung der Trauerbegleiterinnen, sowie den Umzug in neue Räume in den Sohler Weg im Sommer.

Im Ambulanten Hospiz will man unter anderem der steigenden Nachfrage an „Letzte Hilfe Kursen“ gerecht werden und in diesem Bereich mehr Angebote schaffen.

Musikalisch begleitet wurde der Abend von dem 12-jährigen Manuel Zelmer (Kreismusikschule Neuwied), der am Flügel für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgte.

Alle Aktiven zeigten sich dankbar für die Anerkennung ihrer Arbeit in der Bevölkerung. Denn die Hospiz- und Trauerarbeit lebt nicht nur vom Einsatz der Menschen, die Zeit, Herz und Engagement schenken, sondern ist in besonderem Maße auch auf Spenden angewiesen. Dies sei fest in der Gesellschaft verankert und gesetzlich vorgesehen.

Beim Neujahrsempfang ist es gute Tradition, verdiente Ehrenamtliche zu würdigen. Manuela Götz, Bruno Hillen, Marlies Hillen, Bernhard Pfeiffer, Anita Ludwig und Hans-Peter Knossalla (von links) bei der Ehrung. Foto:Beate Christ

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