Narren stürmten in Rheinbach die Kaserne und das Rathaus
Hunderte Narren waren unterwegs, um beim Sturm mitzuhelfen
Rheinbach. Das Wetter war gnädig mit den Narren am vergangenen Wochenende. Bereits am Freitag war der Kasernensturm angesagt. Bei sonnigem Wetter marschierten die Rheinbacher Kernstadtvereine mit den Tollitäten der Kernstadt und der Ortschaften zur Tomburg-Kaserne um diese im Sturm zu erobern. Hier hatten sich buntkostümierte Zaungäste wartend eingefunden, um das Spektakel mitzuerleben.
Dann war es soweit. Der Tross der Karnevalisten setzte sich in Bewegung in Richtung der Kaserne. An der Spitze, die Rheinbacher Stadtsoldaten mit ihrem Kommandanten und Vorsitzenden, Willi Hohn. Mit dabei die Gro-Rhei-Ka Narrenzunft-Prinzengarde mit ihrer Vorsitzenden Astrid Fassbender, NCR Blau Gold mit Kommandant HP Watti, Karnevalskomitee Blau-Weiß und die Rheinbach Fastelovendsjecke mit der Vorsitzenden Miron Lentges. Der Vorsitzende des Karnevalskomitees Blau-Weiß ist der diesjährige Kernstadt Prinz Seven I.
Veranstaltung vor der Kaserne
Nach einem kurzen Wortgefecht zwischen Willi Hohn und dem stellvertretenden Kommandant der Kaserne, Oberst Norbert Schmidt, gaben sich die Soldaten geschlagen und die Tollitäten konnten die Pappkartonwand einreißen. Eine Besonderheit war in diesem Jahr von der Kasernenkommandantur vorgegeben worden. Aus Sicherheitsgründen durften die Narren das Kasernengelände nicht betreten, sodass die weitere Veranstaltung vor das Kasernengelände verlegt wurde. Fürs leibliche Wohl hatten die Kameraden der Bundeswehr gesorgt und boten kühle Getränke und warme Speisen zu zivilen Preisen an. Der Rathaussturm am vergangenen Samstag hatte eine Überraschung für die Verteidiger des Rathauses parat.
Rathaus mit Traktorverstärkung gekapert
Die hatten sich frühzeitig auf dem Balkon des Rathauses verschanzt als die Rheinbacher Karnevalsvereine, voran die Stadtsoldaten mit ihrer Kanone, den Vorplatz von „Ludgers Palace“ erreichten. Zur Verstärkung der Verteidigung hatten sich der Landtagsabgeordnete Oliver Kraus (CDU), Ehrenbürger der Stadt Rheinbach, Stefan Raetz und die stellvertretende Landrätin und Ratsfrau Ute Krupp zu den Verteidigern geschlagen. Was aber nichts nützte, denn das Rathaus wurde nicht nur von unten gekapert. Mit einem Korb an eine Traktor ließen sich der Queckenberger Bauer Clemens I. und der Wormersdorfer Bauer Stefan I. mit den Bäuerinnen der Kindertollitäten Elisa I. und Elsa I. bis zum Balkon des Rathauses hochfahren. Nach der friedlichen Kapitulation wurde im „Aquarium“ des Rathauses weiter gefeiert.
Mit einem Korb an einem Traktor ließen sich der Queckenberger Bauer Clemens I. und der Wormersdorfer Bauer Stefan I. mit den Bäuerinnen der Kindertollitäten Elisa I. und Elsa I. bis zum Balkon des Rathauses hochfahren.
