Die lange Nacht des Möhnenclub Lieblich e.V. aus Dieblich
Hurra, wir leben noch!
Dieblich.Die erste Sitzung nach zwei Jahren Pause und die Dieblicher Möhnen stellten sich eine Menge Fragen: Können wir es noch? Bekommen Vorstand und Aktive ein Programm auf die Beine gestellt, das den Ansprüchen aus Vor-Coronazeiten gerecht wird? Ist es möglich, den Besuchern in karnevalistischem Wohlfühl-Ambiente einen Abend zu bieten, nach dem diese sagen können: Jawohl, es hat sich gelohnt?
Klare Antwort: Die Dieblicher Möhnen können! Und nicht nur die von Susi-Sorglos zur Verfügung gestellte Dekoration war der Grund dafür. Der Abend ließ alle Versagenssorgen vergessen, vorangegangene Unsicherheiten und Stress spielten am besagten Abend keine Rolle mehr, denn die Lila-Gelben rockten die Mosellandhalle vom von den „Andernacher No-Name-Gugge“ angeführten Einzug der Garden, des Elferrates und des Vorstandes an bis hin zum großen Finale aller Beteiligten gegen Mitternacht.
Prinzessin Theresa I. von der närrischen Hofburg und Prinz Markus I. vom närrischen Blitz gaben sich samt Gefolge die Ehre und wurden herzlich empfangen. Die Vereinsgarden glänzten mit wunderschönen Tänzen, egal, ob Tanzmäuse, Zuckerpüppchen oder Große Garde – am Ende waren nicht nur deren Trainerinnen Fenja Allard, Lena Bretz und Jenny Bittner stolz wie Oskar auf die tollen Leistungen, denen auch das Funkenduo Celine Kaffine und Fiona Gohr (trainiert von Matthias Kiesselbach) in nichts nachstand. Ein „Funkenmariechen“ der ganz anderen Art ließen Sabrina Kachel, Vanessa Wohlgemuth, Tina Rau-Schneider und Matthias Kiesselbach über die Bühne fetzen, zur großen Freude des Publikums.
Herrlich trockenen Humor bewiesen Noah Vogel und Sebastian Ohlig im Austausch über das Leben zwischen Kind-Sein und Erwachsen-Werden, Melanie Brüschke und Carmen Bretz waren da schon etwas weiter, sie tauschten sich bei einem Besuch in der Schönheitschirurgie augenzwinkernd über Wechseljahre und das Leben mit (Ehe)Männern aus. Prinzenmutter Karin Seibel alias „Blitze Kat“ begeisterte das Publikum in der „Bütt“ als Solistin genauso wie in Begleitung von Veronika Jakat, mit der sie sich auf die Suche nach dem verlorenen Ehemann begeben hat (oder war es der Hund?!).
In die Welt der Träume entführten die Spritnelken rund um Eva Ertner ihre Zuschauer, Begeisterungsstürme ernteten die Lila Diamonds als zuckersüße Monster, Trainerin Natalie Kalinowski hat die Mädels wunderbar „im Griff“. Ins Abenteuerland entführten die Ladykracher (trainiert von Heike Römhildt) das Publikum als Indianerinnen, die Hupfdohlen rund um Jenny Bittner folgten wenig später als wenig furchteinflößende Piratinnen. Natürlich durfte an diesem Abend auch „et Marie“ (Melanie Brüschke) nicht fehlen, die in im „Bus der Herzen“ verzweifelt einen Nachfolger für „ihren Jupp“ suchte, der sie sträflicherweise hat sitzen lassen. Es blieb kein Auge trocken, sie brachte die Halle einmal mehr zum Beben.
Mehr als 70 Jahre besteht der Möhnenclub Lieblich nun schon, das Jubiläum ist der Coronapause zum Opfer gefallen und doch warf der Elferrat einen musikalischen Blick auf diese 72 Jahre „Frauenvereinsgeschichte“, die, so darf man nach diesem Abend sicher sein, noch lange nicht zu Ende geschrieben ist. Sitzungspräsidentin Martina Vogel und 1. Vorsitzende Jenny Bittner entließen Aktive und Gäste abschließend in eine lange andauernde Partynacht.
Tolle Kostüme und spannende Tänze wurden auf der Bühne gezeigt
Mit toller Akrobatik wurden die Närrinnen und Narren in der Mosellandhalle bestens unterhalten.
