Chor Regenbogen Vettelschoß
„Hurra wir leben noch!“
Vettelschoß. Der „Chor Regenbogen Vettelschoß“ gab sich nach langer Corona-Abstinenz wieder die Ehre und erfreute das Publikum mit einem großen Konzert. Was für ein Ohren- und Augenschmaus in der voll besetzten katholischen Kirche in Vettelschoß! Eine bunte Mischung aus deutschen und englischen Pop- und Rocksongs wurde dem Publikum präsentiert, begleitet von einer kleinen spielfreudigen Band und unterstützt von professioneller Ton- und Lichttechnik. Man merkte den Akteuren an, dass sie mit viel Spaß und Engagement dieses Konzert vorbereitet hatten und es ihnen sichtlich Spaß machte, wieder einmal auf der Bühne zu stehen.
Unterstützt wurde der Chor vom Kinderchor der Grundschule Vettelschoß, der Udo Lindenbergs „Wir ziehen in den Frieden“ voller Inbrunst sang - ein echter Gänsehautmoment, der mit viel Applaus bedacht wurde. Doch damit nicht genug. Die zehnjährige Veronika Kosenko aus der Ukraine sang einen Solopart in Andrew Lloyd Webers „Sing“, den sie sicher und ausdrucksstark meisterte. Zum Gelingen des Konzertes trugen auch drei Kleingruppen bei. „Rachengold“ (Männerchor) intonierte den „Guten Mann“ von den Bläck Fööss. „Die MissTöne“ (Frauen des Chores) brillierten mit It„s raining Men“ von den Weather Girls. Das „ChristelierQuintett“ interpretierte den Paul-McCartney-Song „Ebony and Ivory“ in passender weiß-schwarzer Garderobe.
Das Thema Rechtsextremismus griff der Gesamtchor mit dem Ärzte-Song „Schrei nach Liebe“ eindringlich und gelungen auf. Zum Abschluss des Abends erklang „It’s raining again“ von Supertramp mit einem tollen Saxophonsolo. Insgesamt war es ein sehr gelungener, kurzweiliger Abend mit informativen oder witzigen Ansagen einzelner Chorsänger:innen, einem kraftvollen Chor und einer gut abgestimmten Band. Ein großes Kompliment daher auch an den Chorleiter Bernhard Hubner. Das Publikum dankte allen mit lang anhaltendem Applaus. Ein begeisterter Zuhörer meinte am Ende des Abends, er sei vor wenigen Tagen mit seinem Sohn im Residenz Theater in München gewesen (Kostenpunkt 100 Euro) und das Konzert in Vettelschoß sei genauso wertvoll gewesen wie die Aufführung in München - nah, wenn das kein Kompliment ist. BA
