Fünf mittelständische Unternehmen aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz ausgezeichnet
IHK-Feier für die Besten der Besten
Oskar-Patzelt-Stiftung würdigte RHODIUS Mineralquellen und Getränke aus Burgbrohl, Akotherm aus Bendorf und die Volksbank RheinAhrEifel
Koblenz/. Sie sind bundesweit die Besten der Besten. Die werden alljährlich aus fast 5000 Nominierungen in zwölf Wettbewerbsregionen von Juroren der Oskar-Patzelt-Stiftung ausgewählt. Mit dem „Großen Preis des Mittelstandes“ würdigt die Oskar-Patzelt-Stiftung hervorragende Unternehmen aus Industrie, Dienstleistung, Handel, Handwerk und Gewerbe. In Rheinland-Pfalz/Saarland gibt es neun Preisträger, fünf davon sind aus dem Bereich der Industrie- und Handelskammer Koblenz.
Die würdigte jetzt diese Unternehmen, die ihre Auszeichnungen bereits bei einem großen Ball in Düsseldorf erhielten, im großen Koblenzer IHK-Saal. „Als einer der bedeutendsten deutschen Wirtschaftspreise ist der ‚Große Preis des Mittelstandes‘ ein Aushängeschild für mittelständische Unternehmen“, sagte IHK-Präsidentin Susanne Szczesny-Oßing in ihrer Festansprache und weiter: „Es werden Betriebe ausgezeichnet, die besonders engagiert sind – Unternehmen, die unser Land durch Innovationen und Teamgeist wirtschaftlich immer weiter voranbringen. Durch diesen Wettbewerb erhält der deutsche Mittelstand eine Plattform sein Können und sein Engagement an die Öffentlichkeit heranzutragen.“
Die Preisträger
Zu den drei Preisträgern aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz gehört auch RHODIUS Mineralquellen und Getränke aus Burgbrohl. In der Begründung heißt es unter anderem: „RHODIUS erhielt für sein Premium-Mineralwasser gleich dreimal die Höchstauszeichnung des Superior Taste Award, von Ökotest und nahm bereits drei goldene DLG-Münzen in Empfang. Das Unternehmen beschäftigt aktuell 221 Mitarbeiter und 17 Auszubildende. Zudem kommen über das Jahr 29 junge Menschen für ein Praktikum oder im Rahmen einer Tätigkeit als Werkstudent in das Unternehmen. RHODIUS ist damit einer der größten Arbeitgeber im Landkreis Ahrweiler.“
Verwiesen wird auch darauf, dass es eine strenge Lohngleichheit für Frauen und Männer gibt, alle bis in die Chefetage per Du sind und für die Kinder der Mitarbeiter, sie stammen aus 20 Ländern, Ferienevents finanziert werden. 2016 investierte RHODIUS elf Millionen und im vergangenen Jahr fast fünf Millionen Euro.
Akotherm aus Bendorf gehört bundesweit zu den drei Unternehmen, die mit der Ehrenplakette ausgezeichnet wurden. Akotherm hat sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von Aluminium-Profilsystemen für Fenster, Türen, Fassaden und Wintergärten sowie Zubehör spezialisiert. Das neuentwickelte und patentierte Fassadensystem besticht durch seine optimale Wärmedämmung und Energieeffizienz und öffnete daher sogar Märkte in Vorderasien. Da dem Unternehmen Ausbildung von Nachwuchs und das Wohlbefinden der Mitarbeiter wichtig ist, gibt es für sie individuelle Arbeitszeiten und Gewinnbeteiligungen. Akotherm unterstützt auch die musikalische Ausbildung von Kindern von sozial benachteiligten Familien sowie den Einstieg benachteiligter Jugendlicher in das Berufsleben.
Frank Schneider, geschäftsführender Gesellschafter von Akotherm dankte im Namen der eingeladenen und ausgezeichneten Unternehmen: „Es ist eine große Ehre eine solche Auszeichnung zu erhalten und so am Markt positiv aufzufallen. Ich hatte die Plakette den Mitarbeitern gezeigt und es herrschte eine positive Stimmung, alle waren happy und stolz.“.
Die Auszeichnung sei auch etwas gegen den Fachkräftemangel: „Vergangene Woche haben sich drei hoch qualifizierte Leute gemeldet und sagten, wir haben ihre Auszeichnung gesehen und würden gerne bei ihnen arbeiten“, berichtete Frank Schneider.
Mit „Premier-Bank des Jahres“ wurde die Volksbank RheinAhrEifel aus Bad Neuenahr-Ahrweiler ausgezeichnet. Sie ist mit ihren über 95.000 Mitgliedern eine der mitgliederstärksten Bank im Bereich des Genossenschaftsverbandes und wächst ständig. 2017 stieg die Bilanzsumme so um 79 Millionen Euro auf insgesamt 2,6 Milliarden Euro, das betreute Kundenvolumen kletterte um 294 Millionen Euro auf über 5,1 Milliarden Euro und es wurden 455 Millionen Euro an Krediten ausgegeben. Mit 36 Geschäftsstellen und 18 Selbstbedienungsfilialen ist sie bei den Genossenschaftsbanken bundesweit auf Rang 64. Besondere Bedeutung hatten im vergangenen Jahr der neu umgebaute Verwaltungssitz in Mayen sowie die Verschmelzung mit der Volksbank Mülheim-Kärlich. Die „Premier-Bank“ ist auch heimatverbunden, denn alljährlich wird ein mit 25.000 Euro dotierter Zukunftspreis für Projekte vergeben, die Infrastruktur, Lebensqualität und Attraktivität der Region fördern.
Passend zu der ausgezeichneten Volksbank hielt Uwe Fröhlich, Generalbevollmächtigter der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank (Frankfurt) einen Vortrag über „Die Zukunft der Regionalbanken“. Deren Kreditentwicklung sei trotz des Abgesangs auf die Regionalbanken in zehn Jahren um 63 Prozent gestiegen. Schließlich seien die Genossenschaftsbanken stabile Partner des deutschen Mittelstands. Wegen der rückläufigen Zinsentwicklung hätten die Banken ihren Verwaltungsaufwand reduziert. Fröhlich sagte für die Bankenbranche eine steile Bergstrecke voraus und glaubt, dass die Leitzinsen bis Herbst 2019 unverändert bleiben.
Einen Impulsvortrag hielt auch Johannes Utsch von dem Koblenzer Unternehmen Eck.ventures: „Wir investieren in exitgetriebene Frühphasen-Startups und beschleunigen diese zum Product/Market Fit. Für unsere Startup-Investments suchen wir Investments im Zuge einer strategischen Zusammenarbeit“, erklärte er. Ferner werden für etablierte Unternehmen in der Region Dienstleistungen rund um Digitalisierung und Startup-Methodik geboten.
Unternehmen für die Preise und Auszeichnungen nominieren
Abschließend ermunterte Juror Ewald A. Hoppen von der rheinland-pfälzischen Servicestelle der Oskar-Patzelt-Stiftung die Anwesenden, sie möchten doch Unternehmen für die Preise und Auszeichnungen nominieren. Denn selbst dürften die Unternehmen dies nicht.
Finalisten aus dem Bereich der IHK Koblenz sind: apra-norm Elektromechanik GmbH aus Mehren, Weingut Peter Kriechel GbR aus Bad Neuenahr-Ahrweiler und die Augel GmbH aus Weibern. HEP
IHK Präsidentin Susanne Szczesny hielt die Festansprache.
