Allgemeine Berichte | 07.06.2021, 16:11 Uhr

Rhein-Sieg-Kreis

„IRIS“ erleichtert digitale Kontaktnachverfolgung

Rhein-Sieg-Kreis. Um die Kontaktpersonennachverfolgung für Gaststätten, Gewerbe, bei Veranstaltungen oder im Sport bestmöglich zu gewährleisten, setzt der Rhein-Sieg-Kreis auf „IRIS“, eine Open-Source-Anwendung zur Datenübermittlung.

Das Gateway vernetzt als zentrale, digitale Schnittstelle die Anwendungen diverser Anbieter zur Kontaktpersonennachverfolgung und das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises. Die Daten werden gebündelt und datenschutzkonform in einem verwertbaren Format an das Gesundheitsamt übermittelt.

„Der Rhein-Sieg-Kreis schließt sich damit der Entscheidung des Landes NRW an, nicht eine einzelne App zur Kontaktpersonennachverfolgung zu empfehlen, sondern die Marktvielfalt zu wahren“, sagt Landrat Sebastian Schuster. „Und für unser Gesundheitsamt bedeutet IRIS eine optimale Unterstützung, um das Coronavirus einzudämmen.“

In den vergangenen Wochen wurde die technische Infrastruktur geschaffen, um den Betrieb mit „IRIS“ zu starten. Der Rhein-Sieg-Kreis wartet jetzt auf die Freigabe des Landes NRW, um auch sein Gesundheitsamt an diese Lösung anzubinden. Voraussichtlich wird das am Dienstag, 15. Juni, der Fall sein.

Relativ freie App-Wahl

Der Vorteil für Betreiberinnen und Betreiber eines Restaurants, eines Hotels oder einer Veranstaltung: Sie können relativ frei wählen, welche technische Lösung zur Kontaktpersonennachverfolgung sie nutzen. Allerdings muss die gewählte Anwendung an das IRIS-Portal angeschlossen sein, aktuell sind das rund 20.

Die Gäste scannen zur Teilnahme (Check-In) mit ihrem Smartphone einen lokal bereitgestellten QR-Code und werden auf die Webseite des Anbietenden geleitet, auf der sie ihre Daten eingeben. Sie müssen also nicht alle unterschiedlichen Apps auf ihrem Gerät installieren, für die sich Handel- oder Gewerbetreibende entschieden haben.

Veranstaltende und Kontaktnachverfolgungsanbietende haben keinen Zugriff auf die Daten. Sie werden verschlüsselt und erst dann vom Kreis-Gesundheitsamt angefordert und entschlüsselt, wenn es einen positiven Fall in der Gaststätte oder bei der Veranstaltung gegeben hat.

Hier sollte auf kleinräumige Lösungen gesetzt und verschiedene QR-Codes an Tischen, in Räumen oder an Plätzen auf dem Veranstaltungsgelände und nicht ausschließlich am Eingang angeboten werden. Tritt ein positiver Corona-Fall auf, werden nicht alle Besucherinnen und Besucher dem Gesundheitsamt als potenzielle Kontaktpersonen übermittelt, sondern nur die in unmittelbarer Nähe. So bleibt die Anzahl der übermittelten Kontaktpersonen und der Aufwand für das Gesundheitsamt so gering wie möglich.

„Meine Checkins“ garantiert komfortable Kontakthistorie

Zusätzlich zu IRIS empfiehlt der Rhein-Sieg-Kreis die Nutzung der App „Meine Checkins“. Die App bündelt zukünftig alle Besuche (Check-Ins) und kann diese Historie auf Anfrage in einem verwertbaren Format an das Kreis-Gesundheitsamt übermitteln.

Die Kontaktdaten werden einmalig von den Nutzerinnen und Nutzer eingetragen und beim Scannen des QR-Codes sowohl bei „Meine Checkins“ (also auf dem eigenen Smartphone) als auch auf der Webseite der jeweiligen Kontaktnachverfolgungs-App eingetragen, sofern diese Anwendung analog zur IRIS-Lösung auch an die App „Meine Checkins“ angebunden ist. So brauchen die Nutzerinnen und Nutzer der QR-Codes nicht jedes Mal ihre Daten neu eintragen, wenn sie z.B. an einem Abend mehrere Gaststätten besuchen. Weitere Funktionen wie die Erfassung von Testergebnissen und eine Anbindung an die Corona Warn-App sind in Vorbereitung.

Das Gateway IRIS wird u.a. durch die gemeinnützige Björn Steiger Stiftung und die Initiative „Wir für Digitalisierung“ unterstützt. Eine Übersicht der App-Anbieter, die bislang an das IRIS-Portal angeschlossen sind, gibt es hier: www.wirfuerdigitalisierung.de/ber-uns.

Pressemitteilung

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