Schülerinnen der IGS Zell erklärten Seniorinnen und Senioren den Umgang mit dem Smartphone
„Ich war mit meiner Lehrerin sehr zufrieden!“
Cochem. Älteren Menschen die Unsicherheit im Umgang mit dem Smartphone zu nehmen - dieses Ziel hatte sich der nun bereits fünfte Smartphone-Kurs gesetzt, mit dem der Ideentreff des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück e.V. in Zusammenarbeit mit der IGS Zell und dem „Arbeitskreis 50Aktiv“ der VG Zell-Mosel das übliche Lernschema „Groß lehrt Klein“ auf den Kopf stellte. „Lehrpersonen“ waren dieses Mal Schülerinnen der „AG Mädchen“ der IGS, die Schüler waren Mitbürgerinnen und Mitbürger gesetzteren Alters, die mehr über das Smartphone und dessen Möglichkeiten wissen wollten. „Dieser Kurs war kurz nach Bekanntwerden des Angebots bereits ausgebucht.“, freut sich Silke Kruse, Projekt-Koordinatorin im Ideentreff. In der Tat - im großen Sitzungssaal der VG-Verwaltung Zell waren die Schülerinnen im Alter von elf bis 15 Jahren, die von Schulsozialarbeitern der IGS in diesem Projekt begleitet werden, und die Seniorinnen und Senioren rasch im lebhaften Gespräch. Die Mädchen erklärten geduldig die Fragen, leiteten Schritt für Schritt die wissbegierigen „Seniorschülerinnen und -schüler“ im Alter bis zu 82 Jahren auf den kompetenten Weg zur fachgerechten Smartphone-Nutzung. Auch die nun im Umgang mit dem Smartphone versierten älteren Herrschaften waren mehr als zufrieden und freuen sich schon auf den kommenden Monat, an dem es den zweiten Teil des Smartphonekurses gibt. Bis dahin können und sollen die Teilnehmer fleißig üben, um dann eventuelle aufgetretene Probleme und Schwierigkeiten zu klären.
Elsbeth Steffens sprach zum Schluss dann auch das aus, was alle älteren Teilnehmerinnen dieses Kurses empfanden: „Ich war mit meiner Lehrerin sehr zufrieden!“ Für die Schulsozialarbeiterin Martina Mohr, die auch Leiterin der „AG Mädchen“ ist, ist dieses Projekt des Ideentreffs ein gelungener Weg, Berührungsängste zwischen Jung und Alt abzubauen. „Die Schülerinnen finden sich in einer anderen Rolle: statt zu lernen, sind sie es, die anderen Wissen und Kenntnisse vermitteln. Verstecke Ressourcen, die in ihnen vorhanden sind, werden entdeckt und kommen zum Tragen.
Dies stärkt das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen.
Darüber hinaus hilft die 1:1-Betreuung von Schülerin und Seniorin oder Senior, dass die jungen „Lehrerinnen“ sich alle einbringen können - eine Möglichkeit, die sich in der Schule nicht immer so bietet“, so Martina Mohr. Und Schulsozialarbeiter Christoph Greve ergänzt: „Das Projekt bietet den Schülerinnen eine große Wertschätzung. Hier können sie ihre Kompetenzen sinnvoll umsetzen.“ Silke Kruse vom Ideentreff kann die Einschätzung der Schulsozialarbeiter nur teilen. „Es ist eine so schöne Art des Lernens.“ „Die mehrjährige erfolgreiche Kooperation zwischen den Projektträgern ist inzwischen nahezu ein Selbstläufer, der auf jeden Fall fortgesetzt wird“, freut sich Katja Hoffmann von Jugend- und Seniorenbüro der VG Zell-Mosel. Eine Fortsetzung der Kurse ist deshalb auf jeden Fall geplant - und bereits in den nächsten Wochen bringen Jungs der IGS ergänzend zu dem Angebot der Mädels den Seniorinnen und Senioren den Umgang mit dem Tablet bei…
Wo die Älteren von den Jungen lernen. Fotos: Privat
