Theaterstück zeigt Weg für Frieden im Nahen Osten
„Ich werde nicht hassen“
Vallendar. „Es ist Zeit, sich hinzusetzen und miteinander zu reden“ - mit diesem eindrücklichen Appell endet das Theaterstück „Ich werde nicht hassen“, das die Geschichte des palästinensischen Arztes Izzeldin Abuelaish erzählt. Das Ein-Personen-Stück wird am Freitag, 1. November 2024, um 19:30 Uhr in der Pallottikirche in Vallendar aufgeführt.
Die Inszenierung basiert auf der Autobiographie „Du sollst nicht hassen“ von Izzeldin Abuelaish aus dem Jahr 2010, ist angesichts der aktuellen Eskalation in Israel und seinen Nachbarländern aber hoch aktuell – und zeigt einen Weg für Frieden im Nahen Osten. Denn obwohl der erfolgreiche palästinensische Arzt, der sogar als Reproduktionsmediziner in Israel arbeitet, zuerst seine Frau an Krebs und dann drei seiner Kinder durch einen israelischen Angriff auf sein Haus verliert, beschließt er, sich nicht in die Spirale von Hass und Gewalt hineinziehen zu lassen. Stattdessen ehrt er das Andenken an seine Töchter mit einer Stiftung, die sich für Bildung und Frieden einsetzt.
Wie er es schafft, trotz aller Schicksalsschläge nicht zu aufzugeben und zu verbittern, haben Silvia Armbruster und Ernst Konarek eindrucksvoll in Szene gesetzt. Verkörpert wird der engagierte Arzt, der inzwischen mit seinen verbliebenen Kindern in Kanada lebt, vom Schauspieler Michael Morgenstern unter der Regie von Ali Jalaly. Mit wenigen Requisiten gelingt es ihm, das Leben des Mediziners mit großer Intensität darzustellen, der bereits dreimal für den Friedensnobelpreis nominiert wurde.
Tickets sind an der Abendkasse für 15 Euro (ermäßigt sieben Euro) erhältlich. Die Aufführung am 1. November um 19:30 Uhr ist Teil der Tagung „Angesichts des Unaussprechlichen die Sprachfähigkeit zurückgewinnen“ an der Vinzenz Pallotti University in Vallendar. Weitere Informationen auf www.haus-wasserburg.de.
