Weder sei die Finanzierung sichergestellt, noch sei die Einreichung notwendiger Genehmigungsanträge nachgewiesen worden.
Flutopfer-Denkmal: Laut Stadt hält Verein Zusagen nicht ein
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Irritiert reagiert die Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler auf jüngste Presseberichte zum Projekt „DenkAHR“, das als Anlauf- und Gedenkstelle für Flutbetroffene durch den Verein DenkAHR e.V. umgesetzt werden soll. In der Presse ließ sich der Initiator des Projektes Jochen E. Diedenhofen mit der Aussage zitieren, er erwarte von Seiten der Verwaltung die Freigabe und die für die Realisierung des Projektes erforderlichen Unterlagen. Diese Erwartungshaltung überrascht deshalb, weil der Verein bereits seit mehreren Wochen und trotz wiederholter Erinnerung seinerseits wesentliche Informationen und Nachweise zu dem Projekt schuldig bleibt.
Konkret geht es um die Vorbereitung einer Nutzungsvereinbarung über den vorgesehenen Standort im städtischen Kaiser-Wilhelm-Park. Die Stadt hat sich bereits frühzeitig zur Unterstützung dieses Projektes bereit erklärt, dem Verein die Fläche kostenfrei zu überlassen. Hierzu hat auch der Stadtrat im März 2025 seine Zustimmung erteilt und den konkreten Standort im Januar 2026 beschlossen. Die Umsetzung des Projektes, wozu auch die Finanzierung, das Baurecht, etwaige Ausgleichsverpflichtungen sowie Verkehrssicherungs- und Unterhaltungsverpflichtungen gehören, obliegt jedoch unzweifelhaft dem Verein DenkAHR e.V.
Voraussetzung für die Bereitstellung der Fläche ist daher nach gemeinsamer Absprache, dass der Verein die Erledigung der ihm obliegenden Aufgaben nachweist. In der letzten gemeinsamen Abstimmung Anfang März 2026 hat der Verein deutlich gemacht, dass die Voraussetzungen für die Erarbeitung einer Nutzungsvereinbarung für die avisierte Fläche noch nicht erfüllt sind. Weder ist die Finanzierung sichergestellt, noch wurde die Einreichung notwendiger Genehmigungsanträge nachgewiesen. Und hierbei handelt es sich nur um die wesentlichsten Punkte, da auch weitere Fragen weiterhin offen sind.
Da der Verein seine der Stadt gegenüber getätigten Zusagen bis zum heutigen Tage nicht eingehalten hat, können die jüngsten Aussagen des Initiators des Projektes im Rathaus nicht nachvollzogen werden. Im Interesse des aus Sicht der Stadt auch weiterhin unterstützenswerten und für die Gedenkkultur nach der Flutkatastrophe wertvollen Projektes, bittet die Stadtverwaltung die Mitglieder des Vereins darum, die für den Fortgang des Projektes wesentlichen Zusagen einzuhalten. Eine weitere öffentliche und in der Sache nicht gerechtfertigte Zuweisung von Verantwortung an die Stadt, ist hingegen für den Fortschritt des Projektes „DenkAHR“ sicherlich nicht hilfreich.
Pressemitteilung der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler
