Tatjana Hölbing wurde der Ehrentitel „Kammerschauspielerin“ verliehen
„Ich wollte niemals etwas anderes sein als Schauspielerin“
Koblenz. Aufgrund eines Kulturausschuss-Beschlusses wurde der Schauspielerin Tatjana Hölbing im April der Ehrentitel „Kammerschauspielerin am Theater Koblenz“ durch den Stadtrat der Stadt Koblenz verliehen. Hölbing ist seit 1999 Ensemblemitglied des Theaters Koblenz.
Die offizielle Ehrung erfolgte nun im Rahmen einer Feierstunde im Oberen Foyer des Theaters. Als Abgesandte des Kollegenkreises gratulierten Jana Gwosdek, Christof Maria Kaiser und David Prosenc mit ausgewählten Texten über das Glück und versicherten ihrer Tatjana, wie glücklich und dankbar sie alle seien, sie zu kennen und von ihr lernen zu können. Theaterintendant Markus Dietze beruhigte die Geehrte, die Ehrung habe weder mit dem Lebensalter noch mit der Engagementzeit zu tun. Sie sei eine Anerkennung der bisherigen künstlerischen Arbeit, respektive des Lebenswerks. „Ein furchtbares Wort“, fügte er an. Ihr bei einer früheren Gelegenheit einmal gesprochener Satz „Ich bin eigentlich nur Schauspielerin“, hatte ihn beeindruckt. In ihm zeige sich eine Größe, wie sie heute selten geworden sei.
In Betrachtung der Bedeutung dieses faszinierenden Berufs stelle die Formulierung allerdings die größte denkbare Unangemessenheit dar. Denn Schauspieler seien die ganze Welt. Sie spiegeln und bereichern die Gesellschaft, so Dietze. Alles, was die Menschen beschäftige, nehme auf der Bühne Gestalt an. Das Schauspielern mache die Magie des Theaters aus, es verändere eine kleine Weile lang die Zuschauer, rege sie zum Lachen, Weinen und Nachdenken an. Tatjana Hölbing zeichne die große Ruhe und Verlässlichkeit aus, mit der sie sich an den verschiedenen Theatern und mit den verschiedensten Intendanten komplett in den Dienst der vielseitigen Sache Schauspiel stellte. Bewusst verzichtete Markus Dietze in seiner Laudatio auf die Aufzählung ihres schauspielerischen Wirkens. Denn welche Rollen ein Schauspieler spiele, sei unwichtig. Wie er sie spiele, dagegen sehr.
Die Übergabe der Ernennungsurkunde und des Blumengrußes erfolgte durch Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig gemeinsam mit Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz. In seinem zuvor gehaltenen Grußwort war Hofmann-Göttig unter anderem eingegangen auf die Bedeutung eines Theaters für eine Stadt - für die Stadt Koblenz. Für manche Menschen, und sei es ein noch so geringer Anteil der Bevölkerung, sei ein bespieltes Theater Teil ihrer Lebenszufriedenheit. Für Koblenz sei das Theater identitätsstiftend und die Stadt stehe weiterhin hinter ihm – allerdings sorgsam achtend auf den verantwortungsvollen Umgang mit den Finanzressourcen.
Kammerschauspielerin Tatjana Hölbing bedankte sich für die Ehrung. Sie sei ein „riesengroßes i-Tüpfelchen auf ihrem bisherigen Weg“. Sie habe nie etwas anderes sein wollen als Schauspielerin und habe als „Sohn“ ihrer schauspielernden Mutter schon mit sechs Jahren auf der Bühne gestanden. Nachdem sie das erste Mal durch die Schauspielprüfung gefallen war, weil sie gemäß Beurteilung kein Herz habe, hatte sie es bei der wiederholten Prüfung dann offenbar doch. Seit ihrem ersten Engagement in Lübeck seien jetzt 35 Jahre vergangen. Sie empfinde es als großes Glück, seither immer in festen Engagements gewesen zu sein. Als Mitglied des wunderbaren Koblenzer Ensembles fühle sie sich „sauwohl“ und den ebenso wunderbaren Intendanten möge sie „saumäßig“. Die Ernennungsurkunde werde sie zu Hause zerschneiden, um eine Hälfte ihrem (sichtlich gerührten) Mann zu überreichen. „Weil wir uns eh immer alles teilen“.
Das Publikum spendete der neuen Kammerschauspielerin stehenden Applaus. Großen Beifall gab es auch für Olga Bojkova-Bicanic, die die Feierstunde am Klavier mit Liedern von Satie und Chopin begleitete.
BSB
Markus Scherer, Pressesprecher des Theaters, präsentierte das Werbe-Plakat des Stücks „Eine Familie“, in dem Hölbing die starke Rolle der alten Dame spielte.
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