Allgemeine Berichte | 24.09.2025

Werden kranke oder hungernde Tiere aufgefunden, sollten immer Fachleute informiert werden

Igel brauchen im Herbst oft Hilfe

Symbolbild.  Foto: pixabay.com

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wenn sich der Sommer dem Ende entgegenneigt und die Blätter, Eicheln und Kastanien von den Bäumen fallen, bereiten sich auch die heimischen Wildtiere, wie Igel, Eichhörnchen, Vögel und Mäuse auf die kalte Jahreszeit vor. Auch im eigenen Garten beginnen die Herbstarbeiten – dabei gibt es viele Möglichkeiten, die Artenvielfalt mit nur kleinem Aufwand zu schützen und zu erhalten.

Naturnahes Gärtnern im Herbst

Überall im Garten können naturbelassene Rückzugsräume für Tiere geschaffen werden. Mit Zweigen und Laub, die sich derzeit ansammeln, können Haufen zusammengeschoben werden, die bis zum Frühling verschiedenen Tieren Unterschlupf bieten. Stauden und Gräser müssen nicht generell vor dem Winter zurückgeschnitten werden, viele von ihnen werden dadurch frostempfindlicher und die Stängel können Insekten als Überwinterungsmöglichkeit dienen. Auch Nistkästen und Insektenhotels können geeignete Rückzugsorte bieten. Nistkästen für Vögel werden im Winter auch als Quartier von anderen Tieren genutzt und sollten daher sauber gehalten werden.

Auch hohes Gras bietet verschiedenen Tieren Schutz im Winter. Wer in den kommenden Wochen noch die Wiese mäht, sollte dies bei Tageslicht tun und besonders beim Einsatz von Mährobotern darauf achten, dass keine Kleintiere verletzt werden.

Besonders Vögel und Kleintiere freuen sich über ungeerntete Beeren und Obst sowie Nüsse sowie zusätzlich bereitgestellte Nahrung, wenn die natürlichen Vorräte knapp werden. Auch Wassertränken helfen bei der Versorgung.

Auf hilfsbedürftige Igel achten

Gesunde Igel sollten grundsätzlich in Ruhe gelassen und auch vor Haustieren geschützt werden. Wer die Artenvielfalt unterstützen möchte, kann im Herbst ganz besonders auf Igel achten, die Hilfe benötigen. Dass sich ein Igel in einer Notlage befinden könnte, kann man zum Beispiel daran erkennen, dass er um die Mittagszeit unterwegs ist, sichtbare Verletzungen oder Krankheiten aufweist (Schleim aus der Nase, schwere Atmung), oder unterernährt ist. Hungernde Igel weisen nicht die klassische „Birnenform“ auf, sondern sind eingefallen und haben erkennbare Einbuchtungen hinter dem Kopf. Auch kahle Hautstellen oder Parasitenbefall weisen darauf hin, dass ein Igel nicht gesund ist.

Da Igel als Wildtiere besondere Pflege benötigen, sollte immer Kontakt mit einer Tierarztpraxis oder Wildtier- bzw. Igelhilfe aufgenommen werden, bevor sonstige Maßnahmen in Frage kommen. Unterstützung und Hilfsangebote finden sich zum Beispiel bei den Igelfreunden RLP unter igelfreunde-rlp.de oder bei der Wildtierpflegestation Koblenz unter wildtierpflegestation-koblenz.de

Weitere Tipps zum Schutz heimischer Wildtiere finden sich auch beim Naturschutzbund unter www.nabu.de.

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Symbolbild. Foto: pixabay.com

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