Der Fachbereich Hospiz der Marienhaus-Gruppe bedankte sich bei den Ehrenamtlichen der ambulanten und stationären Hospize mit einem Ehrenamtstag
„Ihr Ehrenamt ist ein starkes Zeichen für unsere Gesellschaft“
Waldbreitbach. Ende März waren die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ambulanten und stationären Hospize, an denen die Marienhaus-Gruppe beteiligt ist, zu einem Tag des Ehrenamts auf den Waldbreitbacher Klosterberg eingeladen.
Über 110 Ehrenamtliche folgten der Einladung und verbrachten einen Tag an dem Ort, an dem die Marienhaus-Gruppe ihre Wurzeln hat. „Ihr Ehrenamt ist ein starkes Zeichen für unsere Gesellschaft. Sie tragen dazu bei, dass unsere Gesellschaft an entscheidenden Stellen etwas wärmer, friedlicher und menschlicher wird“, begrüßte Christoph Drolshagen, der Leiter der Sparte Hospize in der Marienhaus GmbH, die Teilnehmenden. „Ihnen allen unsere Anerkennung auszusprechen und Ihnen für Ihr Engagement auch mal etwas Gutes zu tun, war uns mit diesem Tag ein besonderes Anliegen“, betonte Drolshagen. Die Ehrenamtlichen hatten Gelegenheit den Klosterberg kennenzulernen und auf den Spuren der Ordensgründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, der seligen Rosa Flesch, zu wandeln, sich über die Hospiz- und Palliativarbeit auszutauschen sowie in verschiedenen Workshops neue Kraft für ihr Engagement zu tanken. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung verbrachten die Ehrenamtlichen einen kraftspendenden Tag.
Zu Beginn stand ein interaktiver Austausch zum Thema „Von der Isolationsgesellschaft zur Hospizgesellschaft“. Hier wurden die Thesen von Prof. Andreas Heller und Dorina Heller in den Mittelpunkt gestellt. Andreas Heller von der Universität Klagenfurt, Graz, Wien hatte im Rahmen des Ehrenamtstages 2022 über Haltungen und Gesten des Ehrenamts gesprochen. Die Ehrenamtlichen hatten Gelegenheit sich u.a. zu Sätzen wie: „Die Gesellschaft der Zukunft wird eine Hospizgesellschaft sein“ oder „Die Hospizgesellschaft muss diverser werden“ in Kleingruppen auszutauschen.
Schwester Marianne Meyer berichtete in der Mutterhauskirche am Sarkophag von Leben und Wirken der Gründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen Mutter Rosa Flesch. Aus den Impulsen der seligen Ordensgründerin rührt das Engagement der Schwestern und auch der Marienhaus GmbH besonders in der Hospizarbeit.
Am Nachmittag standen verschiedene Workshops auf dem Programm. Für jeden war etwas dabei: Künstler Ulrich Heinen bot eine kreative Einheit zum Thema „Die Kraft der verborgenen Bilder“ an. Wanderfreudige konnten mit Heidi Hahnemann, einer ehemaligen Mitarbeiterin des Ambulanten Hospiz Neuwied, und Christoph Drolshagen den „Trauerweg“, der rund um den Klosterberg führt, erlaufen. Hiltrud Sachs aus dem Rhein-Wied Hospiz erläuterte die kraftvolle Wirkung von ätherischen Ölen und Handmassagen und Tina Sander vom Ambulanten Hospiz- und Palliativzentrum Neustadt/Weinstraße entführte die Teilnehmenden in die Welt der Klangmassagen. Die Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen Schwester M. Michaele Rohde bot eine Meditation an und Dr. Sylvia Brathuhn lud zu einer lyrischen Einheit ein.
Die Einladung zum Ehrenamtstag war überschrieben mit „Wir sind viele“. Zu sehen, wie viele Menschen, sich ehrenamtlich in den verschiedenen Hospizen der Marienhaus-Gruppe einbringen, war für alle Beteiligten besonders bestärkend. „Wir sind mit unserer Haltung in der Hospizarbeit nicht allein unterwegs“, freute Christoph Drolshagen sich über die zahlreiche Teilnahme und den gelungenen Tag.
Bei verschiedenen Angeboten konnten die Ehrenamtlichen neue Kraft für ihr Engagement schöpfen, so zum Beispiel bei einer Wanderung des „Trauerweges“, der rund um den Klosterberg führt.
