Allgemeine Berichte | 08.06.2021

Erzbischöfliches St. Joseph-Gymnasium Rheinbach

„Ihr seid das Salz“

Einführung von Schulseelsorger Daniel Sluminsky

Die Sechstklässlerinnen Charlotte und Jolanta überreichen Pfarrer Daniel Sluminsky Aioloi-Salz – „als Zeichen des Zusammenhalts und Schutzes, und dass Sie immer vor Vampiren und anderen bösen Geistern geschützt sein werden“. Fotos: Erzbischöfliches St. Joseph-Gymnasium Rheinbach

Rheinbach.Als Kind wollte er Batman werden, doch dann wurde er Priester: Seit Mai ist Pfarrer Daniel Sluminsky der neue Schulseelsorger. Die Schulgemeinschaft begrüßte ihn am Mittwoch, 2. Juni, mit einem feierlichen Gottesdienst in seinem Amt. Stellvertretend waren einige Sechstklässler, die SV, die Fachlehrerinnen und Fachlehrer für Religion und der Lehrerrat in der Schulkapelle versammelt. Schulleiter Michael Bornemann überbrachte ein Grußwort von Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke, Hauptabteilungsleiterin Schule am Erzbistum Köln, die coronabedingt nicht anwesend sein konnte. Gudrun Schlösser, Pfarrerin der evangelischen Gnadenkirche, sprach Daniel Sluminisky einen Segen zu. Für die musikalische Untermalung des Gottesdienstes sorgten Annemarie Herkenhoff und Thomas Löffler mit einem Ensemble aus Schülerinnen, Schülern und Lehrern.

Träume und Visionen einerseits, Kraft und Vertrauen, diese umzusetzen andererseits: Der Gottesdienste nahm Impulse aus dem Buch Joel und der Bergpredigt auf. Michael Bornemann zitierte Joel 3,1: „Ich werde meinen Geist ausgießen über alles Fleisch. Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten werden Träume haben und eure jungen Männer haben Visionen.“ Religionslehrerin Ursula Frey-Kess las später auch die daran anschließenden Verse. Bornemann begrüßte Pfarrer Sluminsky herzlich an der Schule; dessen „freundliche zupackende Art“ ermögliche es, zum Träumen anzuregen und im Vertrauen auf Gott einiges zu bewegen. „Wir haben bei uns erstaunlich viele Orte, die Kraftquelle sein können“, sagte er mit Blick auf das weitläufige Schulgelände und gab die Anregung, an Orten wie Streuobstwiese oder Foyer Gottesdienste zu feiern.

Verse aus der Bergpredigt standen im Mittelpunkt

Pfarrer Daniel Sluminsky richtete einige Worte an die Schulgemeinschaft und stellte Verse aus der Bergpredigt in den Mittelpunkt: „Ihr seid das Salz der Erde. […] Ihr seid das Licht der Welt“ (Matthäus 5, 13f.). Anknüpfend an den Joel-Text sprach er von seinem Kindheitstraum, Batman zu werden; diese Vision habe er bis heute. „Ich werde die Welt nicht retten können. Aber ich habe gemerkt, dass es beim Retten der Menschen darum geht ihnen zu zeigen, dass sie angenommen sind und geliebt werden.“ Und so verstehe er seine Aufgabe als Seelsorger: Menschen sollen immer wieder hören: ‚Schön dass es dich gibt; du musst keine Leistung bringen, um geliebt zu sein, so wie du bist.‘“ Denn: „Ihr seid bereits Salz der Erde, ihr gebt der Welt bereits Geschmack und ihr könnt die Welt hell machen und seid jemand, der nicht das Licht unter den Scheffel stellen muss.“ Sein Wunsch laute, dass sich alle am Schulleben Beteiligten gegenseitig stützen, noch mehr Würze geben und einander Licht sind.

Das Gemeinsame wurde auch im Grußwort von Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke deutlich: „Schulseelsorge braucht die vielen Menschen. Jeder gibt und bekommt etwas, um eine gute Schulgemeinschaft zu sein. Ich wünsche Ihnen viele schöne und wertvolle Begegnungen!“ Die Übergabe der Urkunde folge zu einem späteren Termin, heißt es in ihrem Schreiben.

„Sie sind das Salz – für noch mehr Würze schenken wir Ihnen unterschiedliche Salze“: Sechstklässlerinnen überreichten Pfarrer Sluminsky kleine Präsente der Schulgemeinschaft und sprachen zu jedem Salz ein paar Worte, zum Beispiel: „Wir schenken Ihnen heute Meersalz, denn genau so groß, wie das Meer ist, soll Ihr Glück sein. Dabei sollen Sie nie vergessen, dass es manchmal ruhige, aber auch stürmische Zeiten gibt.“ Oder: „Wir schenken Ihnen heute edles Fingersalz, um darauf hinzuweisen, dass jeder Mensch ein edles Wesen ist.“

Zuvor überreichten Kristina Gast und Alexander Thönnes, die mit Pfarrer Sluminsky im Pastoralteam arbeiten, ihm Brot – denn gewissermaßen handele es sich um einen Einzug in die Schule und zu einem Einzug schenke man traditionell Brot und Salz.

Mit Fürbitten brachten sich weitere Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen ein. Pfarrerin Gudrun Schlösser wünschte Pfarrer Sluminsky in ihrer kurzen Ansprache mit Bezug auf Jesaja 55, „dass Ihr Dienst an dieser Schule wie ein warmer Regen wirkt, der die Erde tränkt und so manches zum Keimen, Sprossen und Wachsen bringt.“

Daniel Sluminsky hat in Bochum und München studiert, wurde 2015 zum Priester geweiht und war danach Kaplan in Bad Münstereifel. Seit September 2020 ist er Kreisjugendseelsorger und seit Mai 2021 hat er zusätzlich die Schulseelsorge am SJG übernommen.

Daniel Sluminsky, neuer Schulseelsorger am St. Joseph-Gymnasium, freut sich über Brot und Salz zum „Einzug“ in sein neues Amt und damit in die Schule.

Daniel Sluminsky, neuer Schulseelsorger am St. Joseph-Gymnasium, freut sich über Brot und Salz zum „Einzug“ in sein neues Amt und damit in die Schule.

Die Sechstklässlerinnen Charlotte und Jolanta überreichen Pfarrer Daniel Sluminsky Aioloi-Salz – „als Zeichen des Zusammenhalts und Schutzes, und dass Sie immer vor Vampiren und anderen bösen Geistern geschützt sein werden“. Fotos: Erzbischöfliches St. Joseph-Gymnasium Rheinbach

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