Allgemeine Berichte | 05.12.2016

Kolpingsfamilie Bendorf

Im Angesicht der Trümmer ließen sie Taten folgen

Drei Kolpingsöhne wurden für 70 Jahre ehrenamtlichen Einsatz gewürdigt

Im Angesicht der Trümmer ließen sie Taten folgen

Bendorf. Die Innenstadt Bendorfs – ein mehr oder weniger aufgeräumtes Trümmerfeld. Das Land Rheinland-Pfalz – ein im Werden befindliches politisches Gebilde.

Die Nazidiktatur ist Geschichte – Gott-sei-Dank. In dieser Zeit unternehmen es 37 junge Männer, die Kolpingsfamilie Bendorf wieder zu beleben. Zusammen mit den rund 50 Kolpingsöhnen der Vorkriegszeit, die jahrelang zu einem „Vereinsleben“ in aller Stille gezwungen waren und sich nicht in der Öffentlichkeit für das Gemeinwesen einsetzen konnten, wollten sie wieder als katholischer Verein in der und für die Öffentlichkeit aktiv werden.

Regelmäßige wöchentliche Treffen der Mitglieder und Tätigkeiten in der Gemeinde gehörten ebenso zum Vereinsleben wie die Versorgung älterer Bewohner mit Brennholz oder die aktive Antwort auf die Bitte der Stadtverwaltung, bei den Aufräumarbeiten in der Innenstadt zu helfen. Im Mai 1946 wieder gegründet, führen sie im Herbst schon ein Theaterstück in den Anlagen des Hedwig-Dransfeld-Hauses auf: Das Opfer. Diesem werden in den nächsten Jahren weitere folgen.

Die Kolpingsfamilie Bendorf nahm die Feier des Stiftungsfestes zum Anlass, drei Kolpingsöhne für ihre 70-jährige Mitgliedschaft im Internationalen Kolpingwerk zu ehren: Josef Geißler, Richard Neckenig, Franz Weber. Ein Rückblick in die ersten Jahre der Nachkriegszeit, veranschaulicht durch Dokumente und Bilder, vermittelten auch den jüngeren Teilnehmern der Feierstunde einen Blick in die Zeit des Aufbaues.

Im Angesicht der Trümmer ließen sie Taten folgen

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag
Ralf Schweiss
Dienstleistungen
Lampionfest der Feuerwehr Weißenthurm
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Juni 2026
Image
Tag der Architektur im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr
Tag der Architektur im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr
Empfohlene Artikel
Die vulkanische Geschichte der Eifel lässt sich im Lava-Dome spielerisch entdecken. Foto: Dominik Ketz
249

Wer glaubt, Vulkane gäbe es nur auf Island oder in Italien, hat die Rechnung ohne die Eifel gemacht. Im Lava-Dome in Mendig wird schnell klar: Auch hier ging es einst verdammt heiß her! Das Deutsche Vulkanmuseum entführt seine Besucher auf 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte. Klingt staubtrocken? Von wegen! 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte.

Weiterlesen

In der ehemaligen Ahrweiler Synagoge diskutierten (von links) Nick Falkner, Ulrich van Bebber, Susanne Bell und Dr. Martin Wein.
244

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie hat die Flut den Zusammenhalt im Ahrtal verändert. Welche Konflikte bestehen noch? Wo trägt bürgerschaftliches Engagement weiterhin? Wo brauchen Menschen, Vereine und Kommunen mehr Unterstützung? Und was muss Politik aus dieser Katastrophe lernen, damit Warnketten funktionieren, Zuständigkeiten klar sind und der Staat im Krisenfall schneller handeln kann?

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 11
144

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Kolpingsenioren Gladbach
808

Kolpingsenioren Gladbach

Moin - Ostfriesland

Gladbacher Kolpingsenioren „bi de Friesen“. Nee, nicht in Nord- sondern Ostfriesland ist das Ziel. Der ruhende Pol ist der Ostfriesen-Hof in Leer. Von hier erkunden wir Senioren Ostfriesland

Von Hans-Josef Richter aus Bendorf-Sayn

Weiterlesen

Trotz der Hitze: gute Stimmung und Gespräche beim fairen Frühstück vor dem Andernacher Rathaus
526

Fairtrade Frühstück Andernach

Fairtrade Frühstück in Andernach

Andernach. Mit einem fairen Frühstück vor dem Historischen Rathaus hat die Stadt Andernach erneut ein sichtbares Zeichen für mehr globale Gerechtigkeit und nachhaltigen Konsum gesetzt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, gemeinsam zu frühstücken und dabei mehr über die Bedeutung fair gehandelter Produkte zu erfahren.

Von Hans-Georg Hansen aus Andernach

Weiterlesen