Der Verein „Gemeinsam für Vielfalt“ setzt seine Arbeit fort
Im Bürgerpark werden nun die Ärmel hochgekrempelt
Rückblick und Ausblick – die Mitglieder wählen einen neuen Vorstand und planen die kommende Arbeit
Unkel. Erschöpft, aber zufrieden blicken die Mitglieder: diejenigen, die den Verein vor zwei Jahren gründeten, aber auch einige Neue bei ihrer Mitgliederversammlung auf die erfolgreiche Teilnahme am Integrationswettbewerb zurück, der dem Verein als Preisgeld und Spenden runde 30.000 Euro in die Kasse spülen wird. Im letzten Jahr stagnierte die Arbeit des Vereins auf dem Gelände, bedingt durch die Übergabe des Geländes an die Stadt Unkel und einer Sperrung des Geländes nach Astbrüchen. Nun kann es aber richtig losgehen, denn Bürgermeister Gerhard Hausen hat mündlich seine Zusage für den Start weiterer Arbeiten gegeben.
Bei den Vorstands-Neuwahlen stellen sich Detlev Cosler als Vorsitzender und Heba Bagdounes als Kassiererin erneut zur Wahl und werden einstimmig bei Enthaltung der Betroffenen in ihrem Amt bestätigt. Für Aynur Ergin und Riad Alhamad, die nicht mehr kandidieren, treten Anja Rihm und Vanessa Buslei zur Wahl an und werden einstimmig bei Enthaltung der beiden Kandidatinnen als Stellvertreterinnen gewählt. Zachary Gallant und Roshan Mhso kandidieren erneut als Kassenprüfer*in und werden ebenfalls einstimmig bei Enthaltung beider Personen im Amt bestätigt.
Neue Spenden für den Verein beim Flohmarkt
Nun ist der Unkeler Hof verkauft, Mobiliar und Hausrat werden nicht mehr gebraucht. Aber nicht alles muss auf den Sperrmüll. Sicher gibt es Unkeler, die gerne – sei es aus nostalgische Gründen, sei es, weil sie einfach alte Sachen lieben, ein Schätzchen aus dem Unkeler Hof erwerben würden.
Daniel Schmitz, der als Architekt für den neuen Besitzer tätig ist, erhält von neuen Besitzer die Erlaubnis, an diesem Sonntag einen Flohmarkt durchzuführen und den Erlös dem Verein „gemeinsam für Vielfalt“ zu spenden. Gesagt, getan: Tatsächlich finden viele Nostalgiker und Käufer*innen an diesem Sonntag den Weg in den Unkeler Hof und gehen, beladen mit Schätzen aus der goldenen Zeit des Traditionslokals nach Hause. Anja Rihm und Vanessa Buslei, die Daniel Schmitz an diesem Tag tatkräftig unterstützen, freuen sich am Ende, mit einer gut gefüllten Kasse nach Hause gehen zu können.
Gemeinschaftsgarten im Bürgerpark – nun geht es endlich los
Nachdem Bürgermeister Gerhard Hausen den Startschuss für den Bürgerpark gegeben hat und die Teilnehmer*innen aller derzeit mit der Planung des Bürgerparks befassten Arbeitsgruppen dem Verein ermutigten, nun loszulegen, stand dem Start des Projekts Gemeinschaftsgarten nichts mehr im Wege.
Starke Hilfe in Form eines Traktors mit Pflug und Fräse rückte an. Nach ca. zwei Stunden war auf dem 22 000qm großen Parkareal ein ca. 400qm großes Rasenstück in einen Acker verwandelt worden. Sofort machten sich Amseln, Ringeltauben, Gartenrotschwänzchen und Mönchsgrasmücken über den gedeckten Tisch her, um nach Futter für ihre Jungen zu suchen.
Mit Bedacht hatte der Verein den ruhigsten Teil des Geländes für die angedachten Aktivitäten, nahe den beiden angrenzenden Häusern geplant, denn Salat, Möhren und Co. wachsen leise und bei Nacht sind die Gärtner zu Hause.
Anja Rihm von der Integrationswerkstatt freute sich angesichts des Anblicks des gepflügten Geländes über die tatkräftige Unterstützung von Knut von Wülfing. „Er hat uns damit sehr geholfen. Hätten wir das alles von Hand umgraben müssen, wären wir sicher noch Wochen damit beschäftigt gewesen.“ stellte Rihm erleichtert fest.
Nun muss der Boden für die Bepflanzung vorbereitet werden
Der Gartenfachmann von Wülfing rät der Gemeinschaftsgartenleiterin Anja Rihm, zunächst Gründüngung einzusäen und diese im Frühjahr nach dem Frost unterzugraben. „Dann ist auch die untergepflügte Grasnarbe verrottet und der Boden für die geplanten Gemüsebeete natürlich gedüngt und gut vorbereitet,“ so von Wülfing.
Anja Rihm nimmt den Rat des Fachmannes gerne an. Bevor hier Radieschen und Salat wachsen dürfen, wird Rihm Bodenproben entnehmen und analysieren lassen. Dies hatte Ute Giesen von der ökologischen Gruppe „Unkel Tomorrow“ ihr empfohlen. Schließlich muss sicher sein, dass die künftigen Gemüsebeete frei von belastenden Schwermetallen sind.
„Bis die Bodenanalyse zurück kommt werden wir noch genug zu tun haben, denn die vielen Steine und dicken Wurzelstücke müssen aus dem gepflügten Boden entfernt werden.“ gibt Rihm zu bedenken.
Wer Lust hat sich der Gartengruppe im Bürgerpark anzuschließen, oder nicht mehr gebrauchte Gartengeräte spenden möchte, kann sich gerne per E-Mail an Anja Rihm, rihmart@web.de, wenden.
Auch in der Fahrradwerkstatt geht es weiter
Gerd Faßbender und Philip Nasution werkeln bereits jeden Dienstag zwischen 16:30 und 18 Uhr in dem Raum, in dem viele gespendete Fahrräder darauf harren, inspiziert und repariert werden, damit sie später abgegeben werden können. „Viele Fahrräder standen eines Tages vor der Tür. Wir wissen überhaupt nicht, von wem sie sind,“ erklärt Anja Rihm. Nun müssen wir erst mal klären, ob es sich nicht um gestohlene Fahrräder handelt.
Zwischendurch helfen die beiden Fahrrad-Spezialisten bereits Menschen, einen neuen Schlauch aufzuziehen oder andere kleine Reparaturen unter ihrer Anleitung selbst durchzuführen. „Es handelt sich um eine „do it yourself-Werkstatt“ für Menschen mit kleinem Geldbeutel, keine Konkurrenz zu den örtlichen Fahrradhändlern“, betonen die beiden Anleitenden der Fahrradwerkstatt.
Das Team der Fahrradwerkstatt soll noch größer werden. Interessent*innen wenden sich bitte an Detlev Cosler: detlev.cosler@seelsorgebereich-unkel.de Ein Fachmann des ADFC wird in den kommenden Monaten Schulungen durchführen, um das notwendige fachliche knowhow zu vermitteln.
Pressemitteilung
Verein Gemeinsam für Vielfalt
