Regisseur Hans-Peter Doll gab mit dem Vorsitzenden Joachim Engel die Darsteller der Riedener Passionsspiele 2025 bekannt
Im Eifelort Rieden heißt es ab sofort: „Lasst die Bärte wachsen“
Jochen Marx und Claudio Civello agieren als Jesus-Darsteller - Riedener freuen sich auf 100 Jahre Passionsspiele
Rieden. Nun haben es die rührigen, traditionsbewussten Riedener wieder einmal geschafft, die nächste Spielzeit der Passionsspiele zu sichern. Aber um eine immense Produktion „abzusichern“, muss man die richtige Mannschaft im „Boot“ haben. Von den Darstellern der Hauptrollen um Jesus und Maria, bis hin zum letzten der Statisten oder Sänger im Passionschor. Und da kann man wahrlich vor der Arbeit der nimmermüden Veranstalter, um den engagierten Vorsitzenden der Laienspielgruppe des Junggesellenvereins, Joachim Engel, und den quirligen Regisseur Hans Peter Doll, ein Mann der dieses, sein Metier quasi von der Pike auf kennt und qualitativ hochwertig ausübt, den berühmten „Hut“ ziehen. Die Mysterien-Geschichte über das Leben, Leiden und Sterben Jesu Christi, in dem Ort; den ich einmal innerhalb meiner Berichte als das „Oberammergau der Eifel“, bezeichnet habe. Das Dorf, über dem eigentlich immer der berühmte Hauch der Passion liegt. Und in dem fast jeder der Einwohner einmal, oder gar mehrmals bei den Spielen mitgewirkt hat. Drum war es wieder erfreulich, als über 100 Riedener Laienspieler, Sängerinnen und Sänger am Palmsonntag, die Schützenhalle des Passionsspielortes füllten, um gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Laienspielgruppe des Katholischen Junggesellenvereins Rieden, Joachim Engel, und Regisseur Hans Peter Doll die spieltechnische „Marschrichtung“ abzustimmen. Und da wäre mancher Theaterprofi fast vor Neid erblasst, hätte er gesehen mit welcher Ruhe und Aufmerksamkeit die Akteure, bei der „Sache“ waren. Sie hören es nicht gerne, aber man kann mit Fug und Recht behaupten, was diese Bürgerinnen und Bürger Riedens, ob jung oder alt, an passionaler Perfektion Spielzeit für Spielzeit auf die Bühne der Pfarrkirche brachten und bringen, hat mittlerweile einen immens guten Ruf in deutschen Landen. Es geht also wieder los im „Oberammergau der Eifel“. Bekanntgabe aller Rollen, darunter die Hauptrollen in Doppelbesetzung. „Das nur ja nichts schief gehen kann“, so Joachim Engel und Hans Peter Doll, der sich für seine Regiearbeit, ein Passionsspiel bewährtes Team ins Boot geholt hat. Organisatorische Fragen aus dem Darsteller- oder Sängerkreis wurden locker abgehandelt. Man hat´s eben „drauf“. Viele sind seit mehreren Spielzeiten bei dieser Geschichte um das Leben und Sterben Jesu Christi mit dabei. Andere sind neu und freuen sich mit von der Partie zu sein. Ein echter Riedener hilft irgendwie mit bei diesen Spielen, denn ein gewisser Hauch der Passion liegt immer über dem schmucken Ort. Hatte Hans Peter Doll und Stefan Müller auch anfänglich Probleme bei der Mitspielersuche, konnten erfreulicherweise alle Rollen wieder besetzt werden. Doch wenn demnächst die Proben für die nächste Spielzeit 2025 beginnen, wird sich die Freizeitgestaltung vieler Bewohner radikal ändern. „Da hilft nur Disziplin, Und die richtige Organisation. Vorsitzender Joachim Engel: „Darum haben auch die Mitglieder in den Ausschüssen: „Rollenbesetzung“, „Werbung und Marketing“, „Bühnenbau“, „Kostümbildnerische Gestaltung“ Catering und natürlich „Finanzen“ wichtige Aufgaben innerhalb der Passionsspiele. Da gilt es viel zu regeln., also heißt es „Ärmel hoch“. Es dauert zwar fast noch ein Jahr bis zum Passions-Ereignis, aber, man kann nicht früh genug mit einer solch großen Produktion anfangen, denn der Termin der ersten Vorstellung ist schneller da, als manche glauben.“Die Proben werden im Oktober 2024 beginnen“, so Regisseur Doll, ein „alter Hase“ in seinem Metier. „Hier muss man sein ganzes Herzblut hineinlegen, und das verlange ich auch von meinen Akteuren“, so die Regie-Ikone, ehe er die Besetzungsliste offiziell bekannt gab. In den Hauptrollen werden in Doppelbesetzung Jochen Marx und Claudio Civello als Jesus-Darsteller, Judith Doll und Alexandra Reuter als Maria, Klaus Dobrzynski und Urban Reuter als Petrus, Jörg Hinz und Andreas Doll als Judas, Manuel Doll und Ralf Nürnberg als Pontius Pilatus, Helmut Bach und Oliver Minwegen als Ammon, Sven Reuter und Tobias Lechtenböhmer als Johannes und Joachim Schäfer und Hermann Josef Hilger werden als Kaiphas agieren. Insgesamt werden es, neben dem Passionschor, wieder 106 Mimen sein, die den Erfolg garantieren. Schön, das sich für den Chor bereits 40 Personen zur gesanglichen Begleitung zur Verfügung gestellt haben. Ebenso die Floriansjünger der Feuerwehr, die für Ordnung und Sicherheit sorgen werden. Joachim Engel und Hans Peter Doll überreichten noch einen Scheck vom Erlös der stattgefundenen Passionsausstellung an Pastor Artur Schmitt für die Orgelsanierung in der Pfarrkirche. BS
Lang lang ist´s her damals noch im Saale Doll.
