Allgemeine Berichte | 16.05.2017

Mario Grudnick fängt unvergessliche Momente mit der Kamera ein

Im Fokus keine Postkartenmotive, sondern echtes Leben

Ausstellung mit dem Titel „WORLD IN MY EYES“ ist noch bis zum 29.Juli zu sehen

Mit seinen überwiegenden Schwarzweiß-Fotografien schafft Grudnick es, denn Betrachter in seinen Bann zu ziehen.

Koblenz. Der 1973 in Königswusterhausen geborene Mario Grudnick schwärmte schon in seiner Jugend für die Fotografie. Nach einer handwerklichen Lehre stellte er schnell fest, dass sein Hobby (die Fotografie) vielleicht sein Beruf werden könnte. Nach der Wende verbrachte er erst einmal zwei Jahre in Südfrankreich, wo er Land und Leute kennenlernte. 2003 ging er nach Montabaur, um dort eine Umschulung zum Web-Designer zu machen. Neben seinem eigenen Design-Büro fotografiert er nach wie vor leidenschaftlich. Seit 18 Jahren lebt und arbeitet Mario Grudnick, der in Brandenburg und Berlin groß geworden ist, in Koblenz und eröffnete nun seine erste Ausstellung im Hause Piano Flöck, St. Sebastian, unter dem Titel „WORLD IN MY EYES“, die noch bis zum 29. Juli zu besichtigen ist.

Zum großen Vorbild für Mario Grudnick wurden die Schwarzweiß-Fotografien von Anton Corbijn sowie die Farbfotos von Steve McCurry. Auf seiner ersten Reise nach Südostasien widmete er sich dann auch sehr bald den Menschen und ihrer Umgebung, wodurch dann Eindrücke von einzigartiger Schönheit entstanden sind.

Seine Bilder, die überwiegend in schwarz-weiß gehalten sind, strahlen eine Authentizität der Einfachheit und auch der ungezwungenen Fröhlichkeit der Menschen aus. Bilder, die auch manchmal einige Teile von Armut mancher Region Südostasiens zeigen, strahlen dennoch eine Zufriedenheit und ein gewisses Glücklichsein der Menschen aus. Viele Menschen, die auf seinen Fotos dargestellt sind, haben zum Teil nur das Nötigste zum Leben. Bilder von herumtobenden Kindern auf einem verdreckten Sandstrand, meditierende junge Mönche vor einer fast verfallenen Hütte, oder ein einsamer Angler, der bis zur Hüfte im Wasser steht, werden bei Mario Grudnick nicht zu Postkartenmotive, sondern ganz einfach zu fotografischen Kunstwerken. Der Aufbau und die Herangehensweise von ihm an Objekte oder Menschen, zeigen ein sehr starkes Auseinandersetzen mit der Bildkomposition. Für ihn ist es nicht nur ein einfaches „Draufhalten“ mit der Kamera, sondern er versucht, mit seinem ausgewählten Handeln, in Bezug auf das Motiv den Betrachter in seinen Bann zu ziehen. Die Art und Weise, wie er seine Fotos gestaltet, lässt hoffen, dass er auf dem guten Wege zu einem großartigen fotografischen Künstler werden kann.

Demnächst möchte er wieder zu einer Reise nach Indien aufbrechen, von wo er dann auch einige Farbfotos mitbringen möchte, da es in Indien viele farbenfrohe Momente und Rituale gibt.

„Für die fotografische Darstellung fernöstlicher Länder bietet die Reisefotografie ungeahnte Möglichkeiten und die möchte ich nutzen“, so Mario Grudnick beim abschließenden Gespräch mit BLICK aktuell. Warten wir wieder gespannt auf wunderbare Fotos.

Mario Grudnick zeigt in seinen Fotografien, wie er die Welt sieht. Demnächst bricht er zu einer Reise nach Indien auf und wird bestimmt wieder viele Fotos mitbringen.H. Hünerfeld

Mario Grudnick zeigt in seinen Fotografien, wie er die Welt sieht. Demnächst bricht er zu einer Reise nach Indien auf und wird bestimmt wieder viele Fotos mitbringen. Fotos: H. Hünerfeld

Mit seinen überwiegenden Schwarzweiß-Fotografien schafft Grudnick es, denn Betrachter in seinen Bann zu ziehen.

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