143. Stiftungsfest des Kameradschaftsvereins Ludendorf 1871
Im Gedenken an zwei Weltkriege
Swisttal-Ludendorf. In diesem Jahr jährte sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal, und der Beginn des Zweiten Weltkrieges jährt sich gerade zum 75. Mal. An diese zwei markanten Daten erinnerte Swisttals Beigeordnete Petra Kalkbrenner in ihrer Festrede zum 143. Stiftungsfest des Kameradschaftsvereins Ludendorf 1871. „Das gemeinsame Gedenken an diese europäischen Albträume, die auch in Deutschland und auch in der Gemeinde Swisttal keinen Ort verschont haben, bedarf in diesem Jahr einer besonderen Erinnerung und erhält daher die erforderliche besondere Aufmerksamkeit“, so die Festrednerin. Der Erste Weltkrieg, auch als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts mit rund zehn Millionen Toten und 20 Millionen Verwundeten bezeichnet, wurde dann in den Jahren von 1939 bis 1945 im Zweiten Weltkrieg noch einmal mit über 65 Millionen toten Soldaten und Zivilisten sowie mit mehr als zehn Millionen Kriegsgefangenen übertroffen. „Beim Hören der Nachrichten, beim Aufschlagen der Zeitung, erfährt man heute täglich, dass die Themen und Fragen von Krieg und Frieden wieder nach Europa zurückgekehrt sind“, so Kalkbrenner, und sie weist auf die aktuellen Entwicklungen auf der Krim und der Ukraine hin, ebenso auf die Geschehnisse in Syrien und im Irak.
„Dem Kameradschaftsverein 1871 Ludendorf gebührt ein besonderer Dank, dass er alljährlich mit dem Festakt an die leidvollen Folgen von Krieg und Vertreibung hinweist und dass die Bewahrung des Friedens immer wieder gefordert werden muss.“
Soldaten des Reservistenverbandes Swisttal-Rheinbach umrahmten die Feierstunde und die Niederlegung des Gedenkkranzes am Ehrenmal.
Soldaten des Reservistenverbandes bilden die Ehrenformation bei der Kranzniederlegung.
