Allgemeine Berichte | 08.07.2017

kdf Ohlenberg

Im Kräutergarten der Franziskanerinnen

Gärtnerin Kordula Honnef vermittelte den teilnehmenden Frauen tolle Einblicke

Die Einladung der kfd Ohlenberg zu einer Führung durch den Kräutergarten der Klosteranlage der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, hatten einige Frauen angenommen. privat

Waldbreitbach. Ein Bibelblatt ist nicht nur ein Blatt der Bibel, es ist auch eine Heilpflanze (alias Marienblatt). Ihren Namen verdankt die Pflanze dem Umstand, dass sie einen frischen Duft nach Minze und Zitrone verströmt und in früheren Zeiten zwischen die Blätter des Gebetbuchs gelegt wurde, damit der Beter bei schwindender Andacht oder zu langen Predigten daran riechen und sich wachhalten konnte. Dieses Kraut und viele andere Pflanzen und Kräuter lernten die Frauen kennen, die der Einladung der kfd Ohlenberg zu einer Führung durch den Kräutergarten der Klosteranlage der Waldbreitbacher Franziskanerinnen gefolgt waren. Mit großer Sachkunde und spürbarer Freude an der Materie hat Kordula Honnef, die Gärtnerin der Klostergärten, den Frauen Wissenswertes über Kräuter, Würz- und Heilpflanzen vermittelt; sie erfuhren unter anderem, was essbar ist, wie mit den Kräutern umzugehen ist und welche Heilkräfte sie haben.

Schon der Anblick der bunten Vielfalt löste Begeisterung bei den Frauen aus, erst recht dann die Fähigkeiten und Eigenschaften der Pflanzen. Der Gemeine Odermennig, so berichtete Kordula Honnef zum Beispiel, ist eine Heilpflanze mit adstringierenden Eigenschaften, sie entlastet die Leber, reinigt das Blut und wird bei Durchfall eingesetzt; sie trägt auch den Namen „Pflanze der Ehrlichkeit“, soll also Menschen helfen, die sich aus Angst vor schmerzlichen Konflikten nicht zur Wahrheit bekennen können.

So zeigte und charakterisierte die Gärtnerin viele Pflanzen, über die sie Erstaunliches zu berichten wusste, Pflanzen, die schon dem Namen nach wohl nicht allen Frauen bekannt waren: Da gab es den Blutampfer, das Pfeilkraut, den Eibisch, die Meisterwurz, den großer Alant, den Goldfelberich, die wilde Karde, den Heilziest, die Eberraute, den guten Heinrich, das echte Eisenkraut, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Zusammenfassend meinte Kordula Honnef, dass der liebe Gott die Natur so eingerichtet hat, dass sie uns im Grunde alles gibt, was wir brauchen.

Die Führungen durch den Kräutergarten der Klosteranlage sind Teil des Projekts der Waldbreitbacher Franziskanerinnen „Die Schöpfung bewahren“. Ziel des Projekts ist es, das Wissen über die Natur und die Lebenskreisläufe zu vertiefen und so die Bedeutung eines behutsamen und respektvollen Umgangs mit der Natur immer wieder ins Bewusstsein zu rufen.

Die Einladung der kfd Ohlenberg zu einer Führung durch den Kräutergarten der Klosteranlage der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, hatten einige Frauen angenommen. Foto: privat

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