Allgemeine Berichte | 09.12.2024

Landrat überreichte Urkunden für Sonderpreise an Leutesdorf und Dattenberg

Im Kreis Neuwied gewannen Anhausen und Oberraden den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Vier Gemeinden siegten und wurden geehrt

Vertreter der siegreichen Orte wurden im Anhausener Dorfgemeinschaftshaus geehrt.  Fotos: HEP

Kreis Neuwied. „So sehn Sieger aus“ heißt ein Lied zur Fußballbundesliga, das aber auch zu Anhausen passt. Denn der Ort wurde Sieger beim Kreisentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“ wo auch das „Aussehen“ zählt. Das und mehr wurde jetzt vor Ort im Dorfgemeinschaftshaus bei einer Feier mit Urkunde gewürdigt.

Die Kreisverwaltung Neuwied hatte fast 100 Gäste, es gab insgesamt 4 Sieger im Kreis, zur Ehrung der Ortsvertreter durch Landrat Achim Hallerbach eingeladen.

Nach einer Darbietung des Kinderchors der Anhausener Grundschule mit Gesang und Blockflöten verwies der Landrat in seiner Festrede darauf, dass ein solcher Wettbewerb „vielseitige Vereinsleben, ausgeprägtes ehrenamtliches Engagement, eine aktive und engagierte Dorfgemeinschaft“ fördere und zeige.

„Bewahren Sie sich diesen Schatz einer engagierten Bevölkerung“, forderte der Landrat die Kommunen auf und weiter: „Dieses Engagement der Dattenberger, Leutesdorfer, Oberradener und Anhausener zieht sich wie der berühmte rote Faden durch die Bewertungsskala.“

Der Wettbewerb, der letzte war vor 6 Jahren wegen Corona und der Ahrtalkatastrophe, habe sich zum Ziel gesetzt, die Zukunftsperspektiven in den Dörfern zu verbessern und die Lebensverhältnisse in den ländlichen Räumen denen städtisch geprägter Gegenden anzugleichen, unterstrich Achim Hallerbach.

Bewertet hat die Kreiskommission bei ihren Rundgängen durch die Dörfer u.a. Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen, Bürgerschaftliches Engagement, soziale und kulturelle Aktivitäten, Baugestaltung und -entwicklung sowie Grüngestaltung und die Präsentation des Ortes durch die Gemeinde.

Der Landrat dankte den Mitgliedern der Jury Sandra Köster, Wolfgang Kunz, Christoph Kirst und Margit Rödder-Rasbach: „Sie alle hatten keine leichte Aufgabe und haben einen tollen Job gemacht“, lobte Hallerbach.

Von den Delegationen aus und für alle teilnehmenden Ortsgemeinden begrüßte der Kreischef u.a. Bürgermeister Hans-Werner Breithausen von der VG Rengsdorf-Waldbreitbach, Dagmar Gombert Erste Beigeordnete von Dattenberg, den Leutesdorfer Ortsbürgermeister Markus Konitzer, den Oberradener Ortsbürgermeister Achim Braasch und den Anhausener Ortsbürgermeister Heinz-Otto Zantop.

Ihn und sein Helferteam aus Vereinen, Institutionen und Gemeinderat lobte der Landrat für das stimmungsvolle Ambiente, das sie für die Siegerehrung im Dorfgemeinschaftshaus geschaffen hatten.

Anhausen und Oberraden qualifizieren sich mit ihren Platzierungen für den nächsthöheren Gebietsentscheid und der Landrat hofft, dass es für den Landesentscheid und vielleicht sogar den Bundesentscheid im nächsten Jahr reicht.

Entscheidungsfaktenfür Preisvergabe

1. Platz für Anhausen: Projekt „Wir sind Kirchspiel Anhausen“ hat Anhausen zusammen mit Meinborn, Rüscheid und Thalhausen ein Modell gemeindlicher Daseinsfürsorge auf den Weg gebracht.

Neubau einer Wohn-Pflegegemeinschaft incl. Tagespflege in Zusammenarbeit mit der Ev. Sozialstation Straßenhaus 12 Appartements, 18 Tagespflegeplätze. „Digitales Kirchspiel Anhausen“ informiert via Homepage über Geschehen im Kirchspiel. Dorf-Funk-App als zusätzliches Kommunikationsmedium. Bau eines interkommunalen Einkaufsstandortes am Ortsrand zur Nahversorgung. Viele Häuser im alten Ortskern über Jahre saniert und als Wohnraum genutzt. Innerörtliche Verbindungswege mit „Grüninseln“ als biotopverbindende Elemente mit Spielgeräten sowie Natur- und Bauerngärten. Gestaltung von Friedhof mit den alten Bäumen, Bienenweiden und kleiner Park im Dorfkern. Das alles überzeugte die Jury und brachte Anhausen Gold.

Zweiter Platz im Wettbewerb für Oberraden: Ausgeprägtes Gemeindeleben mit vielen Aktivitäten von Bürgern und Vereinen. Durchgrünung der Ortslage für klimatische Verbesserung und ökologische Aufwertung. Homepage und Orts-App, die bald mit Nachbargemeinden verknüpft wird. Viele Anwesen und Gärten vorbildlich renoviert, ehemalige Scheunen für Wohnraum oder Gewerbe umgestaltet. Ehrenamtliches Schulgartenprojekt wird seit 10 Jahren unter Patenschaft der KITA Straßenhaus betrieben. Geplante Anlage eines interkommunalen Gewerbegebietes „Alte Feuerwache“ zum Dorftreff auch für Vereine umfunktioniert. Von alledem war die Jury beeindruckt und vergab Silber an Oberraden.

Sonderpreis vorbildliches Vereinsleben für Dattenberg: Umfangreiche Eigenleistungen der Bürger zum Erhalt der Gemeinbedarfseinrichtungen sowie zur Gestaltung der Grünanlagen. Viele vorbildlich renovierte Gebäude. Festivitäten wie Erntedank- und Winzerfest, Kirmes und Weinbergspicknick. Gemeindecafé, neuer Weinberg mit Aussichtspunkt, neu gestalteter Kinderspielplatz, Infotafeln und Stelen über Basalt. Vorbildliche Miteinander und ausgeprägtes Vereinsleben führten zum Sonderpreis.

Sonderpreis herausragendes Biotopmanagement für Leutesdorf: Kunst- und Kulturwege, Grünflächen- und Beet Patenschaften, neu gestalteter Veranstaltungsplatz. Imagefilm über Leutesdorf, Beschilderung von Wanderwegen, digitale Infos von und über Winzer. Innerortsentwicklung und Umnutzung leerstehender Gebäude, in historischer Löwenburg entstehen Wohnungen. Engagement der Arge Kulturlandschaft mit Anlage und Unterhaltung von Trockenmauern, Apfel- und Weinlehrpfad, offenhalten von Sonderbiotopen und Streuobstwiesen was zum Sonderpreis für herausragendes Biotopmanagement führte.

HEP

Auch die Blockflötengruppe der Grundschule Anhausen begeisterte dieGäste der Feier.

Auch die Blockflötengruppe der Grundschule Anhausen begeisterte dieGäste der Feier.

Vertreter der siegreichen Orte wurden im Anhausener Dorfgemeinschaftshaus geehrt. Fotos: HEP

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