Vorstand des Vereins Brexbachtalbahn e.V. im Amt bestätigt
Im Schienenbus zur Jahreshauptversammlung
Bendorf. Eine für die Mitglieder des Vereins Brexbachtalbahn e.V. neue Form der Jahreshauptversammlung fand kürzlich in der Steffens-Brauerei bei Linz statt – zumindest was die Anreise betraf. Die erfolgte nämlich erstmals stilecht von Koblenz via Vallendar, Engers und Neuwied im historischen Schienenbus. Auf diese Weise konnten die Teilnehmer schon einmal das „Feeling“ erleben, wenn der Zug in Zukunft durch das Brexbachtal fahren wird, schließlich engagieren sich die Bahnfreunde genau dafür. Die Idee fand großen Anklang, denn nicht nur wesentlich mehr Mitglieder sprangen auf den Zug auf, sondern auch zahlreiche Gäste. Sie alle bedankten sich bei hausgebrautem Bier beim Vorstand für seine hervorragende Arbeit zur Reaktivierung der Strecke.
Maßnahmen zur Reaktivierung der Bahn und der Strecke
In seinem Rechenschaftsbericht zog der 1. Vorsitzende Adolf Bongartz eine positive Bilanz zur Arbeit des Vereins im Jahr 2018. Hier ist insbesondere die Erteilung der Unternehmensgenehmigung für drei Teilabschnitte der Strecke zu nennen, darunter auch Engers-Abtei/Sayn. Dafür war allerdings erst eine Gerichtsverhandlung nötig, um das bestehende Recht der Bahn gegenüber der Ablehnungsfront in Politik von Land und vor Ort durchzusetzen. Seitdem arbeiten Verein und Betreiber an den notwendigen Instandsetzungsarbeiten, um möglichst schnell eine Betriebsabnahme zu erhalten.
Parallel laufen seitens der DB die notwendigen Arbeiten zur Anbindung der „Brex“ an die Hauptstrecke in Engers. Auch konnte ein neuer Anhänger für das Baufahrzeug beschafft werden und der Bahnhof in Ransbach wurde auf Initiative von Gernot Kallweit unter Denkmalschutz gestellt, sodass der Käufer keine baulichen Veränderungen oder Umbauten durchführen kann, die dem Bild des Gebäudes widersprechen. Beklagt werden mussten dagegen immer wieder Straftaten durch Vandalismus und Diebstahl, ohne dass es je zu einer Strafverfolgung oder gar Verurteilung gekommen wäre.
Sehr erfreulich dagegen entwickelte sich die Zahl der Follower in den sozialen Netzwerken Instagram und Facebook. Hier werden die Vereinsaktivitäten regelmäßig von ca. 5.000 Personen verfolgt und „geliked“. Im Bericht des Kassierers beleuchtete Olaf Hof die finanzielle Situation des Vereins, die sich in die beiden Bereiche ideeller Betrieb und Zweckbetrieb unterteilt. Neben dem Verkauf von Merchandising-Artikeln, Einnahmen aus dem Vereinsmagazin BREXPOSE und der Maifeier entwickelte sich vor allem das Spendenaufkommen zur wichtigsten und größten Einnahme. Sämtliche finanziellen Verpflichtungen und Investitionen für die Strecke, die Fahrzeuge und die Ausbildung von Mitgliedern konnten erfüllt werden. Es blieb sogar ein kleiner Überschuss, der in diesem Jahr für die Arbeiten zur betrieblichen Herrichtung der Strecke zusätzlich zur Verfügung steht. Adolf Bongartz bedanke ich in diesem Zusammenhang noch einmal explizit für das Engagement der Mitglieder, die wöchentlich an der Strecke arbeiten. Es konnte sogar ein Brexfan neu hinzu gewonnen werden, der jeden Samstag extra aus Leverkusen anreist, um vor Ort tatkräftig zu helfen.
Vorstandsversammlung
Die Kassenprüfer Hans Peter Nett und Wolfgang Nett hatten keine Einwände zum Kassenbericht, der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Im Anschluss fand unter Leitung von Hans Peter Nett turnusgemäß die Wahl des neuen Vorstands statt. Alle Vorstandsmitglieder wurden im Amt bestätigt: 1. Vorsitzender Adolf Bongartz, 2. Vorsitzender Ulf Wobser, Geschäftsführer Armin Brast, Kassierer Olaf Hof. Das Protokoll führt Dr. Thomas Lingen, Beisitzer sind Thomas Wirz, Strecke und Infrastruktur, Klaus Nussbaum, Fahrzeuge und Technik, Jürgen Spiller, Recht und Michael Baaden, Steuern. Neu im Amt begrüßt der Verein Hartmut Bernd als Kassenprüfer. Anträge von Mitgliedern lagen nicht vor, sodass zügig zum gesellschaftlichen Teil der Versammlung umgestiegen werden konnte, dem gemeinsamen Abendessen im Brauhaus. Zu nächtlicher Stunde ging es dann aus dem dunklen Wald im Kasbachtal am Rhein entlang wieder zurück in die hell- erleuchtete „Metropole“ Koblenz.