Gemeinde Wachtberg
Impfaktion für Flüchtlinge
Extra-Impfstoff-Kontingent für Menschen in Sammelunterkünften
Wachtberg-Berkum.Ein Piks – geimpft! Freuen konnten sich kürzlich auch einige der in Wachtberg untergebrachten Flüchtlinge über ihre Impfung gegen Corona.
Seitens des Rhein-Sieg-Kreises war für „wohnungs- und obdachlose Menschen, die in kommunalen (Sammel-)Unterkünften untergebracht sind“ ein Kontingent des Impfstoffes der Firma Johnson & Johnson zur Verfügung gestellt worden. Die genannten Personen werden der Priorisierungsgruppe 2 zugeordnet. Die Gemeindeverwaltung Wachtberg führte hierauf Gespräche mit Ärzten vor Ort, um entsprechende Maßnahmen zu organisieren. Geplant war, die an einem Impfangebot interessierten Flüchtlinge dezentral in Wachtberg zu impfen. Mit der Berkumer Ärztin Dr. Isolde Diehm konnte Ende Juni nun eine Impfaktion für den genannten Personenkreis realisiert werden.
Die Gemeinde Wachtberg betreut derzeit rund 300 Flüchtlinge. Diese stehen entweder aktuell im Asylverfahren oder besitzen, nach Abschluss des Verfahrens, schon einen Aufenthaltsstatus. Von den 300 sind circa 65 Personen in kommunalen Sammelunterkünften untergebracht. An letztere richtete sich die Impfaktion. Einige hatten bereits Interesse an einer Impfung geäußert. Am 23. Juni konnten schließlich 24 Personen geimpft werden. Die Aktion fand in der Alten Schule in Berkum statt. Impfwillige Flüchtlinge kamen aus den Übergangsheimen Fritzdorf (Raiffeisenstraße), Berkum (Alte Schule) und Werthhoven (Gereonshof). Beteiligt waren neben Dr. Diehm auch eine ihrer Arzthelferinnen sowie Fachkräfte der Gemeindeverwaltung aus dem Fachgebiet Asyl.
Die Gemeindeverwaltung Wachtberg freut sich, dass diese Impfaktion nun durchgeführt werden konnte, da dies gerade für Menschen in Gemeinschaftsunterkünften einen Schritt mehr Sicherheit bedeutet. Bedauerlich bleibt allerdings, dass nicht alle angesprochenen Flüchtlinge für eine Impfung bereit waren. Dies, obwohl die Corona-Schutzvorgaben in den Sammelunterkünften in der Regel sehr umsichtig, diszipliniert und verantwortungsvoll umgesetzt und eingehalten werden, und trotz der unermüdlichen Aufklärungsgespräche über die Bedeutung von Impfungen im Kampf gegen Corona durch sprachkundige und sehr engagierte Sozialarbeiterinnen und Ehrenamtliche. Hier gelte es weiterhin, Vorurteile abzubauen. Die Gemeindeverwaltung dankt allen an der Impfaktion Beteiligten für deren engagiertes Wirken.
Pressemitteilung
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