Allgemeine Berichte | 31.05.2021

Team der Hochschule Koblenz bei Game-Wettbewerb erfolgreich

In 72 Stunden zum Computerspiel

Das virtuelle Kartenspiel „Hadal Depth“, in dem man mit einem U-Boot in immer tieferen Meeresebenen gegen Seekreaturen bestehen muss.Quelle: Hochschule Koblenz

Remagen. Innerhalb von nur 72 Stunden ein Computerspiel zu einem vorgegebenen Thema entwickeln – klingt eigentlich unmöglich. In dem offiziellen Game Jam „Ludum Dare“, das mittlerweile zum 48. Mal stattfand, ist es dem Team der Hochschule Koblenz aber erneut gelungen: Das Team vom Remagener RheinAhrCampus entwickelte zum Thema des Wettbewerbs „deeper & deeper“ das virtuelle Kartenspiel „Hadal Depth“, in dem man mit einem U-Boot in immer tieferen Meeresebenen gegen Seekreaturen bestehen muss. Insgesamt wurden über 3800 Spiele eingereicht und von den Teilnehmenden untereinander in verschiedenen Kategorien bewertet. Das Remagener Team schaffte es in der Kategorie „Fun“ unter die Top 12.

„Der Name des Spiels bezieht sich auf die tiefste Region des Ozeans, die Hadopelagische Zone“, erklärt Justin Osenberg, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Mathematik und Technik am RheinAhrCampus, „die Idee des im Team entwickelten Spiels ist es, in jeder Runde mit einer neuen Hand an Karten zu starten und sie in einer taktischen Reihenfolge zu spielen, um möglichst viel aus jedem Zug zu holen. Durch das Managen von Ressourcen wird der nächste Zug direkt beeinflusst.“ Sechs computerspielbegeisterte Studierende arbeiteten während des sogenannten Game Jams 72 Stunden lang bei Tag und Nacht an dem Projekt, tüftelten an dem Spielkonzept, dem Schwierigkeitsgrad und den einzelnen Leveln, bis schließlich „Hadal Depth“ fertiggestellt war.

Wie es dazu kam, dass Studierende der Hochschule Koblenz gemeinsam Computerspiele entwickeln und an Wettbewerben teilnehmen? „Vor einigen Jahren wurde an der Hochschule einen Studierendenworkshop gestartet, der sich um das Thema Spieleentwicklung drehte. Die Gruppe wurde 2016 von Daniel Friemert, der im Fachbereich Mathematik und Technik lehrt, ins Leben gerufen, weil er die Programmierkenntnisse von Studierenden auf spielerische Weise verbessern wollte“, berichtet Osenberg. Er selbst trat damals als Student bei und ist heute – mittlerweile als Wissenschaftlicher Mitarbeiter – der Organisator des Kurses.

Der Kurs Game-Development hat aktuell 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, je nach Semester variiert die Zahl der aktiven Teilnehmenden zwischen sechs und 15. Es gibt keine feste Struktur, sondern die Teilnehmenden steuern selbst, welche Themen sie bearbeiten wollen. „Diese Freiheit im Kurs hat dazu geführt, dass wir nicht – wie ursprünglich vorgesehen – nur Programmierung lehren, sondern auch zahlreiche Themen wie Computergrafik, Musikkomposition oder Storytelling behandeln. Was führt zum Beispiel zur Motivation in einem Computerspiel? Wir wirken sich Farben auf die Psychologie in Spielen aus? Wie kann ich in Spielen auf gesellschaftsrelevante Themen wie Integration aufmerksam machen? Es geht also um weit mehr, als nur um den Konsum von Videospielen“, erklärt Daniel Friemert.

Um sich zu messen, nehmen die Teilnehmenden des Kurses regelmäßig an dem Game Jam „Ludum Dare“ teil, einem offiziellen Wettbewerb, der bereits seit 2002 stattfindet. Ziel hierbei ist es, bei einem vorgegebenen Thema innerhalb von 72 Stunden ein komplett fertiges Spiel herzustellen – inklusive aller Grafiken, Sounds und auch der gesamten Spielmechanik. Eine Herausforderung, der die Studierenden immer wieder mit viel Engagement und Ehrgeiz begegnen. Die im Wettbewerb erstellten Spiele werden anschließend von der Community gespielt und bewertet, um anschließend ein Ranking zu erhalten. „Manchmal hat der Wettbewerb über 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, mit über 5.000 Spielen, die entwickelt werden“, erzählt Osenberg. Besonders spannende Spielideen, die beim Ludum Dare entstehen, werden teilweise auch weiterentwickelt und als vollwertige Spiele veröffentlicht.

Der Download des entwickelten Spiels „Hadal Depth“ ist unter https://ldjam.com/events/ludum-dare/48/hadal-depth, mehr Informationen zum Kurs Game-Development per Mail an rac-games@hs-koblenz.de verfügbar.

Pressemitteilung der

Hochschule Koblenz

Das virtuelle Kartenspiel „Hadal Depth“, in dem man mit einem U-Boot in immer tieferen Meeresebenen gegen Seekreaturen bestehen muss. Quelle: Hochschule Koblenz

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