Allgemeine Berichte | 05.08.2014

44. Kinder- und Jugendzeltlager der Buschhovener Hertha

„In Gummistiefeln kann man nicht Fußball spielen“

Größtes Jugendzeltlager der Region fand in Staufen-Grunern statt - 74 Kinder und Jugendliche kampierten 19 Tage im Schwarzwald -

Ein großer Erfolg war wieder das Jugendzeltlager in Staufen-Grunern. privat

Buschhoven. Das größte Jugendzeltlager des Rhein-Sieg-Kreises hat 2014 seine Zeltstadt wieder in Staufen-Grunern im Breisgau aufgestellt: 74 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 15 Jahren sowie 24 ehrenamtliche Betreuer machten das 44. Kinder- und Jugendzeltlager des Sportvereins Hertha Buschhoven in Staufen-Grunern am Rande des Schwarzwaldes zum interessantesten seiner Geschichte. 19 Tage lang kampierten die Buschhovener in einer Zeltstadt aus 14 kleinen und einem Großzelt, am Rande von Staufen im Ortsteil Grunern. „Viele Tage hat es geregnet“, erzählt Lagerleiter Gerd Scheben nach der Rückkehr. „Doch dem munteren Lagerleben hat das überhaupt nicht geschadet.“ Zum Glück hatte ein Aufbauteam von ehrenamtlichen 15 Männern aus Buschhoven ganze Arbeit geleistet und binnen einer Woche 14 Schlafzelte, Toilettenwagen, die Küche, eine Torwand, einen Swimmingpool und ein großes Aufenthaltszelt aufgebaut und dabei alle Zelte mit Holzböden ausgestattet. Diese waren auch wegen des teils weichen Bodens bitter nötig. Dass es den Kindern und Jugendlichen nicht langweilig wurde und richtige Zeltlagerstimmung aufkommen konnte, dafür sorgten die 24 Betreuer, die für das Zeltlager ihren Sommerurlaub opferten. Dabei wurde nicht nur gleich neben dem Zeltlager Fußball gespielt: der Staufener SC hatte wie in den Vorjahren sein Clubgelände mit Kunstrasenfeld der Hertha zur Verfügung gestellt. Die Kinder wanderten auch wie schon ihre Elterngeneration hoch zur Staufener Burg, zogen ihre Bahnen in den Schwimmbädern von Staufen und Bad Krozingen, zeigten ihr Talent bei nachgespielten Fernsehshows wie zum Beispiel „Wer wird Millionär“ hatten Riesenspaß bei Filmabenden und der Singleparty, bei Gesellschaftsspielen, bei Tischtennis, Völkerball und Brennball, beim Lagerfeuer und der traditionellen Wanderung in die Stadt Staufen. Höhepunkte des Ausflugsprogramms waren die Tagesausflüge in den Europa Park Rust und in das Badeparadies Laguna in Weil am Rhein. Ein weiterer Höhepunkt war der Umbau des großen Zeltes in eine Fußballarena. Hier begutachteten alle auf Großleinwand das spannende Endspiel der Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien und feierten nach dem Sieg den Weltmeistertitel.

Tolles Programm dank Betreuer und Sponsoren

„Dass wir solch ein Lager mit solch einem Programm anbieten können, ist nur möglich, weil die Betreuer durchweg ehrenamtlich tätig sind und zugleich örtliche Sponsoren und private Gönner helfen, dieses Programm zu finanzieren“, dankte Manfred Scheben, der das Lager zusammen mit seinem Bruder Gerd seit Jahren leitet. Ein besonderes Lob gilt den Freunden und Förderern der Jugendarbeit Swisttal, der Doktor Habel Stiftung und der Kleiderstube Buschhoven die es durch eine großzügige finanzielle Spende ermöglicht hatte, einen weiteren Ausflug in das Badeparadies Laguna zu ermöglichen. So konnten die Jugendlichen auch in der ersten Woche eine sonnige und warme Atmosphäre genießen.

Jeden zweiten Abend veranstaltete die Zeltlagergemeinschaft einen Beat, im Volksmund eine Disco. Darauf freuten sich die Kinder ganz besonders. Im großen Zelt konnten dabei Kinder wie Betreuer beweisen, welche geborenen Tänzer in ihnen stecken. Dabei versteht sich fast von selbst, dass beim Abschlussbeat Mr.- und Mrs. Zeltlager gewählt wurden. Eine ganz spannende Wahl, wählten doch allein die Mädchen den beliebtesten Jungen, umgekehrt die Jungen das beliebteste Mädchen. Die Krone aufsetzen durften 2014: Anni Schmitz und Jonas Walther.

Dass den Kindern trotz mancher bescheidener Temperaturen die Laune nicht verging, dafür sorgten auch Roland Teufel (Cafe Mohrenköpfle) und Rainer Sparenberg (Gästehaus Sparenberg). Die Köche aus Bad Krozingen versorgten täglich das Lager mit seinen 98 Bewohnern mit köstlicher badischer Küche. Am letzten Abend setzten beide selbst die Kochmütze auf und zauberten lukullische Raritäten an einem mobilen Burger-Ofen, der im Zeltlager Station machte. Natürlich kam auch der Sport im Zeltlager der Hertha nicht zu kurz. Es bestand für die Teilnehmer die Möglichkeit, das Sportabzeichen abzulegen und darüber hinaus fand ein Freundschaftsspiel gegen den ortsansässigen Sportverein Staufener SC statt. Die Zeltlager-Mannschaft konnte hierbei einen 5:3-Sieg feiern.

Bergfest mit großer Beteiligung aus Buschhoven

Ganz besonders stolz waren die Kinder, dass zum traditionellen „Bergfest“ der Besucherstrom kaum enden wollte. Rund 100 Buschhovener waren nach Staufen aufgebrochen, um das Show-Programm der Kinder und Jugendlichen zu feiern. Neben zahlreichen Spielen stand auch die anschließende Disco im Mittelpunkt. Unter den Gästen waren aber längst nicht nur Eltern der Kinder. „Es hat sich längst eingebürgert, dass viele ehemalige Teilnehmer und Betreuer das Bergfest nutzen, um alte Erinnerungen aufzufrischen und ein paar Tage Urlaub im Breisgau anzuhängen“, so Martin und Anca Lott zwei langjährige Betreuer des Zeltlagers. So manche Abschiedsträne floss eine Woche nach dem Bergfest, als die Kinder die letzte Nacht im großen Zelt verbrachten und zum Andenken ein Gruppenfoto bekamen, welches flugs zur Unterschriftenkarte umfunktioniert wurde. Ganz besonders freuen sich die Kinder auf das Nachtreffen, bei dem, dass bis dahin zusammengestellte Zeltlagervideo, gezeigt und Anmeldungen für das nächste Jahr verteilt werden. Das Nachtreffen findet am 23. November ab 14:30 Uhr im Sportlerheim der Hertha in Buschhoven statt. Außerdem werden in diesem feierlichen Rahmen die von 24 Jugendlichen im Zeltlager errungenen Sportabzeichen verliehen.

Weitere Infos und Fotos unter www.zeltlager-buschhoven.de.

Ein großer Erfolg war wieder das Jugendzeltlager in Staufen-Grunern. Foto: privat

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