Allgemeine Berichte | 14.05.2021, 11:20 Uhr

Förderverein Wallfahrtskapelle Hausenborn

In Hausenborn geht der Blick nach vorn

Vandalismusschäden dank spontaner und großzügiger Hilfe bald beseitigt

Die Pieta vor der Zerstörung.Foto: Privat
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Hausenborn. Der Förderkreis „Wallfahrtskapelle Hausenborn“ e.V. ist voller Tatkraft. Den Schock nach den sinnlosen Zerstörungen in der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember 2020 werden die Vorstandsmitglieder und vielen Freunde von Hausenborn so schnell nicht vergessen. Bislang Unbekannte haben mit gezieltem Zerstörungswahn die Pieta und das Glasfenster zerstört, Votivtafeln abmontiert sowie teilweise vernichtet, Kruzifixe verbrannt und in den Müll geworfen, das Heilige Grab in den steilen Abhang geworfen und dadurch erheblich beschädigt.

„Die Welle der Hilfsbereitschaft nach den schrecklichen Ereignissen war gewaltig“, berichtet Vorsitzender Franz Josef Schmidt, denn die Wallfahrtskapelle Hausenborn hat einen festen Platz in der Region. Nicht nur die Isenburger kümmern sich mit großem Einsatz um den Erhalt des Kulturgutes, sondern auch die Menschen aus den umliegenden Ortschaften verbinden teils ganz persönliche Erinnerungen an die Stätte im Wald zwischen Isenburg und Heimbach-Weis. Verein, Privatpersonen und Firmen haben dazu beigetragen, dass rund 25.000 Euro an Spenden zusammengekommen sind. Damit möchte der Verein die Schäden schnell wieder beseitigen und die Ereignisse aus der Tatnacht vergessen machen. „Wir sind dankbar für diese große Hilfe, mit der wir die ersten Restaurierungen bereits in Auftrag geben konnten und die Instandsetzungsarbeiten angelaufen sind“, berichtet Franz Josef Schmidt.

Die Liste der zu erledigenden Arbeiten durch den Vandalismus sind leider lang: Einige Votivtafeln konnten gerettet werden und befinden sich in der Reparatur. Die Neufassung des zerstörten Blumenfensters wird mit einer privaten Spende aus Bendorf ermöglicht. Auf beiden Seiten soll ein stärkeres Glas für mehr Sicherheit sorgen und die Pieta soll wieder nachgebildet werden. Die Restaurierung des Heilig Grab wird ebenso erfolgen, wie die Wiederherstellung der zerstörten Kurzefixe. Außerdem werden die Aktiven des Fördervereins, die jährlich viele Stunden an ehrenamtlicher Arbeit leisten, verstärkte Sicherungsmaßnahmen prüfen. All das konnte u.a. durch die Unterstützung der Kolpingfamilie, der Heimatfreunde Sayn, der Stadtwerke Neuwied, der Sparkasse Neuwied, der VR-Bank Westerwald sowie zahlreicher Firmen und Privatspenden ermöglicht werden. Und auch die Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis e.V. hat bereits weitere Hilfe signalisiert. Durch die direkte Nachbarschaft hat Hausenborn auch für die Neuwieder Stadtteile Heimbach-Weis, Gladbach und Engers eine große Bedeutung. Zahlreiche Wallfahrten haben die Menschen nach Hausenborn geführt und viele Familien wandern traditionell nach Hausenborn, um die Stille zur Einkehr zu nutzen. Nach Abschluss der Reparaturen und wenn es wieder möglich sein wird in größerer Runde zusammenzukommen, wird die Beseitigung der Vandalismusschäden mit einem gemeinsamen Fest in Hausenborn gefeiert werden. Der Förderverein wird dazu alle Beteiligten einladen.

Weitere Projekte für die Gedenkstätte

Durch eine Nacherbschaft von Pastor Hermann Scholl wird es möglich, den dringend notwendigen Ringanker aus Basalt am Bauwerk zu setzen. Die Planungen waren bereits vor dem Vandalismus in Gang gesetzt, denn die Natursteine müssen vor dem Verfall geschützt werden. Außerdem stehen eine Erneuerung der Kupferdachabdeckung, die Instandhaltung der Außenanlage sowie die Neugestaltung des Innenbodens im Kirchenschiff auf den Plan. Bei der Durchführung und Planung der Sanierungsmaßnahmen wird der Förderkreis von Dr. Reinhard Lahr vom Landesamt für Denkmalpflege sowie dem Architekten Jörg Roos unterstützt.

Pressemitteilung

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Wallfahrtskapelle Hausenborn

Die Pieta vor der Zerstörung. Foto: Privat

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