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Lerninhalte der Mendiger Montessori-Schule „Sonnenschein“ orientieren sich am Rahmenlehrplan von Rheinland-Pfalz

In der Montessori-Schule ist individuelles Lernen im eigenen Tempo angesagt

15.02.2019 - 13:57

Mendig. Am 06. August 2018 ging in Mendig die erste Montessori-Schule „Sonnenschein“ des Landkreises Mayen-Koblenz mit insgesamt neun Schülerinnen und Schülern an den Start. Die Freiarbeit in den altersgemischten Lerngruppen, die typisch für die Montessori-Pädagogik ist, bietet den Kindern die Möglichkeit für individuelles Lernen im eigenen Tempo. Das materialbezogene Lernen dieser Pädagogik bietet zudem ein wirkliches Begreifen des Lerngegenstandes. Beide Aspekte spiegeln auch die jüngsten Erkenntnisse aus der Hirnforschung in Bezug auf nachhaltiges Lernen wider. Das Lernen kann nur vom Kind aus geschehen. Die speziellen Montessori-Materialien sind so beschaffen, dass sie dem Kind eine Polarisation der Aufmerksamkeit ermöglichen. Diese Polarisation der Aufmerksamkeit (auch als Flow bezeichnet) erreicht das Kind, wenn es weder überfordert, noch unterfordert wird, sondern sich im Spannungsfeld der leichten Herausforderung bewegt. Das Kind darf selbstwirksam nach individuellem Lernfortschritt und Interesse lernen. Auf diese Weise bleiben die Kinder neugierig und somit bleibt auch der Spaß am natürlichen Lernen erhalten.


Im Gespräch mit BLICK aktuell


Im Gespräch mit BLICK aktuell erläutert Ramona Erwen (Erzieherin und Montessori-Pädagogin), die gemeinsam mit Ulrike Gamst (Grundschullehrerin und Montessori-Pädagogin) die Kinder der Mendiger Montessori-Schule „Sonnenschein“ unterrichtet: „Wir leben Inklusion, denn schwache und starke Kinder können ganz natürlich in der Gruppe lernen ohne eine Sonderstellung zu haben. Nicht zuletzt wird das Kind in der für die Montessori-Pädagogik typischen kosmischen Erziehung aktiv mit der Umwelt in Kontakt gebracht und es wird aufgezeigt, dass alles mit allem in Verbindung steht und selbst das kleinste Ding seine Daseinsberechtigung hat. Die Kinder lernen, achtsam miteinander und mit ihrem Lebensraum, umzugehen. Des Weiteren bietet diese Pädagogik eine umfassende Werteerziehung, die Toleranz, Sozialität, Verantwortung, Achtsamkeit, Wertschätzung, Freiheit und Frieden beinhaltet.“

BLICK aktuell sprach auch mit Birgit Kesselem, 1. Vorsitzende des Fördervereins „Freunde und Förderer der Freien Montessori-Schule Sonnenschein“.

BLICK aktuell: „Wodurch unterscheiden sich Montessori-Grundschulen von Regelschulen?“

B. Kesselem: „Die Unterschiede liegen darin, die Ziele der Richtlinien und Lehrpläne des jeweiligen Bundeslandes zu erreichen: In differenzierenden Unterrichtsformen werden den Kindern Mitbestimmung bei der Arbeitswahl, Partnerwahl sowie Zeit- und Bewegungsfreiheit zugestanden. Die Kinder beschäftigen sich mit dem speziellen Montessori-Material und die Lehrkräfte greifen so wenig wie möglich ein. So werden die Kinder von der Selbsttätigkeit zur Selbstständigkeit geführt.“

BLICK aktuell: „Ist die Montessori-Pädagogik anerkannt?“

B. Kesselem: „Die Montessori-Pädagogik ist kein Experiment! In einer über einhundert jährigen Praxis haben sich die Erkenntnisse sowie die Arbeitsmaterialien von Maria Montessori bewährt. Unter ihrer Anleitung ist eine Pädagogik entstanden, die in mittlerweile über 100 Ländern mit über 20.000 Kinderhäusern und Schulen vertreten ist – über 1000 davon in Deutschland.“

BLICK aktuell: „Können die Kinder später evtl. wieder eine Regelschule besuchen?“

B. Kesselem: „Da die Lerninhalte der Montessori-Schule denen einer Regelschule entsprechen, können die Kinder später problemlos in einer regulären Schule anknüpfen. Montessori-Schüler sind im Allgemeinen gern gesehen, da diese Schüler oft über die Fähigkeit zum selbstständigen Lernen verfügen.“

BLICK aktuell: „Lernen die Kinder tatsächlich etwas, wenn sie nur frei wählen können?“

B. Kesselem: „Dem Pädagogen fällt die wichtige Aufgabe zu, das Kind zu beobachten, ihm für seine Weiterentwicklung geeignetes Material anzubieten und es zu beraten. Ein gutes Einvernehmen zwischen Schule und Eltern ist die Grundlage einer erfolgreichen Erziehung. Auch die Altersmischung der Klasse bietet eine wesentliche Hilfe für das Kind, da sie sich von fortgeschritteneren Kindern motivieren lassen.“

BLICK aktuell: „Gibt es für die Grundschulkinder die Möglichkeit, eine weiterführende Montessori-Schule im Kreis Mayen-Koblenz zu besuchen?“

B. Kesselem: Zurzeit gibt es im Kreis Mayen-Koblenz keine weiterführende Montessori-Schule. Wir Eltern wünschen uns natürlich sehr, dass unsere Kinder auch die Möglichkeit erhalten, eine weiterführende Schule zu besuchen. Darum suchen wir aktuell nach geeigneten Räumen bzw. Grundstücken und Investoren, die uns bei unserem Vorhaben unterstützen, eine solche Schule ins Leben zu rufen.

BLICK aktuell: Vielen Dank für das Gespräch! FRE

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Nitrat im Grundwasser

juergen mueller:
Pressemitteilung 22.01.2020 - Bereits im November 2019 wurden in einer einzigen Probe von Blütenpollen eines "Ingelheimer Bienenvolkes" sage u.schreibe "34 verschiedene Pestizide" festgestellt.Zuständige Ministerien wurden informiert u.um Stellungnahme/Handlung gebeten = 0.Landwirtschaftsminister WISSING/FDP habe seinen Einsatz für "weitere" Zulassungen von Pestiziden angekündigt.Umweltministerin HÖFKEN/GRÜNE "schweigt" - Mainzer Staatskanzlei/Ministerpräsidentin DREYER = KEINE Stellungnahme. KLÖCKNER plädiert für eine intensivere, chemiegestützte Landwirtschaft !!! Das Lügengebilde POLITIK stabilisiert sich weiter, ausgerichtet auf das Profitinteresse der Agrarindustrie,von dem wiederum die Politik profitiert, in dem sie offen zu ihrer Abhängigkeit steht.Und diese beschwert sich dann noch über mangelnden Respekt aus der Bevölkerung gegenüber jenen "Die Verantwortung übernehmen". Meine Frau fragte mich eben:"Wie war dein Tag"? Antwort:"Kotztüten sind alle"!
juergen mueller:
Frau Demut unterscheidet sich in nichts von anderen Politikern.Lügen,Täuschen,Tarnen.In den letzten 30 Jahren ist trotz der negativen Kenntnislage NICHTS passiert.Trotz freiwilliger Maßnahmen liegen die Nitratkonzentrationen nach wie vor weit über dem zulässigen Grenzwert.Unstrittig ist,dass die Nitrateinträge aus diffusen Quellen stammen = häufigste Ursache:"Landwirtschaftliche Flächennutzung" = Mineraldünger/Gülle aus Mastställen/Biogasanlagen.Ein ganzheitliches Verursacherprinzip betrachten?Sie reden Müll Frau Demut.Frau Klöckner ebenso mit ihrer Spezialisierung u.Intensivierung der Landwirtschaft.damit ist zu befürchten,dass die Akzeptanz von freiwilligen Maßnahmen sich rückläufig entwickelt (Frau Demut sollte sich einmal in der Landwirtschaft umhören,Nachdenken bevor sie redet). .In einigen Regionen ist das natürliche Abbauvermögen bereits vollständig erschöpft.Die Umsetzung rechtlicher Vorgaben ist vom politischen Willen abhängig u.der führt seit Jahrzehnten einen Dauerschlaf.
Helmut Gelhardt:
Frau Demut wirft hier Nebelkerzen! Die EU-Forderungen sind richtig und müssen zum Schutz der Menschen erfüllt werden! Unterstützen Sie die Landwirte (konventionelle und biologische Landwirtschaft) lieber gegen die unsinnigen Freihandelsabkommen wie zuletzt JEFTA (EU mit Japan) und das Mercosur-Freihandelsabkommen (EU mit Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay, Venezuela). Diese Freihandelsabkommen schädigen in der EU und den sog. Partnerländern extrem die Umwelt (z.B. Abholzung von Regenwald für noch mehr Massentierhaltung) und beeinträchtigen extrem die finanzielle Wettbewerbsfähigkeit im real existierenden Neoliberalismus (marktextremistischer Kapitalismus) aller Landwirte, die NICHT der Agrarindustrie zuzurechnen sind. Diese Landwirte sind Spielball der Agrarindustrie hier wie dort!Wer die Freihandelsabkommen befürwortet, opfert die Landwirte außerhalb der Agrarindustrie gerade den ungezügelten Profitinteressen dieser Agrarindustrie und er/sie opfert die Umwelt dem Mammon! 'C'
Wally Karl:
"Zum Thema St. Elisabeth Krankenhaus „haben wir uns bisher – ebenso wie CDU und Grüne – mit Stellungnahmen, Beschuldigungen, Ausmachen von Verantwortlichen bewusst zurückgehalten“ Genau, man kennt sich, man hilft sich. Wozu fragt man sich, sollen Bürger verschiedene Parteien wählen, wenn doch alle einer Meinung sind. Wo bleibt die gesunde Opposition? Wird so die viel beschworene Demokratie praktiziert? Im Grunde ist es die Kapitulation vor dem Machbaren. Das haben sich die Mayener Bürger nicht verdient.
Karsten Kocher:
Frau oder Herr Wally Karl, wenn man sich den bisherigen politischen Aktionismus des rheinland-pfälzischen AfD-Landesvorsitzenden Michael Frisch, auch aus seiner Zeit vor der AfD, genauer ansieht, dann paßt die Einstufung christlich-radikal schon. Und wenn man sich die aktuellen Beiträge des Vereins DEMOS e.V. zu den Herren Schäfer und Salka von der AfD Westerwald anschaut, dann zeigt es deutlich, wie stark sich das extrem rechte Gedankengut im AfD-Kreisverband Westerwald schon festgesetzt hat.
Wally Karl:
Die unqualifizierte Einstufung von AfD - Politikern als rechtsradikal ist einigen Kommentatoren noch nicht genug. Als Steigerung wird jetzt neu der völlig abstruse Begriff christlich - radikal verwendet, was immer das auch heißen soll. Aus dem Geschichtsverständnis heraus könnte man höchstens die Kreuzritter als christlich - radikal bezeichnen.
Wally Karl:
Für den geneigten Leser entsteht der Eindruck, das Patrick Baum sich beruflich mit Hass und Hetze beschäftigt. Nicht anders ist seine ständige einseitige Kommentierung zu erklären und wenn es dann noch um die AfD geht läuft er zur Hochform auf. Hatten wir nicht in dieser Gesellschaft beschlössen uns von Hass und Hetze zu distanzieren um eines friedlichen Zusammenlebens willen?
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