Spielmannszug Echo Niederdrees hatte zum 14. Mal eingeladen
In der närrischen Drachenhöhle hauten die Echo-Piraten auf die Trommel
Niederdrees. Auch bei der 14. Auflage der „Echo-Sitzung“ war es dem Spielmannszug „Echo“ 1921 Niederdrees um den Vorsitzenden Paul Raaf und seinen Vize Ralf Büser gelungen, ein jeckes Programm fast ganz aus eigenen Kräften auf die Beine zu stellen. Sitzungspräsident Ralf Büser schaffte es spielend, die Gäste im als närrische Drachenhöhle dekorierten Feuerwehrhaus gleich auf Betriebstemperatur zu bringen, im Verlauf des Abends konnte er eine Rakete nach der anderen abschießen. Schließlich lautete das Motto des Abends: „Pulverfass und Buddel Rum - Echo-Piraten hauen op de Trumm“, entsprechend waren die Musiker des Spielmannszuges als lustige Piraten ausstaffiert.
Auch aus dem befreundeten Nachbarort Oberdrees waren viele Gäste gekommen, an der Spitze das amtierende Kinderprinzenpaar André II. (Zavelberg) und Sonja I. (Neuhalfen) mit ihren Adjutanten Elisabeth und Stefan Schwark. Sie zogen mit den Minis, den „Dreeser Spatzen“ und den „Poppies“ in die Narhalla ein, wo die Tanzgruppen der Karnevalsgesellschaft „Bekömme Dich net drömm“ Oberdrees das Publikum mit ihren Aufführungen restlos begeisterte. Die Trainerinnen Melanie und Carola Scherer sowie Anne Gierlich hatten die jungen Damen bestens vorbereitet. Tollitäten aus den Nachbarorten zu Besuch
Kaum hatte das Kinderprinzenpaar auf seinem Ehrenplatz Platz genommen, wurde es richtig prächtig im Feuerwehrhaus, denn die Tollitäten aus Rheinbach, Oberdrees, Miel, Morenhoven und Wormersdorf gaben sich mit ihren jeweiligen Karnevalsgesellschaften und zahlreichen Tanzgruppen die Ehre. Besonders der Gardetanz der „Blauen Funken“ aus Oberdrees, die von Stephanie Röhmhild und Marieke Schmidt trainiert werden, erhielt großen Applaus. Geehrt wurden anschließend Ortsvorsteher Friedhelm Schurz und sein Oberdreeser Amtskollege Kurt Brozio, Hartmut Neumann, Renate Krämer, Sebastian Zikeli von der Feuerwehr und Echo-Chef Paul Raaf.
Einen bemerkenswerten Auftritt hatte anschließend die Jugend des Spielmannszuges „Echo“ Niederdrees, die unter dem Beifall der Zuhörer unter Beweis stellten, dass sie schon mit viel Herz und Gefühl die wichtigsten Karnevalshits aus der Metropole Köln spielen können. Josef Joosten hatte sie dafür ausgebildet. Überzeugend auch der Auftritt des Solomariechen aus Oberdrees, Tamara Höckendorf. Sie war von ihrer Mutter Birgit, ehemals selbst Solomariechen, „wahrscheinlich zuhause im Wohnzimmer trainiert worden“, wie Ralf Büser scherzte. In der uralten Bütt der ehemaligen Karnevalsgesellschaft Niederdrees, die der Echo-Vorstand aus der Versenkung gerettet hatte, trat nun Peter Dederichs auf als „Ne Mann vom Spellmannszoch“ und berichtete mit Witz und Wortspielen über die mehr oder weniger gelungenen Taten der Vereinsmitglieder im vergangenen Jahr.
Wallbachkraade luden zum Mitsingen ein
Nun war die Zeit gekommen für die „Wallbachkraade“ vom MGV Niederdrees, die unter der Leitung von Uli Müller ein Karnevalslied nach dem anderen schmetterte, wobei das Publikum natürlich gerne und aus voller Brust mit einstimmte. Ein jeckes Zwiegespräch lieferten sich anschließend Sarah Wolff und Raphael Büser „beim Fußballspiel“, bei dem laut gejubelt werden konnte. Unter der Leitung von Präsidentin Astrid Faßbender legte kurz darauf die Prinzengarde Rheinbach einen sehenswerten Gardetanz aufs Parkett, bevor „Zwei Allergiker“ (Rolf Kremser und Hans-Peter Lasch) tränenreich ihr Leid klagten.
Als „Pit und Piff“ hatten anschließend Dominik Schweminski und Michael Nymeier jede Menge lustige Begebenheiten zu erzählen, bevor die Prinzengarde Rheinbach ihren diesjährigen Showtanz präsentierte. Hoch her ging es anschließend bei der „Gerichtsverhandlung“, die Ralf Büser und Sebastian Zikeli miteinander austrugen. Einen sehenswerten Auftritt hatten auch die „Burgelfen“ aus Adendorf, die von Rebekka Zikeli trainiert werden. Den krönenden Abschluss bildete der Auftritt des Spielmannszug Niederdrees unter der musikalischen Leitung von Paul Raaf, am Ende sangen alle gemeinsam der Tradition entsprechend das „Dreeser Lied“. VJ
