Heilig-Rock-Tage: Ehejubilare aus dem Bistum feiern Festgottesdienst mit Bischof
„In guten und in bösen Tagen“
Nickenich. „Es war eine wunderschöne Atmosphäre im Gottesdienst und wir haben den Tag genossen“, fasst Thekla Gönner aus Nickenich zusammen. Sie war gemeinsam mit ihrem Mann Rolf zu den Heilig-Rock-Tagen nach Trier gekommen, um mit rund 120 anderen Jubel-Paaren einen Dank-Gottesdienst zu feiern, zu dem der Trierer Bischof eingeladen hatte. Die 75-Jährige und ihr zwei Jahre älterer Mann feiern ihr goldenes Hochzeitsjubiläum.
Für Thekla Gönner macht eine gute Ehe aus, auch einmal nachgeben zu können. Ihr Vater habe immer gesagt, es sei wie mit zwei Zahnrädern, die erst einmal richtig zusammenfinden müssten – dann laufe es rund. Als Tochter aus einem Landwirtschaftsbetrieb hatte sie in ihrer Jugend vor allem mit anderen jungen Menschen der Landjugend zu tun, erzählt sie. Bis ihre Tante ihr eines Tages einen Werkstudenten vorstellte, der in ihrem Betrieb einen Ferienjob absolvierte: ihr künftiger Ehemann Rolf. „Er ist am selben Tag abends zu mir ins Auto gestiegen und meinte, ich könne ihn jetzt mal schön heimfahren“, schmunzelt Thekla Gönner. Seine Art reizte sie und ihm gefiel ihr selbstbewusster Tonfall: Kurzum, es passte einfach und die beiden wurden ein Paar.
Im anschließenden Gottesdienst ging Bischof Dr. Stephan Ackermann auf der Hohelied der Liebe aus der Bibel ein, das vielen Paaren auch als Lesung in Hochzeits-Gottesdiensten dient. Das „Ich“ entstehe eigentlich erst aus der Begegnung mit einem „Du“, sagte Ackermann. „Es ist doch ein Grundgesetz unseres Lebens, dass wir durch die Beziehung mit anderen Menschen zu den Persönlichkeiten werden, die wir sind. Wir können nicht aus uns alleine heraus leben, nur um uns kreisen. Wenn wir jemanden lieben, macht das unser Leben wertvoll, es macht uns als Menschen aus.“
Pressemitteilung
Bischöfliche Pressestelle Trier
