Allgemeine Berichte | 20.03.2016, 13:30 Uhr

Musikalisches Programm des Sayner Kirchenchores an den Kar- und Ostertagen

In zehn Tagen durch mehr als acht Jahrhunderte

Aus dem Dunkel ins Licht – aus dem Tod zum Leben: Die Auferstehung Christi in einem Gemälde des Barockaltars von 1709, heute an der Nordwand des Langhauses in der Pfarrkirche Sayn. M. Gaida/Kirchenchor Sayn
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Bendorf-Sayn. Von Gründonnerstag bis zum Weißen Sonntag gestaltet der Kirchenchor St. Marien der Abteikirche Sayn vier ganz unterschiedlich geprägte, festliche Gottesdienste mit.

Dabei kommen Werke zu Gehör, die aus mehr als acht Jahrhunderten stammen. An Gründonnerstag (24. März, 19 Uhr) unterstützt der Chor – nach dem Verklingen der Orgel bis zur Osternacht – die Gemeinde bei den Gesängen aus dem Gotteslob und trägt einzelne Strophen im mehrstimmigen Satz vor. Dazu gehören die literarisch-theologischen Schwergewichte „Gottheit tief verborgen“ des Thomas von Aquin (13. Jhdt.) und „Bei stiller Nacht“ von Friedrich Spee (17. Jhdt.).

Im musikalischen Zentrum des Osterhochamtes (27. März, 10 Uhr) in der Sayner Pfarrkirche steht die „Messe in Es op. 64 für vierstimmigen Chor“ von Karl Kraft aus dem Jahr 1952. Der Choral „Christ ist erstanden“ aus dem 12. Jahrhundert umfasst Vertonungen und Bearbeitungen bis ins 19. Jahrhundert und bezieht wiederum die Gemeinde in einen Wechselgesang ein. Die Motetten „Erstanden ist der Herr“ aus der Feder des Benediktinermönchs Valentin Rathgeber (18. Jhdt.) oder „Unser Heiland ist erstanden“ seines englischen Zeitgenossen Henry Carey lassen den Osterjubel majestätisch erklingen. Am Freitag der Osteroktav (1. April, 19 Uhr) gestaltet der Kirchenchor St. Marien die „Marktmusik zum Abendläuten“ in der Bendorfer Pfarrkirche St. Medard und wird dabei von Timo Ziesche an der Orgel und Barbara Friedhofen mit Texten begleitet. Wiederum erklingen österliche Chorsätze wie „Man singt mit Freuden“ (Walter Kraft, 20. Jhdt.), „Nun singt mit lautem Schall“ (Georg Friedrich Händel, 18. Jhdt.), „Von der fröhlichen Auferstehung Jesu Christi“ (Wolfgang Carl Briegel, 17. Jhdt.) oder „Königin im Himmelreich“ (Johann Flori, 16. Jhdt.). Bei der Erstkommunionfeier in der Sayner Pfarrkirche am Weißen Sonntag (3. April, 10:30 Uhr) stehen – neben dem „Ave verum corpus“ (Wolfgang Amadeus Mozart, 18. Jhdt.) – Gesänge aus dem Gotteslob im Vordergrund, die Chor und Gemeinde im Wechsel singen. In dem seit 1922 als gemischter Chor bestehenden Kirchenchor St. Marien singen rund 35 aktive Mitglieder aus Sayn und den umliegenden Ortschaften.

Sangesfreudige Frauen und Männer jeden Alters sind herzlich zur Verstärkung willkommen.

Die wöchentlichen Proben finden montags von 19:30 bis 21 Uhr im Pfarrheim neben den ehemaligen Abteigebäuden statt. Weitere Informationen beim Vorsitzenden Dietmar Müller, Tel. (0 26 22) 1 44 54, sodemann-mueller@t-online.de.

Aus dem Dunkel ins Licht – aus dem Tod zum Leben: Die Auferstehung Christi in einem Gemälde des Barockaltars von 1709, heute an der Nordwand des Langhauses in der Pfarrkirche Sayn. Foto: M. Gaida/Kirchenchor Sayn Foto: Markus Gaida

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