Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizier Darmzentrum im Krankenhaus Maria Hilf zertifiziert
Individuelle Behandlung nach höchsten Standards
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ende letzten Jahres hat die Deutsche Krebsgesellschaft das Darmzentrum im Krankenhaus Maria Hilf zertifiziert. „In der Region zwischen Bonn, Trier und Koblenz ist unser Haus das einzige mit dieser Auszeichnung“, freuen sich Prof. Dr. Klaus Prenzel und Prof. Dr. Joerg Heller. Die beiden Chefärzte – Prenzel ist Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, Heller der Inneren Medizin/Gastroenterologie – arbeiten schon seit rund zehn Jahren bei der Behandlung von Patienten mit Baucherkrankungen im zertifizierten Interdisziplinären Bauchzentrum eng zusammen. Dass sie Patienten, die an Darmkrebs erkrankt sind, nach höchsten Standards behandeln und dabei die Vorgaben und die Qualitätsanforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) erfüllen, das bestätigt jetzt die Zertifizierung als Darmzentrum.
Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen. Etwa jede achte Krebserkrankung betrifft den Dickdarm oder den Enddarm. Rund 60 bis 70.000 Menschen in Deutschland erhalten jährlich diese Diagnose. „Ganz wichtig für sie ist eine schnelle Diagnostik und eine interdisziplinäre Behandlung“, sagt Prof. Prenzel. Am Krankenhaus Maria Hilf gibt es für die betroffenen Patienten eigens eine Spezialsprechstunde, in der sie von Fachärzten beider Abteilungen gemeinsam beraten und behandelt werden. In der Regel müsse kein Patient mit Darmkrebs länger als eine Woche auf einen Termin warten, betonen die beiden Chefärzte. Auch Termine für die Diagnostik, die ambulant durchgeführt wird, erhalten die Patienten zeitnah.
Liegen die Befunde vor, werden sie im Tumorboard besprochen. Diese wöchentlich stattfindende Besprechung ist ein zentrales Element des Darmzentrums, „denn hier diskutieren Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen die Befunde jedes einzelnen Patienten“, so Prof. Heller. Chirurgen, Gastroentologen, Onkologen, Radiologen und Pathologen legen gemeinsam ein individuelles Behandlungskonzept fest, das für den jeweiligen Patienten den besten Erfolg verspricht. „Gerade der Austausch im interdisziplinären Team ist für die Behandlung der Patienten äußerst wertvoll. Denn jeder Facharzt bringt seine Kompetenz mit ein“, so Prof. Heller. Deshalb ist auch das Therapeutenteam am Tumorboard beteiligt. Das sind unter anderem Psychoonkologen, onkologische Fachpflegekräfte, die sich speziell um Patienten mit Darmkrebs kümmern, Sozialarbeiter, Ernährungsberater und Seelsorger. „Jeder Arzt und jeder Therapeut hat Dank seiner Spezialisierung einen etwas anderen Blickwinkel auf die Befunde. Das ist ein unschätzbarer Vorteil“, sagt er.
„Muss ein Patient operiert werden, dann führen wir diesen Eingriff, wenn irgend möglich minimalinvasiv durch“, sagt Prof. Prenzel. Denn das ist für die Patienten wesentlich schonender. Sie haben weniger Schmerzen, sind schneller wieder fit und können das Krankenhaus häufig schon nach einigen Tagen verlassen. Ist die Erkrankung jedoch schon weit fortgeschritten, kann es sein, dass keine Heilung mehr möglich ist. „Bei diesen Patienten führen wir eine Therapie in enger Zusammenarbeit mit den Ärzten für Palliativmedizin durch“, so Prof. Heller. Dabei geht es vor allen Dingen darum, die Symptome der Erkrankung so zu behandeln, dass sie möglichst gut und symptomfrei leben können. Pressemitteilung des
Marienhaus Klinikum im
Kreis Ahrweiler
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