Themen wie Palliativ- und Bestattungsvorsorge stoßen auf großes Interesse
Informativer Angehörigenabend
Neuwied. Das Marienhaus Seniorenzentrum Josef-Ecker-Stift lädt regelmäßig zu Informationsabenden ein. So auch wieder Ende April. Eingeladen sind Angehörige von Bewohnerinnen und Bewohnern des Seniorenzentrums sowie von Besucherinnen und Besuchern der Tagespflege und die Mieterinnen und Mieter des Service Wohnen. Informiert wird immer zu unterschiedlichen Themen – dieses Mal unter anderem über Palliativversorgung und Bestattungsvorsorge. „Das ist sind Themen, über die man nicht gern spricht, die gleichzeitig jeden betreffen“, weiß Sabine Birkenbach, die als Hospiz- und Palliativecarefachkraft im Josef-Ecker-Stift tätig ist.
In einer vertrauensvollen Atmosphäre wurden zunächst die Möglichkeiten der Bestattungsvorsorge vorgestellt. Ein erfahrener Fachmann informierte einfühlsam über die verschiedenen Wege, schon zu Lebzeiten für den Abschied vorzusorgen. Viele der Anwesenden nutzten anschließend die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und individueller Beratung.
Der zweite Teil des Abends widmete sich der Palliativversorgung – einem Thema, das besonders viel Feingefühl verlangt. Es wurden grundlegende Begriffe erklärt und das Angebot des SAPV-Teams (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung) vorgestellt. Besonders bewegend war der offene Austausch unter den Teilnehmenden: Fragen zu Patientenverfügungen, Ängste vor schweren Erkrankungen und sehr persönliche Erlebnisse mit schwerkranken Angehörigen fanden Raum und Gehör. Wünsche für weitere Einzelgespräche und Begleitungen wurden aufgenommen und sollen zeitnah ermöglicht werden.
Viele der Gäste bedankten sich im Anschluss für die Möglichkeit, in dieser offenen und geschützten Runde über schwierige Themen sprechen zu können. „Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie wichtig es ist, Raum für Sorgen und Fragen zu bieten – und dass man mit belastenden Gedanken nicht allein ist“, freute sich Sabine Birkenbach über das Interesse.
