NASPA-Stiftung unterstützt ehrenamtliches Engagement der GSK
„Initiative und Leistung“
Höhr-Grenzhausen. Seit über 25 Jahren kümmert sich die Gesellschaft für Stadtgeschichte und Kultur e.V. (GSK) um die Bewahrung der Geschichte (und der Geschichten) der Stadt Höhr-Grenzhausen, der Verbandsgemeinde sowie der benachbarten Gemeinden. Zentrales Anliegen dr Gesellschaft ist die Betreuung und Präsentation des Museums für Stadtgeschichte am Laiguegliaplatz. Hier bemüht man sich, den heutigen Generationen näher zu bringen, wie das Leben und Arbeiten früher war. Dabei soll das Stadtmuseum keine Konkurrenz zum Keramikmuseum Westerwald sein. Es will vielmehr die gesellschaftlichen, politischen und sozialen Entwicklungen in einem von der Keramik geprägten Umfeld in Wort, Schrift und Bild zeigen. Neben dem Betrieb des Museums ist es aber auch Aufgabe der Gesellschaft, Dokumente, Bücher, Zeitschriften, Gegenstände (von ganz klein bis ganz groß) zu sammeln, zu archivieren und zu dokumentieren, um sie der Nachwelt zu erhalten. Einige Hundert Dokumente und Gegenstände (weit über den für die Öffentlichkeit derzeit sichtbaren Bestand des Museums hinausgehend) befinden sich heute im Besitz der Gesellschaft. Leider ist dieses Archivgut in Kisten, Kartons und verstaubten Ordnern relativ ungeordnet aufbewahrt. Damit diese Zeugnisse der Vergangenheit nicht verlorengehen oder beschädigt werden, hat sich eine Gruppe von Vereinsmitgliedern zusammen gefunden und sich zum Ziel gesetzt, dieses Archivgut zu ordnen, zu sortieren und zu archivieren. Bisher ging man davon aus, dass aus finanziellen Gründen lediglich eine Minimallösung angestrebt wird. Das heißt: Sortieren und in Ordner abheften. Dabei besteht allerdings die Gefahr, dass dieses Schriftgut beschädigt wird. Die schiere Masse erfordert, dass man sich hier moderner Technik bedienen müssen – das derzeitige „Modewort“ „Digitalisierung“ trifft es sehr gut. Die bisherige, größtenteils gespendete oder kostengünstig erworbene EDV-Ausstattung ist hierfür nur noch bedingt geeignet – neue Geräte müssen her. Doch als eingetragener Verein sind die finanziellen Mittel der Gesellschaft begrenzt. Bei der Suche nach Sponsoren hatein Mitarbeiter der Naspa auf deren Stiftung „Initiative und Leistung“ aufmerksam gemacht. Rechtzeitig vor Ablauf der Antragsfrist wurde der Förderantrag auf den Weg gebracht und inzwischen positiv beschieden. Ingo Schmidt, Leiter der Filiale Höhr-Grenzhausen, überbrachte der GSK den Fördermittelbescheid und wünschte der Gesellschaft viel Glück bei der Realisierung ihres Vorhabens. Es sei ganz im Sinne der Naspa-Stiftung, wenn gute Ideen nicht in der Schublade landen, sondern mit Hilfe der Stiftung Wirklichkeit werden. Der 1. Vorsitzende der GSK, Jürgen Johannsen, und sein Vorstand freuen sich über die Fördermittelzusage über 1.850,00 Euro und bedanken sich für die großzügige finanzielle Unterstützung durch die Naspa-Stiftung. Die Spende ist zweckgebunden und dient der Anschubfinanzierung für das Projekts „Aufbau eines elektronischen Archivs zur Erfassung von lokalem Archivguts“, mit dessen Umsetzung sofort begonnen werden kann.
