Allgemeine Berichte | 16.05.2017

AOK Rheinland-Pfalz/Saarland stellte „Lebe Balance“-Programm in Koblenz vor

Innere Stärke und Achtsamkeit fördern die Gesundheit der Mitarbeiter

Christoph Loersch (l.) begrüßte zur Vorstellung des „Lebe Balance“-Programms Michael Wenner als einen der Wissenschaftler, der es mit entwickelte.  BSB

Koblenz. Schon im vorigen Jahr stellte die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland ihr für innere Stärke und Achtsamkeit geschaffenes Programm „Lebe Balance“ in Koblenz vor. Nun hatte sie sich mit einem Vortrag zum Thema zusätzlich und gezielt an die Unternehmen in Koblenz und der Region gewandt. Denn die kontinuierlich steigende Zahl psychischer Erkrankungen der Mitarbeiter und die damit verbundenen Arbeitsunfähigkeitstage stellen einen erheblichen Kostenfaktor dar.

Um sich über den Nutzen von „Lebe Balance“-Kursen zu informieren, waren knapp achtzig für das betriebliche Gesundheitsmanagement zuständige Personen, entsandt von Handwerkskammer, Gemeinschaftsklinikum, Caritasverband, IHK, Stabilus und vielen anderen Unternehmen, in den Seminarraum des Hotels Contel gekommen. AOK-Bezirksgeschäftsführer Christoph Loersch, begrüßte die Teilnehmer und lobte „Lebe Balance“ für seine Zielsetzung, die psychische Gesundheit zu erhalten und nicht erst bei auftretender Krankheit zu therapieren. Prävention sei ganz im Sinne der „Gesundheitskasse“ AOK. Es gelte, die Balance der Arbeitskräfte zu stärken. Sie sind durch ansteigende Arbeitsproduktivität, hohen Leistungsdruck, Fachkräftemangel, eine zunehmende Komplexität der Aufgaben und etliche andere Faktoren oftmals immens hohen Belastungen in ihrem Beruf ausgesetzt. Ein Überengagement, um beruflichen und privaten Anforderungen gerecht zu werden, kann schnell einen Burn-out zur Folge haben. Um das zu vermeiden, hat ein vierköpfiges Experten-Team aus Freiburg exklusiv für die AOK Baden-Württemberg „Lebe Balance“ entwickelt, das 2013 an den Start ging.

Lebenszufriedenheit steigern - psychische Belastung senken

Ein Mitglied des Teams ist der Diplom-Psychologe Michael Wenner. Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland hatte ihn als Referenten nach Koblenz eingeladen, damit er das Kursprogramm, sozusagen aus erster Hand, vorstellen konnte. Tausende Teilnehmer haben die „Lebe Balance“-Seminare schon besucht. Über 70 Prozent zeigten sich sehr zufrieden damit. Wenner ist überzeugt, dass die Kurse merklich dazu beitragen, die Lebenszufriedenheit der Teilnehmer zu steigern und die psychische Belastung zu senken. Auf seine Frage, wie viele der Anwesenden Erfahrungen mit psychisch Erkrankten in ihrem Betrieb haben, zeigten fast die Hälfte auf. Zunächst seien es vielfach Symptome wie Schlaflosigkeit oder Kopfschmerzattacken, die erste Hinweise auf eine Überforderung gäben. Die Auslöser waren schon vor mehr als 100 Jahren den heutigen sehr ähnlich, wie zum Beispiel dramatische Änderungen der Arbeitsverhältnisse oder eine permanent hohe Informationsflut. Seit Urzeiten brauche der Mensch für seine seelische Gesunderhaltung ein Leben in möglichst kleinen Gruppen, stabile soziale Kontakte, überschaubare Regeln und ein größtmögliches Sicherheitsempfinden. Hinzugewonnene persönliche Freiheit bringt, genau wie erhöhte geografische Mobilität, hohe Verantwortung und mehr Belastung mit sich. Um so wichtiger sei es, machte Wenner deutlich, Schutzfaktoren für die psychische Gesundheit zu finden, die den Menschen auch in Stress-Situationen stabil halten. Die Fähigkeit, den Moment zu leben, der wohlwollende Umgang mit sich selbst („Achtsamkeit“) und den Lebenssinn für sich zu erkennen, gehören zu diesen Faktoren. Deshalb hielten sie Einzug in das „Lebe Balance“-Programm, das somit für Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen gewinnbringend ist.

Sieben Stufen zur Erhaltung des inneren Gleichgewichts

Siebenmal neunzig Minuten lang bieten die mit spannenden Themen bestückten Seminare den Teilnehmern effektive Übungen und interaktive Rollenspiele. Michael Wenner stellte den Kursplan im Detail vor. Achtsamkeit, das erste Kursthema, stärke Konzentrationsfähigkeit und Immunsystem und verbessere den Umgang mit den eigenen Gefühlen. Mit einer kurzen Achtsamkeitsübung für die Teilnehmer verdeutlichte Wenner seine Ausführungen. Die folgenden Kurse beschäftigen sich mit Selbstfürsorge, Bewusstmachung der eigenen Werte, Umsetzung von Vorsätzen, Pflege sozialer Netze, Aufstellung emotionaler Ziele und Selbstbelohnung. Die letzten Seminarteile gehen auf die konkrete Belastungssituation im Betrieb ein, wie der Kursteilnehmer damit umgeht und was er tun kann, wenn er in Gefahr gerät, seine Balance zu verlieren. Wichtig sei, sich die für den Beruf eingesetzte Kraft in irgendeiner Form zurückzuholen. Empfehlenswert seien eine Balance zwischen Ruhe und Bewegung sowie Erfolgserlebnisse bringende Beschäftigungen. In einem letzten Termin nach dem eigentlichen Seminar werden die Teilnehmer eingeladen, den Ist-Zustand ihres Befindens mit den Kursleitern zu erörtern, um herauszufinden, ob die Übungen weiterführend waren oder es an einem Punkt ein Steckenbleiben gab.

Neben den Seminaren exklusiv für AOK-Mitglieder ist „Lebe Balance“ als Webinar, als Buch und Audio-CD erhältlich. Das Buch war am Ende der Veranstaltung das Geschenk der AOK für ihre Gäste. Obenauf gab es für jeden einen chinesischen Bambus, der in der Philosophie des Landes das Symbol für die naturgemäße Persönlichkeitsentwicklung darstellt. Wer wollte, konnte zudem eine „Lebe Balance“-Kostprobe nehmen. Dafür standen Terminals bereit, an denen nach persönlicher Gewichtung von 18 vorgegebenen Werten wie „Anpassungsbereitschaft“ oder „Tradition“ das individuelle Werteprofil ermittelt werden konnte. Im besten Fall sollte dieses Profil wie ein Wegweiser für ein erfülltes und zufriedenes Leben funktionieren. Gerade hat Jörg Krechel von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz sein Werteprofil ermittelt. Jetzt erprobt er bei einer spielerischen Anwendung seinen Gleichgewichtssinn auf der MFT-Scheibe stehend. „Ist gar nicht so einfach“, meint er, während er versucht, mittels Körperbewegungen die Kugel auf dem Bildschirm innerhalb der vorgegebenen Fläche zu halten. Andere Gäste führen informative Gespräche mit den AOK-Mitarbeitern oder stärken sich am Imbiss-Büffet, das ihnen „Die Gesundheitskasse“ zum Dank für das Interesse angeboten hat. BSB

Der chinesische Bambus, den die AOK ihren Gästen schenkte, fand viele dankbare Abnehmer.

Der chinesische Bambus, den die AOK ihren Gästen schenkte, fand viele dankbare Abnehmer.

Die AOK Seminarleiterinnen, wie hier Panja Wernz, informierten interessierte Gäste detailliert über die Durchführung der Kurse.

Die AOK Seminarleiterinnen, wie hier Panja Wernz, informierten interessierte Gäste detailliert über die Durchführung der Kurse.

Ralf Pauken (r.), der bei der AOK für den Bereich Prävention zuständig ist, erklärte den Gästen - hier Jörg Krechel - den Wertecheck.

Ralf Pauken (r.), der bei der AOK für den Bereich Prävention zuständig ist, erklärte den Gästen - hier Jörg Krechel - den Wertecheck.

Christoph Loersch (l.) begrüßte zur Vorstellung des „Lebe Balance“-Programms Michael Wenner als einen der Wissenschaftler, der es mit entwickelte. Fotos: BSB

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Monatliche Anzeige
Daueranzeige
Rund ums Haus
Titel
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Rund ums Hause Mayen/Mendig
SB Standesamt
Osteraktion
Unterstützeranzeige
Empfohlene Artikel
Schülerinnen und Schüler der Bienenklasse 3c der KGS Meckenheim sind am Standort Meckenheim der Bücherbrücke in die Bücher vertieft. Foto: Stadt Meckenheim
31

Meckenheim. Die Bücherbrücke Meckenheim/Alfter verzeichnet eine rege Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen im Rahmen der Leseförderung. Unter den teilnehmenden Einrichtungen befinden sich unter anderem Blütentraum, Hüppekästchen, Rasselbande und zahlreiche weitere Kindertagesstätten. An beiden Standorten der Bücherei steht der Mittwochvormittag im Zeichen der Vorschulprogramme, bei denen die Kinder bib(liotheks)fit gemacht werden.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
50

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2294

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
134

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Kreishandwerkerschaft
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Tag der offenen Tür
Kreishandwerkerschaft
First Friday Anzeige März
Innovatives rund um Andernach
Ostergrußanzeige
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige
Stellenanzeige Kita