Projekttage am Martinus-Gymnasium Linz
Insektenprojekt bedeutet nachhaltiger Artenschutz
Schüler übernehmen Verantwortung für die Zukunft
Linz. Bei den diesjährigen Projekttagen gab es wieder zahlreiche Projekte von Schülern für Schüler, dabei war das Bienenprojekt nur eines von vielen. Unter dem Motto: „Was können wir für unsere Umwelt tun?“ kamen die Schüler schnell auf das Bienen- und Insektensterben. Der Andrang war groß, 28 Schüler von der fünften bis zur zwölften Klasse hatten das Projekt „Rettet die Insekten – Wir bauen Insektenhotels“ gewählt und waren Feuer und Flamme. Input von außen erhielt die Projektgruppe von Uwe Hüngsberg, dem Vorsitzenden des Bienenzuchtvereins Asbach und des Kreisimkerverbands Neuwied, der der Schule mit seinen Bienen auf dem Schulhof einen Besuch abstattete. Mit seiner langjährigen Erfahrung und seinem Wissen gab er den Schülern Einblicke in die Thematik. Auf alle ihre Fragen bekamen die Schüler kompetente Antworten: „Woran liegt es, dass es jetzt nur noch so wenige Insekten gibt?“, wollten Julian, Maximilian, Sophie und Masha aus der fünften Klasse wissen. Alina und Amelie aus der siebten Klasse fragten den Experten, welche Blumen Nahrung für die Bienen liefern. Uwe Hüngsberg empfahl das Einpflanzen von Frühblühern jeglicher Art, Küchenkräutern und Obstgehölzen. Weniger empfehlenswert seien Forsythien, Geranien und Hecken aus Kirschlorbeer. Bei einem Rundgang über das Schulgelände gab er Tipps für den richtigen Standort für Insektenhotels. Diese bauten die Schüler am folgenden Projekttag aus Bausätzen, die der Förderverein für das Projekt gesponsert hatte. Mit Eifer waren alle dabei: Es wurde geschmirgelt, geklebt, gehämmert und geschraubt. Zum Schluss konnten zehn „Hotels“ noch mit Dachpappe versehen und gleich an ihren Bestimmungsorten rund um die Schule aufgehängt werden. Auch an die Insektennahrung wurde gedacht: Die Schüler pflanzten mit großer Sorgfalt Wildblumen auf dem Schulgelände. „Über weitere Spenden von Stauden, Blumenzwiebeln, Saatgut und Stecklingen wären wir sehr dankbar“, so Sophie aus der Jahrgangsstufe 12. Dieses erfolgreiche Projekt ist nur der Auftakt für nachhaltiges Handeln am MGL: Uwe Hüngsberg bietet ab dem neuen Schuljahr eine Bienen-AG an, in der praktischer Umweltschutz vor der eigenen Haustür in die Tat umgesetzt wird. „Mittelfristiges Ziel ist ein eigener Schulbienenstock und die Herstellung von schuleigenem Honig!“, sind sich Projekt- und Schulleitung einig.
Der Anfang ist gemacht: Die Schüler des MGL tragen begeistert ihre neuen Erfahrungen und die Erkenntnis in ihre Familien, dass jeder einzelne die Möglichkeit hat, positiv die Umwelt zu beeinflussen.
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