Allgemeine Berichte | 19.01.2018

Zweiter Runder Tisch – Flüchtlinge in der Pellenz

Integration ist ein langwieriger Prozess

Sprachförderung ist das A und O für die Integration

Plaidt. „Integration vor Ort nachhaltig gestalten“. Zu diesem Thema fand am 16. Januar der „Zweite Runde Tisch – Flüchtlinge in der Pellenz“ im Ratssaal des neuen Rathauses in Plaidt statt. Neben Vertretern der Verbandsgemeindeverwaltung Pellenz, der örtlichen Schulen und Kindergärten sowie der Politik, des Seniorenhilfevereins, des Diakonischen Werkes, der Kirche, des Jobcenters sowie der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz beteiligten sich auch ehrenamtliche Helfer der Initiative „Fremde werden Freunde“, um über die derzeitige Situation und Entwicklungen der Integrationsarbeit zu berichten und eine nachhaltige Integration von Flüchtlingen in die örtlichen Gemeinden und Institutionen weiterhin gemeinsam aktiv zu gestalten.

Dabei informierte die Verbandsgemeindeverwaltung zunächst über die aktuellen Entwicklungen der Flüchtlingszahlen in der Verbandsgemeinde Pellenz. Auch die weiterhin bestehende Problematik des mangelnden Wohnraumes innerhalb der Verbandsgemeinde wurde thematisiert.

Ein reger Austausch fand insbesondere zu den Themen Integration von Kindern in die Schulen sowie Integration Erwachsener in den Arbeitsmarkt statt.

Positives konnte insbesondere aus dem Schulbereich berichtet werden. Die Kinder zeigen sich mehrheitlich lernwillig und beherrschen die deutsche Sprache innerhalb kurzer Zeit schon sehr gut. Hier tragen Maßnahmen der Ganztagsbetreuung und spezielle Sprachförderangebote erste Früchte.

Gute Erfolge durch ehren- amtliche Sprachförderungen

Auch in der teilweise schwierigen Kommunikation mit den Eltern konnten durch ehrenamtliche Sprachförderungen gute Erfolge erzielt werden.

Sprache als Mittel zur Integration ist und bleibt jedoch das Hauptthema der Flüchtlingsarbeit - auch in Hinblick auf die Arbeitsmarktintegration von Neuzugewanderten.

Hier ist noch ein langer Weg zu gehen und das derzeitige Sprachniveau der Flüchtlinge im Allgemeinen ist noch zu gering für eine allumfassende Integration in den Arbeitsmarkt.

Über die bereits bestehenden Konzepte hinaus wird daher weiterhin in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz an Integrationsmaßnahmen insbesondere für weibliche Flüchtlinge mit Kindern gearbeitet.

Bei den angeregten Gesprächen am Runden Tisch wurde deutlich, dass das Engagement sowohl von Hauptamt als auch von Ehrenamt noch immer groß ist und die Zusammenarbeit gelingt.

„Die Integration der Flüchtlinge vor Ort ist auf einem guten Weg, aber Integration, insbesondere durch das Erlernen der Sprache, ist ein langfristiger Prozess, der von allen Beteiligten viel Durchhaltevermögen erfordert“, so Klaus Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Pellenz. Jedoch waren sich alle Teilnehmer darüber einig, dass Integration einen langwierigen Prozess darstellt, welcher allein durch den Rückgang der Flüchtlingszahlen keineswegs abgeschlossen ist.

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