Allgemeine Berichte | 28.07.2025

22 Jugendliche erleben völlig neues Konfirmationskonzept – Modell mit Zukunft

Intensive Zeit in Schwerin: Konfi-Express übertrifft die Erwartungen

Die Abendandacht der Gruppe am Schweriner See.  Foto: Ricarda Bosse

Westerwaldkreis. Die Premiere des „Konfi-Express“ ist geglückt. 22 Jugendliche sind auf den Zug aufgesprungen und haben bei der ersten Freizeit teilgenommen, die Konfirmationsunterricht völlig neu denkt. Statt der gewohnten wöchentlichen oder monatlichen Treffen erleben junge Menschen die Vorbereitung als Intensiv-Kurs – knapp zwei Wochen; fern der Heimat, aber ganz nah am Herzen.

Ein siebenköpfiges Team hat die Fahrt nach Schwerin auf die Beine gestellt. Die vier Haupt- und drei Ehrenamtlichen sind immer noch ganz beseelt davon, dass das Konzept die Erwartungen ihrer Ansicht nach deutlich übertroffen hat. „Es war eine einzigartige und intensive Zeit mit viel Raum, um die eigene Identität und Gott zu entdecken“, fasst Pfarrerin Ricarda Bosse die elf Tage in der Freizeitstätte in Bad Kleinen zusammen.

Einzigartig passt. Denn das Konfirmations-Konzept ist in der Region beispiellos und auch in der Landeskirche die große Ausnahme. Die Idee: Die Jugendlichen wählen selbst, wie ihre Konfi-Zeit aussehen soll: Entweder klassisch mit regelmäßigen Treffen – oder eben als elftägiger Intensivkurs: dem Konfi-Express.

Intensiv ist ein gutes Stichwort für die Zeit in Mecklenburg-Vorpommern. Denn elf Tage in einer Gruppe schweißen zusammen, findet Ricarda Bosse: „Schwerin ist weit weg von zuhause, und die wenigsten Jugendlichen kannten sich vorher untereinander. Das sind besondere Bedingungen. Aber sie haben zu etwas Besonderem geführt: zu neuen Freundschaften, einer tollen Gemeinschaft und großer Offenheit“, sagt sie. Denn die klassischen Konfi-Unterrichts-Themen, glaubt die Pfarrerin, bekommen in diesem Rahmen eine neue Tiefe. „Uns war es wichtig, dass es nicht ums Auswendiglernen ging. Sondern um Interaktion, Spaß, ums Neu-Entdecken. Die Teamer haben die Themen mit Leben gefüllt – und die Jugendlichen auf einer Ebene erreicht, die viel tiefer geht als das bloße Lernen kirchlicher Inhalte.“ Das Abendmahl zum Beispiel, das die Teamer als sinnliches Erinnerungsmahl bei Kerzenschein am Ufer des Schweriner Sees feierten: „Viele haben von Erinnerungen erzählt an ein bestimmtes Essen – von Gefühlen, Momenten und lieben Menschen, die sie mit diesem Essen verbinden. Danach haben wir dann mit den Jugendlichen zum ersten Mal das Abendmahl gefeiert. Als Erinnerung an Jesus und daran, wie sich seine Jünger an ihn erinnern. Das war ein sehr intensiver Moment“, erinnert sich Teamer Lennard Weidner.

An einem anderen Tag ging es um Identität: „Darum, wie ich über mich und andere denke; welche Vorurteile ich habe; wer ich bin und sein will und was ganz am Ende zählt. Und auch: Wer Gott für mich ist“, sagt Ricarda Bosse. Kein leichtes Thema – schon gar nicht für Teenager, findet sie. Aber die Gruppe war auch dafür offen, sagt Lennard Weidner: „Kaum jemand hat sich davor gescheut, etwas zu erzählen. Für uns war das ein schöner Vertrauensbeweis.“ Und ein Zeichen dafür, dass auf einer fast zweiwöchigen Freizeit intensive Beziehungen in der Gruppe entstehen.

Trotz der vielen tiefen Momente hatten die Jugendlichen reichlich Raum. Nicht nur auf dem großzügigen Gelände am See, der Stadtrallye durch Schwerin, sondern auch zwischen und während der Einheiten. „Wir hatten die ganze Zeit viel zu lachen“, sagt Teamer Finn Zink. „Das fing schon bei der Bahnfahrt an und hörte nicht auf. Am Ende gab’s so viele Insider-Witze … das ist immer ein gutes Zeichen dafür, dass die Gruppe eine Menge Spaß hatte und es so gut wie keine Konflikte untereinander gab“

Und die Sache mit Gott? Hat der Konfi-Express die Jugendlichen reif für den großen Tag gemacht; für die Konfirmation am 23. August? Pfarrerin Ricarda Bosse muss bei dieser Frage lächeln. „Ich habe selten so viel diskutiert: über die Allmacht Gottes, die Jungfrauengeburt, das Leben nach dem Tod, Gottes Eingreifen in diese Welt; solche Dinge. Fragen, die die Jugendlichen wirklich interessiert haben. Zugleich habe ich erlebt, wie beim Segen Tränen geflossen sind; wie sie nach dem Volleyballspiel Worship-Songs oder im Fastfood-Restaurant ein Dankgebet gesungen haben. Einfach so. Weil sie’s wollten.“

Einfach so. Weil’s aus den jungen Menschen selbst kam. Das ist nach Ansicht der Teamer das Geheimnis – und das Schöne – am Konfi-Express. Es entsteht einfach. Ohne erhobenen Zeigefinger. Ohne große Vorschriften. „Sondern weil die Jugendlichen Bock drauf haben“, sagt die Pfarrerin. „In den Pausen haben sie sich nicht mit den Handys aufs Zimmer verzogen: Sie haben getanzt, gesungen, Sport gemacht. Überall lief Musik, überall war Lachen.“ Auch, wenn das Wetter nicht immer das beste war und einige mit Infekten zu tun hatten. Aber selbst das hat die Gruppe gut gemeistert. „Am letzten Abend haben wir einen Partysegen gefeiert – mit modernen Popsongs und viel Bass, einem geistlichen Impuls und natürlich Segen für alle“, erzählt Ricarda Bosse. „Ein paar Jugendliche haben aus einer großen Mülltüte einen flatternden Vorhang mit Glitzerperlen gebastelt, der im funkelndem Discolicht richtig toll aussah. Etwas herrlich Normales wird plötzlich zum Segen. Das fasst den Konfi-Express gut zusammen, finde ich.“

Einzigartig und intensiv, mit viel Raum für Spaß und neue Erlebnisse. So waren die elf Tage in Schwerin, an die sich die jungen Menschen und die Teamer sicher noch lange erinnern werden. Der Konfi-Express fährt 2026 natürlich weiter – und ist schon jetzt ausgebucht.

Weitere Infos zum Konfi-Konzept der Kirchengemeinden Montabaur, Höhr-Grenzhausen, Ransbach-Baumbach-Hilgert, Wirges und Neuhäusel gibt’s bei Pfarrerin Ricarda Bosse (Telefon 0171/4866296), im Evangelischen Gemeindebüro Montabaur (02602/90922) sowie auf den Homepages der jeweiligen Kirchengemeinden.

Pressemitteilung

Evangelisches Dekanat

Westerwald

Die Abendandacht der Gruppe am Schweriner See. Foto: Ricarda Bosse Foto: Kirchentag/Bongard

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