Feuerwehr Ediger-Eller
Interdisziplinäre Patientenrettung nach Verkehrsunfall geübt
Ediger-Eller. Die Rettung von im Fahrzeug eingeklemmten Personen stellt die Feuerwehr vor große Herausforderungen. Zwar sorgt moderne Technik und die stetige Verbesserung der Insassensicherheit dafür, dass selbst schwerste Verkehrsunfälle überlebt werden können. Die Verwendung von festen und höchstfesten Materialien bringt aber oftmals die vorhandene Rettungstechnik an ihre Grenzen.
Nicht zuletzt die Erfahrungen aus den Einsätzen der letzten zwei Jahre hat innerhalb der Einsatzkräfte den Wunsch reifen lassen, die Thematik Unfallrettung verstärkt auf den Übungsplan zu setzen und - zumindest intern - neue Wege bei der Ausbildung zu beschreiten.
Die Rettung von verletzten Menschen kann nur im Team gelingen - ob im Calmontklettersteig oder aus einem Unfallfahrzeug. Neben guter, zeitgemäßer Technik und guter Ausbildung sind vor allem die Kommunikation und die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst von entscheidender Bedeutung.
Daher fanden sich nicht nur Angehörige der Feuerwehr Ediger-Eller ein, sondern auch Rettungsdienstkräfte aus Senheim und Zell.
Zu Beginn wurden die theoretischen Grundlagen zu Einsatztaktik, Fahrzeugaufstellung wiederholt und das medizinische Wissen im Rahmen eines „notfallmedizinischen Updates“ aufgefrischt. Auch eine praktische Einweisung in die Handhabung verschiedener Rettungsdienstmaterialien fand statt.
Im Anschluss daran konnten die Einsatzkräfte zwei verschiedene Szenarien abarbeiten. Dazu stand ein eigens präpariertes Schrottfahrzeug zur Verfügung. Noch realistischer wurden die Übungseinsätze durch Schauspielpatienten.
Im ersten Szenario musste eine eingeklemmte Person aus ihrem Unfallfahrzeug befreit werden. Nach der Patientenversorgung durch einen sogenannten „Inneren Retter“ gelang die Rettung mit vereinten Kräften.
Im zweiten Szenario musste eine Person mit Verletzungen an der Wirbelsäule schonend, aber zügig gerettet werden. Auch hier gelang die Rettung durch die gute Kommunikation zwischen Feuerwehr- und Rettungsdienstkräften problemlos.
Zum Abschluss ziehen die Einsatzkräfte ein positives Fazit zu dieser Art von Übungen. Am eigentlichen Konzept, zusammen mit Rettungsdienstpersonal und Schauspielpatienten zu üben, möchten die Einsatzkräfte auch im neuen Jahr festhalten und es ausbauen. Zukünftig möchte man auch gemeinsam mit den Nachbarfeuerwehren üben.
Bei einigen Dingen gibt es aber noch Nachbesserungsbedarf: So wollen die Einsatzkräfte die erstellten Checklisten nochmals überarbeiten und anpassen. Auch die vorhandene technische Ausstattung möchte man verbessern. Auf dem Wunschzettel steht u.a. eine Akkusäbelsäge. Damit können zum Beispiel Fahrzeugdächer und -seitenwände schnell und sicher entfernt werden. Zur Verbesserung der technischen Ausstattung hofft man auf Spenden von Firmen und Privatpersonen aus der Ortsgemeinde.
Pressemitteilung der
Feuerwehr Ediger-Eller
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