Allgemeine Berichte | 17.10.2024

Oberst i.G. Meister informiert über die Aufgaben eines Militärattachés

Interessanter Besuch bei der KERH

Ulf Neelsen dankte am Ende Oberst Meister für einen hochinteressanten Vortrag und übereichte als Dank eine Flasche Ahrwein. Foto: Jürgen Schumacher

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nachdem der Vorsitzende der Kameradschaft der ehemaligen Soldaten, Reservisten und Hinterbliebenen (KERH) Kreis Ahrweiler, Fregattenkapitän a.D. Ulf Neelsen, am 12.09.2024 alle Anwesenden begrüßt hatte, stellte er Herrn Oberst i.G. Andreas Meister vom Kommando Streitkräftebasis in Bonn vor. Dieser hatte sich bereit erklärt, die Aufgaben eines Militärattachés zu erläutern und über seine Erlebnisse in den drei Verwendungen als Militärattaché zu berichten. Dass sich mit Beginn seiner ersten Verwendung als Militärattaché seine familiäre Situation grundlegend veränderte, damit startete A. Meister seinen Vortrag. Beide Töchter, zu diesem Zeitpunkt junge Erwachsene, blieben in Deutschland. Gemeinsam mit seiner Ehefrau, die bei einem solchen Dienstposten unweigerlich stark in das Attachéleben eingebunden ist, erfolgte der Umzug nach Prag. Aus dieser Verwendung konnte er unter anderem berichten, dass der Besuch auf dem Balkon des Palais Lobkowicz, auf dem H.-D. Genscher 1989 die vielleicht bedeutendsten Worte seiner Politikerzeit sprach, schon eine emotionale und stark berührende Wirkung hervorrief. Sowohl in Prag als auch in den folgenden Verwendungen in Warschau und Den Haag wurde der Tagesablauf, die Aufgaben und auch die persönlichen Lebensumstände immer wieder von sich verändernden, meist politischen, Rahmenbedingungen beeinflusst. Hierzu gehörte natürlich vor allem der russische Überfall auf die Ukraine, aber auch die Ergebnisse von Wahlen und Regierungswechseln in den Gastländern. Glücklicherweise investiere die Bundeswehr viel in die Vorbereitung auf diese fordernde Aufgabe. Hierzu gehören eine intensive Sprachenausbildung, welche auch die Ehefrau mit einbezieht, und ein viermonatiger Vorbereitungslehrgang. Die Hauptaufgaben eines Militärattachés, die gegenseitigen Beziehungen zu verbessern und das gegenseitige Verständnis und Verstehen zu fördern, gleiche oft einem Balanceakt und erfordere viel „Cultural Awareness“. Auch die Teilnahme an Gedenkveranstaltungen, hier besonders im osteuropäischen Raum mit Orten wie Auschwitz oder Theresienstadt, habe viel Fingerspitzengefühl erfordert und gehe auch einem erfahrenem Militärattaché sehr nahe. In seiner Zeit in Den Haag habe Corona die Aufgabe sehr erschwert. Die Aufgaben eines Militärattachés seien nur durch vielfältige persönliche Kontakte, regelmäßige Treffen und viel gegenseitiges Vertrauen, dass erst verdient werden will, gut zu erfüllen. Glücklicherweise seien die Niederländer aber sehr offen, professionell und immer bereit, auch neue Pfade der Zusammenarbeit zu gehen. Nicht umsonst gilt die besonders enge Zusammenarbeit zwischen den niederländischen und den deutschen Streitkräften als vorbildlich auch im europäischen Kontext. Neben dem engen Austausch mit Angehörigen der jeweiligen Gastländer habe auch die Arbeit mit dem Auswärtigen Amt, zu dem die Militärattachés für die Dauer ihrer Tätigkeit abgeordnet werden, viele neue und spannende Erkenntnisse und Anregungen vermittelt. Zum Ende seines Vortages dankte er seiner Frau, ohne deren bedingungslose Unterstützung eine erfolgreiche Arbeit als Militärattaché nicht möglich gewesen wäre. Diese sei sowohl als Gastgeberin bei eigenen Empfängen, als auch als Begleitung bei den zahlreichen auswärtigen Terminen und Empfängen unerlässlich. Immerhin blicke er jetzt auf 14 Jahre Attachéarbeit inklusive aller Ausbildungen zurück und freuen sich jetzt gemeinsam auf die anstehende Pensionierung.

Ulf Neelsen dankte am Ende Oberst Meister für einen hochinteressanten Vortrag und übereichte als Dank eine Flasche Ahrwein. Foto: Jürgen Schumacher

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
150 Jahre Zeitungstradition
150 Jahre Zeitungstradition
150 Jahre Krupp Verlag
Einzelbuchungen  149180/0
Jubiläumssonderseiten
150 Jahre Zeitungstradition
Empfohlene Artikel
Symbolbild. Foto: Pixabay
420

Sinzig. Am Donnerstagmorgen, dem 16. Juli, führte ein umgestürzter Baum um 8.37 Uhr zu einem Stromausfall in Sinzig und Bad Breisig. Die Energienetze Mittelrhein (enm), die Netzgesellschaft der Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe), reagierte prompt und begann, die Stromversorgung schrittweise wiederherzustellen. Bereits um 9.12 Uhr waren zehn der insgesamt 15 betroffenen Trafostationen wieder in Betrieb.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Adobe Stock
1942

Eine Woche lang hattet Ihr die Möglichkeit, Eure Lieblingseisdielen im BLICK aktuell-Land zu nominieren und das Ergebnis einfach gigantisch! Ihr habt insgesamt 42 Eisdielen nominiert. Jetzt seid Ihr gefragt: Stimmt in unserem großen Voting für Eure persönliche Lieblingseisdiele ab und unterstützt Euren Lieblingseismacher!

Weiterlesen

15.07.: Schwerer Verkehrsunfall zwischen Traktor und LKW
738

Die Traktorfahrerin wurde schwerstverletzt

15.07.: Schwerer Verkehrsunfall zwischen Traktor und LKW

Meudt. Bei einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Traktor und einem Lkw ist die Fahrerin des landwirtschaftlichen Fahrzeugs am heutigen Tag schwerstverletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen beabsichtigte die Traktorfahrerin von der L 300 nach links in einen Wirtschaftsweg abzubiegen. Zeitgleich setzte der hinter ihr fahrende Lkw zum Überholen an. Dabei kam es zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge.

Weiterlesen