Frauentreff Meckenheim e.V.
Interessanter Besuch im Keramikmuseum Westerwald
Meckenheim. Die Damen des Frauentreff Meckenheim e.V. besuchten das Keramikmuseum Westerwald in Höhr-Grenzhausen, das größte Keramikmuseum Europas. Auf vier hellen Ausstellungsebenen mit ca. 2.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche kann sich der Besucher einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Keramik, Keramik im Handwerk, in der Kunst, im Design, in der Forschung und in der Entwicklung verschaffen. Durch die Ausstellung führte die Glaskünstlerin Judith Röder. Sie stellte zu Beginn die beiden Sonderausstellungen „Feuerspuren“ und „Gäste aus Polen“ vor, bevor sie zu der ständigen Sammlung an Historischer Keramik, zu Exponaten des Jugendstils, Stilrichtungen der Nachkriegszeit, künstlerischer Keramik der Gegenwart sowie High-Tech-Keramik überleitete. Präsentiert werden neben der ständigen Sammlung Unikate aus Sonderausstellungen, Wettbewerben sowie Einzelausstellungen, alles außergewöhnliche Arbeiten von Künsterinnen und Künstler aus der ganzen Welt. Das Museum hat sich zum Ziel gesetzt, den Werkstoff Keramik und seine zunehmende Bedeutung für die Technik, die alternative Energiegewinnung, die Medizin und die Umwelt bekanntzumachen. Dazu bietet es neben Führungen auch Vorträge, Symposien, Museumspädagogik, Schulungen, Tagungen und auch Konzerte an. Keramische Werkstoffe gibt es bereits seit Jahrtausenden in Kultur und Alltag. Heute verwendet man sie zunehmend auch für den Hochleistungsbereich sowie für die Forschung und Entwicklung. Wer hätte gedacht, dass die Dichtungsscheiben bei Wasserhähnen aus Keramik sind? In der Medizin werden bei Hüftgelenkprothesen der Kopf und die Pfanne aus Keramik hergestellt. In den Industriebetrieben ist feuerfeste Keramik einfach unentbehrlich geworden. Sie bleibt noch bei Temperaturen von über 2.000 Grad hitzebeständig. Keramik ist der Werkstoff mit Zukunft.
Frau Röder hatte so viel Interessantes zu berichten, dass man gar nicht merkte, wie schnell die Zeit vergangen war. Nach der Führung traf man sich im Museumscafé an der bereits gedeckten Kaffeetafel und stattete auch dem Museumsshop einen Besuch ab.
