Erster „Tag der Kulturen“ in Mendig
Internationale Köstlichkeiten, Live-Musik und ein großes Mitmach-Angebot
Zahlreiche Menschen aus verschiedenen Ländern trugen zum Gelingen des Festes im Evangelischen Gemeindezentrum bei
Mendig. Bei strahlendem Sonnenschein strömten am vergangenen Samstag zahlreiche Menschen aus verschiedenen Ländern zum Evangelischen Gemeindezentrum in der Mendiger Heidenstockstraße, wo die Verbandsgemeinde Mendig und die Stadt Mendig in Kooperation mit dem Kaffee Kunterbunt, der Initiative „Mendig hilft“, der Initiative „Regenbogen“, dem DRK-Ortsverband Mendig, dem Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V., dem Dekanat Mayen-Mendig, der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Mendig und dem Evangelischen Pfarramt einen ersten „Tag der Kulturen“ veranstaltet hatte. Finanziert wurde das Fest von der Verbandsgemeinde Mendig. Außerdem standen auf den Tischen Spendenboxen, da sowohl die Getränke als auch die Speisen kostenlos waren.
Während der Flüchtlingsbeauftragte der VG Mendig und 1. Beigeordnete Joachim Plitzko die Anwesenden in deutscher Sprache begrüßte, übersetzten die aus Teheran stammende und seit ca. 20 Jahren in der Vordereifel lebende Farideh Golpayegani, die u.a. als Deutschlehrerin an der VHS engagiert ist und zurzeit an einem entsprechenden Lehrbuch für die Asylanten arbeitet, und Imad Girgis die Ansprache Plitzkos in die persische (Farsi) und arabische Sprache.
„Prozess der Integration ist auf einem guten Weg“
„Wir haben es geschafft, für alle Asylbewerber, die zu uns gekommen sind, Wohnraum bereit zu stellen und die ersten Schritte eingeleitet, dass die Menschen sich hier in der Verbandsgemeinde Mendig heimisch fühlen können. Für viele ist auch der Prozess der Integration auf einem guten Weg. Nach nun fast einem Jahr ist es wichtig, dass wir Begegnungen schaffen, um einander kennenzulernen und auch voneinander zu lernen“, so Joachim Plitzko. Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel begrüßte die Gäste im Namen seines 1. Beigeordneten und Flüchtlingsbeauftragten der Stadt, Thomas Schneider, der sich zurzeit einer Reha-Maßnahme unterzieht. Ammel, der vor einiger Zeit von einem Mayener Unternehmer eine Spende für die Flüchtlinge in Mendig erhielt, versprach den Anwesenden, das Fest mit einem Geldbetrag aus dieser Spende zu unterstützten. Petra Wienpahl, Gründerin von „Kaffee Kunterbunt“ in der Heidenstockstraße, die für die Integration der Asylanten in Mendig in bewundernswerter Weise maßgeblich verantwortlich zeichnet, hielt sich dagegen äußerst bescheiden im Hintergrund.
Auf die Teilnehmer und Besucher des „Tag der Kulturen“ warteten internationale Köstlichkeiten aus Mali, Afghanistan, Syrien, Albanien, Eritrea und Deutschland, Live-Musik und ein großes Spiele- und Mitmach-Angebot für die Kinder. Nicht zuletzt trug das herrliche Sommerwetter dazu bei, dass die deutschen und ausländischen Gäste schnell miteinander ins Gespräch kamen und dabei sogar die eine oder andere Gemeinsamkeit entdeckten.
Derzeit leben in der Verbandsgemeinde Mendig ca. 190 Flüchtlinge, die u.a. aus Afghanistan, Iran, dem Irak und Syrien stammen.
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Farideh Golpayegani, Joachim Plitzko und Imad Girgis begrüßten die zahlreichen Teilnehmer in ihrer jeweiligen Landessprache.
Die Mendiger Künstlerin Otti Schäfer-Hatzing motivierte die Kinder und Jugendlichen zum Malen und Basteln.
