Allgemeine Berichte | 21.06.2017

Stellungnahme der Umweltverbände zur Bonner Seilbahn

Ja zur Seilbahn!

Bonn. Nach der Vorlage der Machbarkeitsstudie und bestätigt durch diese befürworten wir die Seilbahnverbindung vom Venusberg bis zum Bundesviertel und darüber hinaus auf die andere Rheinseite. Sie stellt eine sinnvolle und notwendige Ergänzung von Bus und Bahn in Bonn dar und trägt zu einer Verkehrswende bei. Reduzierter motorisierter Individualverkehr nützt dem gesamten Umweltverbund von Bus- und Bahnfahrgästen, Radfahrern und Fußgängern. Besonders wichtig ist die Verknüpfung der Seilbahn mit den Nord-Süd-Bahnstrecken. Wir begrüßen, dass die Stadt Bonn mit der Seilbahn einen innovativen Ansatz verfolgt. Die Seilbahn verbessert nicht nur die Erreichbarkeit der Uni-Kliniken, sondern schafft eine wichtige Ost-West-Verbindung und ein attraktiveres Netz von Bus und Bahn. Die Seilbahn bietet die Vorteile schneller Realisierbarkeit und Verbindung von Berg und Tal. Das geht mit keinem anderen Verkehrsmittel so einfach. Alle Alternativen hätten nicht akzeptable Eingriffe in den grünen Saum rings um den Venusberg zur Folge. Weiterer Straßenbau und mehr Autoverkehr stellen keinen Beitrag zur Lösung unserer innerstädtischen Verkehrsprobleme dar. Die Betriebskosten der Seilbahn sind durch die Machbarkeitsstudie erstmals nachvollziehbar beziffert worden, und sie sind niedriger als die Kosten entsprechender Busse. Zudem würden mehr Busse auf den überlasteten Venusberg-Zufahrten im Stau stehen. Die Machbarkeitsstudie hat die Betriebskosten und Umweltauswirkungen mit dem Nutzen der Seilbahn abgewogen und ist dabei zu einem positiven Gesamtergebnis gekommen. Die Seilbahn kann auch von Anfang an mit nachhaltig erzeugtem Strom betrieben werden. Deshalb ist sie ein spürbarer Beitrag zu einer Verkehrswende. Gleichzeitig müssen aber die vorgeschlagenen Maßnahmen wie betriebliches Mobilitäts- und Parkraummanagement umgesetzt werden. Wir teilen das Fazit der Machbarkeitsstudie, dass die „Nordtrasse“ (Netzmodell E) zu bevorzugen ist. Sie sieht Stationen in der Mitte des Klinikgeländes auf dem Venusberg, am Hindenburgplatz, am DB-Haltepunkt UN-Campus, in der Rheinaue und am künftigen S-Bahn-Haltepunkt Ramersdorf vor.

V.s.i.P.: Johannes Frech, ADFC

Kreisverband Bonn-Rhein Sieg

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